Neu aufgestellte Notfallstation auf Kurs

Die Interdisziplinäre Notfallstation des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) Sursee wird von Dr. med. Dorothée Rhein Straub geleitet und ist rund um die Uhr besetzt. Ein 23-köpfiges Pflegeteam unter der Leitung von Judith Stählin, Pflegefachfrau HF, unterstützt das Ärzteteam.

1. Dezember 2016

Lesezeit: 2 Minuten
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Patienten und Angehörige im Fokus

Die Notfallstation des LUKS Sursee hat seit dem Sommer 2015 eine interdisziplinär tätige Leitung und ist personell aufgestockt worden. Die kontinuierliche Betreuung durch eine Kaderärztin bringt nicht nur den Patienten Vorteile, sondern auch den Pflegenden und Assistenzärzten. Seit dem 01. November 2016 ergänzt die Oberärztin Dr. med. Adriana Sirova in einem 50-Prozent-Pensum das Notfall-Team. Im Mittelpunkt steht die kompetente, effiziente und sichere Abklärung beziehungsweise Behandlung der Notfallpatienten in enger Zusammenarbeit mit unseren Zuweisern. In diesem Sinn verbessern wir die Wertschöpfungskette laufend, wobei der Patient mit seinen Angehörigen im Fokus steht.

Notfallsekretariat als zentrale Anlaufstelle

Um unsere Aufgaben optimal erfüllen zu können, haben wir einige Anpassungen und Verbesserungen vorgenommen. So ist das Notfallsekretariat als zentrale Anlaufstelle für alle notfallmedizinischen Anfragen unter der Telefonnummer 041 926 55 93 erreichbar. In naher Zukunft soll das Sekretariat an sieben Tagen die ganze Woche hindurch bedient sein. Durch die verschiedenen Anpassungen sind die Vorgaben erfüllt, damit die Interdisziplinäre Notfallstation 2017 sowohl als Ausbildungsstätte der SGAIM Kategorie IV als auch als Weiterbildungsstätte der Kategorie II in klinischer Notfallmedizin der SGNOR anerkannt werden kann.

Verbesserungen durch elektronische Systeme

Das elektronische Patientenleitsystem, das in Sursee seit August 2016 mit dem ausgebauten RAP (Resident Assessment Protocol) vorgenommen wird, stellt eine grosse Verbesserung dar. Dadurch kann nun im ganzen Haus die Notfallbesetzung, die Zuteilung der Betreuenden, die Liegedauer und Verdachtsdiagnose eingesehen werden. Das Erheben der statistischen Merkmale beziehungsweise eines minimalen Datensets wird in Zukunft anhand des elektronischen Dashboards konsequent möglich sein. Wir sind aktiv daran, dass die Notfallstation E- und M-Health praktiziert. Im Sinn von «Lean Hospital» wird die Erfassung der Patientendaten auf das absolute Minimum reduziert. Seit dem Herbst führen wir am LUKS Luzern die Triagierung der Patienten nach Schweregrad anhand der ESI-Triage einheitlich durch. Abklärung und Therapie erfolgen nach «Standard Operational Procedures».

Zusammenarbeit mit Notfallpraxis der Hausärzte

Seit Februar 2011 existiert für Notfälle nachts und am Wochenende im Raum Sursee die Notfallpraxis der Hausärzte am LUKS Sursee. Die Zusammenarbeit der Notfallpraxis mit der Notfallstation funktioniert ausgezeichnet und wird durch regelmässige Kadertreffen garantiert. Seit Bestehen der Notfallpraxis haben die sogenannten Walk-in-Patienten der Notfallstation deutlich abgenommen und diese entlastet. Zwischenzeitlich verzeichnete die Interdisziplinäre Notfallstation einen Anstieg auf jährlich über 9000 Patienten, wobei auch der Anteil an daraus resultierenden stationären Fällen leicht gewachsen ist. Um der steigenden Nachfrage beziehungsweise den Patienten und Angehörigen noch effizienter gerecht zu werden, ziehen wir weitere strukturelle, logistische und personelle Veränderungen in Betracht.

Dr. med. Dorothée Rhein Straub
Leitende Ärztin Interdisziplinäre Notfallstation LUKS Sursee