Coronavirus: LUKS lockert Besuchsverbot leicht

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) lockert das Mitte März 2020 aufgrund der Corona-Krise eingeführte Besuchsverbot: Ab sofort dürfen sich Partner von gebärenden Frauen auch wieder auf der Mutter-Kind-Abteilung aufhalten. Zudem haben im LUKS wieder beide Elternteile gleichzeitig Zugang zum Kinderspital.

17. April 2020

Lesezeit: 3 Minuten
neugeborenes

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren und eine grösstmögliche Sicherheit für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende zu gewährleisten, gilt am LUKS seit Mitte März 2020 ein generelles Besuchsverbot mit folgenden Ausnahmen: Im Kinderspital in Luzern erhielt nur noch ein Elternteil Zugang und im LUKS in Luzern und Sursee waren Partner von gebärenden Müttern nur noch für die Geburt zugelassen. Dank dieser Massnahmen konnten die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und von den Kantonen verordneten Massnahmen strikte eingehalten und die Besucherfrequenz in den Spitälern konsequent reduziert werden.

Besuchsverbot bleibt – Ausnahmen werden gelockert

Die Zahl der mit dem Coronavirus neu infizierten Personen in der Schweiz ist aktuell rückläufig. Der Bundesrat hat deshalb am 16. April 2020 entschieden, dass ab dem 27. April wieder sämtliche, auch nicht-dringliche, Eingriffe vorgenommen werden dürfen. Auch in den Krisenstäben des LUKS werden die getroffenen Massnahmen fortlaufend überprüft und weitere Massnahmen wie der Einsatz von Wärmebildkameras (siehe unten) oder eine generelle Maskentragpflicht zum Schutz der Patienten und Mitarbeitenden umgesetzt. Aufgrund der neusten Lagebeurteilung wurde nun entschieden, dass das generelle Besuchsverbot bestehen bleibt, die Ausnahmen jedoch ab sofort angepasst und damit leicht gelockert werden. Neu gilt:

  • Partner von gebärenden Frauen sind im LUKS und im KSNW für die Geburt und auf der Mutter-Kind-Abteilung sowie den Familienzimmern zugelassen (bisher nur für Geburt)
  • Im Kinderspital Luzern und in der Neonatologie (im Gebäude der Frauenklinik) sind Besuche beider Elternteile gleichzeitig erlaubt (bisher nur ein Elternteil)

Die Ausnahme, dass auch nahe Angehörige von sterbenden Menschen oder von unterstützungsbedürftigen Patientinnen und Patienten für Besuche zugelassen sind, bleibt bestehen. Es werden weiterhin Zutrittskontrollen durchgeführt. Berechtigte Besucher erhalten einen Besucher-Badge. Patientinnen und Patienten werden gebeten, eine Bestätigung ihres Termins mitzubringen.

Wärmebildkameras und Triage-Container

In den vergangenen Wochen hat das LUKS testweise Wärmebildkameras in Eingangsbereichen eingesetzt, um Personen mit Fieber frühzeitig zu erkennen. Der Test war erfolgreich, weshalb die Kameras in Luzern beim Eingang der Frauenklinik sowie testweise auch im LUKS Wolhusen zum Einsatz kommen. Andere Zugänge auf dem Campus Luzern sind in Abklärung.

Zudem machen es durchgehend geöffnete Triage-Container an allen Standorten möglich, potentiell infektiöse COVID-19-Patienten bereits vor den Eingängen von nicht-infektiösen Patienten zu trennen. Dies vereinfacht die Abläufe und es entsteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko (siehe unten).

Wärmebildkamera beim Eingang der Frauenklinik Luzern

Notfallcontainer in Betrieb

Neben dem Besuchsverbot wurden am LUKS an allen Standorten zahlreiche weitere Massnahmen getroffen, um sich auf einen starken Anstieg an mit dem Coronavirus infizierten Patientinnen und Patienten vorzubereiten: Einrichtung von Isolationsstationen, Ausbau der Intensivplätze, Wechsel in den Notfallbetrieb sowie die Inbetriebnahme von Triagecontainern, um potentiell infektiöse COVID-19-Patienten von nicht-infektiösen Patienten konsequent zu trennen.

Der Fast-Track für die COVID-19-Tests und die COVID-Praxis auf dem Campus Luzern (Haus 41) sowie der Infopoint vor dem Hauptgebäude werden ab Samstag, 18. April, täglich von 7.00 bis 22.30 Uhr betrieben. Abstriche bei ambulanten Patienten mit Corona-Verdacht werden nur noch in diesem Zeitfenster und wie bisher nur auf Voranmeldung (via Corona-Hotline 041 205 11 11) gemacht. Weiterhin 24 Stunden im Einsatz bleibt der COVID-Notfallcontainer neben dem Haupteingang des LUKS Luzern. Das dortige Team ist rund um die Uhr Anlaufstelle für alle Notfälle mit Corona-Verdacht.

Beim LUKS Sursee wird vor dem Hauptgebäude tagsüber während 7 Tagen in der Woche von 7.00 bis 23.00 Uhr ein Triagecontainer betrieben. Dieses Angebot kann bei Bedarf auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgebaut werden. Das LUKS Wolhusen hat vor dem Spitaleingang direkt bei der Notfallstation rund um die Uhr einen Container in Betrieb. Dort finden sowohl die Triage als auch eine Erstbetreuung von leichten Fällen statt.

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