LUKS kehrt schrittweise in den Regelbetrieb zurück

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) erhöht ab dem 27. April 2020 stufenweise die Kapazitäten im Bereich der planbaren Operationen, Behandlungen und Sprechstunden. Die Eingriffe werden nach medizinischen Kriterien priorisiert und die Patientinnen und Patienten entsprechend aufgeboten. Bei einem erneuten Anstieg der COVID-Fälle in der Bevölkerung könnten die Plätze auf Intensiv- und Isolierstationen innert wenigen Tagen reaktiviert werden. Derweil legt das LUKS nach wie vor grössten Wert auf die Sicherheit der Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden.

23. April 2020

Lesezeit: 3 Minuten
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Um mehr personelle und infrastrukturelle Ressourcen für die Behandlung von COVID-Fällen zur Verfügung zu haben, stellte das LUKS Mitte März auf Notfallbetrieb um. Alle nicht dringlichen Eingriffe wurden gestoppt, Operationssäle reduziert, Isolierstationen auf- und Intensivplätze ausgebaut. Am 16. April hat der Bundesrat eine schrittweise Lockerung der getroffenen Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus präsentiert. So dürfen Spitäler ab dem 27. April 2020 wieder alle Eingriffe vornehmen. Ebenso können ambulante medizinische Praxen ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen und wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe durchführen.

Pendente Operationen werden priorisiert

Der Entscheid des Bundesrats ermöglicht dem LUKS eine schrittweise Annäherung an den Regelbetrieb. Die weitere Planung erfolgt in enger Absprache mit den kantonalen Behörden. Die Kapazitäten für elektive operative Eingriffe, weitere Behandlungen sowie Sprechstunden werden an allen Standorten sukzessive erhöht, die pendenten (auch nicht dringlich eingestuften) Operationen nach medizinischen Kriterien priorisiert, neu disponiert und die Personalplanung entsprechend angepasst. Dieser Umbau setzt für ein Spital mit der Grösse und der Komplexität des LUKS eine akribische Planung voraus und ist nur stufenweise möglich. In einem ersten Schritt werden deshalb insbesondere die ambulanten Eingriffe gefördert.

Die Patientinnen und Patienten sowie Zuweiser werden zeitnah direkt vom LUKS über das weitere Vorgehen informiert. Die Kapazitäten für alle medizinischen Notfälle bleiben derweil wie schon während dem Notfallbetrieb erhalten, akut erkrankte Personen können und sollen jederzeit ohne Bedenken das Spital aufsuchen. Der Schutz vor einer Ansteckung ist mit der konsequenten Trennung von COVID- und Nicht-COVID-Patienten gewährleistet.

Reaktivierung der COVID-Stationen kurzfristig möglich

Trotz der stufenweisen Erhöhung der OP-Kapazitäten bleiben genügend Betten für COVID-Fälle erhalten. Die  personellen Ressourcen auf den COVID-Stationen werden zwar reduziert, könnten bei einem erneuten Anstieg von COVID-Fällen in der Bevölkerung aber innert weniger Tage reaktiviert werden. Auch die Triage-Container und Fast-Tracks an allen LUKS Standorten bleiben in Betrieb (siehe unten). So können potentiell infektiöse COVID-Patienten auch weiterhin bereits vor den Eingängen von nicht-infektiösen Patienten getrennt werden. Dies vereinfacht die Abläufe und es entsteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Nach wie vor höchste Priorität hat für das LUKS die bestmögliche Sicherheit der Patientinnen und Patienten sowie des Personals. Das bestehende Besuchsverbot zur Reduktion der Personenfrequenzen, die Eingangskontrollen mit Wärmebildkameras sowie die generelle Maskentragpflicht bleiben deshalb bis auf Weiteres in Kraft, die Restaurants sind nur für Mitarbeitende zugänglich.

Triagecontainer1

Mit den Triage-Containern (hier am Standort Luzern) wird die Trennung von COVID- und Nicht-COVID-Patienten sichergestellt.

Fast-Track für COVID-Tests

Auf dem Campus Luzern sind der Fast-Track für die COVID-19-Tests und die COVID-Praxis (Haus 41) sowie der Infopoint vor dem Hauptgebäude täglich von 7.00 bis 22.30 Uhr in Betrieb. Abstriche bei ambulanten Patienten mit Corona-Verdacht werden nur auf Voranmeldung (via Corona-Hotline 041 205 11 11) gemacht. Weiterhin 24 Stunden im Einsatz bleibt der COVID-Notfallcontainer neben dem Haupteingang des LUKS Luzern. Das dortige Team ist rund um die Uhr Anlaufstelle für alle Notfälle mit Corona-Verdacht.

  • Dr. med. Thomas Demirdag, Verantwortlicher Triage-Container in Luzern, beantwortet in einem Video die Frage, was die Funktion des Luzerner Triage-Containers ist und was im Innern passiert. 
  • Dr. Sonja Bertschy, Leitende Ärztin Infektiologie, beantwortet in einem Video die Frage, wie das LUKS mit Notfällen umgeht, bei denen kein Covid-19-Verdacht besteht.

Beim LUKS Sursee wird vor dem Hauptgebäude tagsüber während 7 Tagen in der Woche von 7.00 bis 23.00 Uhr ein Triagecontainer betrieben. Dieses Angebot kann bei Bedarf auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgebaut werden. Das LUKS Wolhusen hat vor dem Spitaleingang direkt bei der Notfallstation rund um die Uhr einen Container in Betrieb. Dort finden sowohl die Triage als auch eine Erstbetreuung von leichten Fällen statt.

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