Notfallzentrum und Zentrum für Intensivmedizin: Erwartung übertroffen

Das Notfallzentrum und das Zentrum für Intensivmedizin am Luzerner Kantonsspital (LUKS) haben den Betrieb im Neubau aufgenommen. Mit dem topmodernen Gebäude setzt das LUKS einen weiteren wichtigen Meilenstein in der akutmedizinischen Versorgung der Zentralschweizer Bevölkerung und schafft gleichzeitig ein attraktives Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden.

22. November 2017

NAB170704 K 006 geschnitten
NAB170704 K 006

Prof. Dr. med. Michael Christ, Chefarzt Notfallzentrum (links), PD Dr. med. Lukas Brander, Leitender Arzt Zentrum für Intensivmedizin

Bedeutendes Grossprojekt realisiert

Das LUKS hat mit dem Neubau für das Notfallzentrum und das Zentrum für Intensivmedizin eines der bedeutendsten medizinischen und infrastrukturellen Vorhaben der letzten Jahrzehnte erfolgreich und termingerecht umgesetzt. Der Neubau ist eine rund 77 Meter lange, 22 Meter breite und 17 Meter hohe Stahlkonstruktion, die elegant und erdbebensicher auf Stützen über der Nordzufahrt steht. Der viergeschossige Bau mit Glasfassade beherbergt 23 helle Einzelzimmer für Notfallpatienten sowie 22 grosszügige, auf 29 Einheiten erweiterbare Bettenplätze für intensivmedizinische Patienten. Im Erdgeschoss befindet sich das Notfallzentrum, in den beiden oberen Stockwerken das Zentrum für Intensivmedizin.

Teil der hoch spezialisierten Medizin (HSM)

Mit dem Neubau setzt das LUKS, das zu den ausgewählten Zentren der Schweiz für hoch spezialisierte Medizin (HSM) in diversen Leistungsbereichen gehört, wichtige Akzente in der Versorgung von Patienten mit schweren akuten Erkrankungen und schwersten Verletzungen. Damit leistet das grösste Zentrumsspital der Schweiz einen entscheidenden Beitrag zur bestmöglichen Betreuung von Patientinnen und Patienten aus der Zentralschweiz. Zudem bietet der Neubau sehr attraktive Arbeitsplätze und modernste Technologien sowohl im Notfallzentrum  als  auch im Zentrum für Intensivmedizin. Die Räume sind perfekt auf eine individuelle, persönliche Betreuung durch Fachärzte und Pflegefachpersonen, auf die Anforderungen moderner Akutmedizin und insbesondere auf eine rasche und umfassende Diagnostik abgestimmt. Eschenholz, viel Glas mit Aussicht ins Grüne und warme Farben sind zentrale Merkmale. Die Patienten liegen nicht mehr wie früher in durch Vorhänge abgetrennten Kojen, sondern in hellen, grosszügigen Einzel- oder Mehrbettzimmern.

Kürzere Wege, optimierte Versorgung

Der Bedarf an notfall- und intensivmedizinischen Leistungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Rund 70 Prozent aller stationären Patienten kommen als Notfall ins Spital. Das sind jährlich über 21'000 Notfallpatienten und über 3000 kritisch kranke Personen, die auf der Intensivstation behandelt werden. Mit dem Neubau konnte die nicht mehr zeitgemässe Infrastruktur den heutigen Anforderungen angepasst werden. Die Notfall- und die Intensivmedizin arbeiten nicht nur räumlich eng zusammen, sie liegen jetzt auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihren wichtigsten Partnerbereichen wie Radiologie, Schockraum, Operationssälen, Herzkatheterlabor, Ambulanzzufahrt, Zugangslift Helikopterlandeplatz und Notfallpraxis. So können die bereichsübergreifenden Behandlungs- und Logistikprozesse optimal aufeinander abgestimmt werden. Die neuen Räumlichkeiten unterstützen die hochstehende Versorgung von schwer verletzten und erkrankten Patienten und stärken – zusammen mit der medizinischen Expertise – die Teilnahme des LUKS an der hoch spezialisierten Medizin (HSM) weiter. Dies kommt den uns anvertrauten Patienten zugute und motiviert die Mitarbeitenden zusätzlich.

Akutmedizinisches Rückgrat des LUKS

Das Notfallzentrum und das Zentrum für Intensivmedizin bilden das akutmedizinische Rückgrat des LUKS als Zentrumsspital. Die beiden hoch spezialisierten Bereiche sind damit wichtige Partner für praktisch alle medizinischen Fachdisziplinen, für die niedergelassenen Ärzte und für die zuweisenden Spitäler der Zentralschweiz. Die Patienten werden rund um die Uhr von notfall- und intensivmedizinischen Fachärzten sowie von Expertinnen und Experten in Notfall- und Intensivpflege betreut.

Kontakt
Notfallzentrum
Zentrum für Intensivmedizin
Luzerner Kantonsspital
6000 Luzern 16

Telefon 041 205 11 11
intensivmedizin.luzern@luks.ch
notfallzentrum@luks.ch
www.luks.ch/

«Akutmedizinische Partnerbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft»

Interview mit Prof. Dr. med. Michael Christ, Chefarzt Notfallzentrum LUKS Luzern
und PD Dr. med. Lukas Brander, Ärztlicher Leiter Zentrum für Intensivmedizin LUKS Luzern

Worin sehen Sie den Hauptvorteil des Neubaus für die Patienten?

PD Dr. med. Lukas Brander: Unsere Patienten werden im Neubau rund um die Uhr von intensivmedizinischen Fachärzten und Pflegefachpersonen betreut. Die durchdacht gestalteten Räume ermöglichen eine hohe Präsenz am Bett. Alle wichtigen akutmedizinischen Partnerbereiche liegen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Prof. Dr. med. Michael Christ: Als Hauptvorteile sehe ich die zeitgemässe Versorgung der uns anvertrauten Patienten in hellen, freundlichen Räumlichkeiten, die Wahrung der Privatsphäre, die ruhige und beruhigende Umgebung für ältere Notfallpatienten (dadurch Reduzierung von Delir etc.). Die räumlichen Möglichkeiten bieten die Option, Innovationen einzuführen und zu realisieren.

Worüber freuen Sie sich persönlich am meisten?

Lukas Brander: Es ist uns gelungen, ein sehr attraktives, topmodernes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden und Auszubildenden zu schaffen, die komplexe Infrastruktur hervorragend zu integrieren und viele innovative Lösungen zu realisieren.

Michael Christ: Ich freue mich über die Stärkung der Notfallmedizin und die damit verbundene Wertschätzung der Notfallversorgung an unserem Zentrumsspital, was unser Team zusätzlich motiviert.

Was ändert sich für die zuweisenden Kollegen?

Lukas Brander: Wir bieten intensivmedizinische Leistungen rund um die Uhr auf sehr hohem Niveau an. Den zuweisenden Kollegen inner- und ausserhalb des LUKS stehen wie bisher jederzeit Ansprechpartner auf Facharztniveau zur Verfügung.

Michael Christ: Die Abläufe für die zuweisenden Kollegen ändern sich kaum. Hauptsächlich profitieren die von uns versorgten Notfallpatienten, auch durch die Wahrung der Privatsphäre in separaten Zimmern.