Direkt zum InhaltDirekt zum Fussbereich

«Das Spital ist ein wichtiger Gesundheitsversorger in einer stark wachsenden Region»

Surseer Woche - Vor 50 Jahren, 1976, wurde das heutige Luzerner Kantonsspital (Luks) Sursee bezogen. Seither haben sich die wirtschaftlichen und medizinischen Rahmenbedingungen markant gewandelt. Diese Zeitung nutzt das Jubiläum für ein Interview mit dem ersten Verwaltungsdirektor, der aktuellen Standortleiterin und dem ärztlichen Leiter des Luks Sursee.
19. März 2026
Lesezeit: 11 Minuten
.jpg
Franz Elmiger, Yvonne Neff und Alessandro Wildisen (v. l.) auf der Dachterrasse des heutigen Luzerner Kantonsspitals Sursee. Den Blick auf den Sempachersee und die Zentralschweizer Berge werden Patientinnen und Patienten nur noch knapp zehn Jahre geniessen können.

Franz Elmiger, Sie waren der erste Verwaltungsdirektor des damals neuen Spitals in Sursee. Wie erlebten Sie den Umzug aus dem alten Bezirksspital in den Neubau vor 50 Jahren?

F. E.: Der Umzug war weniger schwierig, als man vielleicht denkt. Wir haben im Vorfeld geplante Untersuchungen und Eingriffe entsprechend gesteuert und die Belegung im alten Spital schrittweise reduziert. Viele Patientinnen und Patienten konnten bereits vorher nach Hause geschickt werden. Am Schluss waren noch zwölf Frauen mit ihren Kindern im Haus. So liess sich der Umzug gut organisieren. Anspruchsvoller war die Ausstattung des Neubaus. Dabei stellte sich die Frage, welche Einrichtungen aus dem alten Spital übernommen werden können und wie sich der Neustart im neuen Haus sinnvoll gestalten lässt.

Wie war das Spital damals organisiert? Welche Abteilungen gab es?

F. E.: Das Spital umfasste damals die Chirurgie, die Medizin sowie die Geburtshilfe und Gynäkologie. Die medizinische Abteilung war neu, und auch die Geburtshilfe wurde neu eigenständig geführt. Der Stellenplan lag damals bei 269,5 Stellen, gegen Ende meiner Tätigkeit waren es rund 350 Stellen.

Yvonne Neff, wie präsentiert sich der Standort Sursee heute? Wie viele Mitarbeitende arbeiten hier aktuell und wie ist das Spital organisiert?

Y.N. Am Standort Sursee arbeiten rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was fast 700 Vollzeitstellen entspricht, da viele Teilzeit arbeiten. Organisatorisch sind wir heute Teil der LUKS Gruppe. Das bedeutet, dass viele Fachbereiche standortübergreifend zusammenarbeiten und wir gemeinsame Qualitätsstandards nutzen. Gleichzeitig können wir auf die Kompetenzen des gesamten Verbunds zurückgreifen – von der wohnortnahen Grundversorgung bis zur hochspezialisierten Medizin. 

Der Standort Sursee zeichnet sich dabei durch eine überschaubare und familiäre Atmosphäre aus. 

Stichwort Medizin: Wie entwickelte und veränderte sich die medizinische Versorgung in den letzten 25 Jahren am Beispiel von Sursee, Alessandro Wildisen?

A.W.Das LUKS Sursee ist heute ein wichtiger Gesundheitsversorger in einer wirtschaftlich und demografisch stark wachsenden Region der Zentralschweiz. Diese Entwicklung lässt sich nicht nur an der Einwohnerzahl sondern auch an unseren Behandlungszahlen ablesen: Als ich hier begonnen habe, führten wir rund 3000 operative Eingriffe pro Jahr durch. Heute sind es rund 6300. Diese Verdopplung zeigt, wie stark sich die Medizin weiterentwickelt hat, und wie viel effizienter und spezialisierter wir heute arbeiten. 

Als Teil der LUKS Gruppe bieten wir hier eine breite medizinische Versorgung – von der wohnortnahen Grundversorgung bis zu spezialisierten Behandlungen, etwa in der Chirurgie und Viszeralchirurgie, der Inneren Medizin, der Onkologie oder im Herz- und Gefässbereich mit dem Herzkatheterlabor. Kurze Wege, eine rasche Notfallversorgung und moderne Diagnostik sorgen für effiziente Abläufe und eine hohe Versorgungsqualität. 

Sie erwähnten es: Es ist eine Tendenz weg von der stationären Behandlung hin zur ambulanten Behandlung festzustellen. Wie äussert sich das am Luzerner Kantonsspital Sursee konkret?

A.W.: Der Trend «ambulant vor stationär» ist auch am Standort Sursee deutlich spürbar. Dank medizinischem Fortschritt können heute viele Eingriffe ambulant oder mit deutlich kürzeren Spitalaufenthalten durchgeführt werden, die früher mehrere Tage im Spital erforderten.

Diese Entwicklung wurde in den letzten Jahren auch gesundheitspolitisch gefördert. Für uns bedeutete das, unsere Strukturen entsprechend weiterzuentwickeln. Viele Bereiche unseres Spitals waren ursprünglich auf eine stärker stationäre Medizin ausgerichtet, deshalb mussten Abläufe und Infrastruktur gezielt angepasst werden.

Heute profitieren die Patientinnen und Patienten von effizienteren Abläufen, kürzeren Aufenthalten und einer rascheren Rückkehr in ihr gewohntes Umfeld. Selbst bei grösseren Eingriffen, etwa bei einem Magenbypass oder beim Einsatz einer Hüftgelenkprothese, bleiben Patientinnen und Patienten heute oft nur noch ein bis zwei Tage stationär im Spital. 

F. E.: Zum Vergleich: Damals rechneten wir noch mit 196 Betten. Heute sind es noch rund 120 mit dreimal so vielen Patientinnen und Patienten. Wir hatten damals zwei Intensivstationen: die medizinische Überwachungsstation und die chirurgische Intensivstation.

Das ist eine eindrückliche Entwicklung. Gehen wir noch einmal zurück ins Jahr 1976 zur Eröffnung. Franz Elmiger, gab es noch weitere besondere Herausforderungen, die es zu bewältigen galt?

F.E. Vor der Eröffnung mussten wir zunächst das Personal rekrutieren. Viele Mitarbeitende begannen Anfang des Jahres gleichzeitig ihre Arbeit. Anschliessend organisierten wir Instruktionsveranstaltungen, teilweise im Personalrestaurant, weil andere Räume noch fehlten. Danach trainierten die Abteilungen während rund zwei Wochen die neuen Abläufe.

Für die Vorbereitung brauchten wir schliesslich etwas mehr Zeit als ursprünglich geplant. Mit Zustimmung des damals zuständigen Regierungsrats wurde der Starttermin um eine Woche verschoben, sodass der Spitalbetrieb am 26. Januar aufgenommen werden konnte.

neues projekt
«Damals rechneten wir mit 196 Betten. Heute sind es noch rund 120 mit dreimal so vielen Patientinnen und Patienten.»

Franz Elmiger, 1. Verwaltungsdirektor des Kantonsspital Sursee

Übrigens trug das Spital damals noch einen anderen Namen: Ursprünglich hiess es «Kantonales Bezirksspital». Das sorgte gelegentlich für Schmunzeln, da der Kanton Luzern gar keine Bezirke kennt. Der Name stammte jedoch vom Vorgängerspital, das ebenfalls als Bezirksspital bezeichnet wurde.

Gehen wir wieder zurück zur aktuellen Situation. Wir befinden uns heute in einem sehr anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Wie wirkte sich das in den letzten Jahren auf den Standort Sursee aus?

Y.N. Das Luzerner Kantonsspital Sursee steht – wie viele Spitäler – in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Die Tarife decken die steigenden Kosten nur teilweise, während Personal- und Sachkosten kontinuierlich zunehmen.

Aktuell dürfen wir uns über ein gutes Jahresergebnis freuen. Viele unserer Hausaufgaben haben wir bereits gemacht – dennoch müssen wir dranbleiben, denn der finanzielle Druck wird weiter steigen.

Eine besondere Herausforderung stellt der Fachkräftemangel dar, da eine qualitativ hochstehende Versorgung wesentlich vom verfügbaren und gut ausgebildeten Personal abhängt.

Hinzu kommt ein hoher Investitionsbedarf in moderne Infrastruktur, Digitalisierung und zeitgemässe Versorgungsmodelle. Auch die Verlagerung von stationären zu ambulanten Leistungen verändert die Finanzierungsbasis und erfordert strukturelle Anpassungen.

Für uns bedeutet das: Wir müssen effizient arbeiten, Prozesse laufend optimieren und Synergien nutzen, um die wohnortnahe Versorgung langfristig zu sichern. Das ist die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung – heute und in Zukunft. 

Wir haben drei Standorte im Kanton Luzern: Luzern, Sursee und Wolhusen. Da besteht doch sicher Potenzial für Synergien zwischen diesen Standorten. Wird das auch genutzt?

Y.N.: Ja, dieses Potenzial nutzen wir bereits heute innerhalb der LUKS Gruppe. Viele Fachbereiche arbeiten standortübergreifend zusammen, etwa in der Frauenklinik, Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie. Dadurch können wir Investitionen koordinieren und medizinische Leistungen gezielt bündeln.

Bestimmte Eingriffe werden an dem Standort durchgeführt, an dem die entsprechende Expertise besonders stark ist. Ein Beispiel sind spezialisierte Operationstage für bestimmte Frakturen, etwa Schlüsselbein- oder Vorderarmbrüche. Diese Eingriffe werden gebündelt am Standort Sursee durchgeführt. Dadurch entstehen mehr Routine und Qualität und dadurch Kosteneffizienz. Gleichzeitig profitieren die Patientinnen und Patienten oft von kürzeren Wartezeiten. Wenn beispielsweise ein früherer Termin in Sursee möglich ist, entscheiden sich viele Patientinnen und Patienten bewusst dafür, diesen Standort zu wählen.

Die Patientinnen und Patienten sind also flexibler geworden. Sursee ist gut gelegen und zentral, das ist sicher ein Vorteil.

F. E.: Früher war die Zusammenarbeit zwischen den Standorten noch deutlich aufwendiger. Ich erinnere mich, dass es manchmal länger dauerte, bis beispielsweise ein Pathologe aus Luzern vor Ort sein konnte. Die Wege und die Organisation waren damals einfach anders als heute.

A.W.: Es betrifft sowohl die Ärztinnen und Ärzte als auch die Patientinnen und Patienten. Entscheidend ist, dass beide zusammenfinden und die Behandlung dort erfolgt, wo die grösste Erfahrung, die beste Qualität oder die schnellste Lösung möglich ist. Dafür braucht es auf beiden Seiten eine gewisse Flexibilität.

F.E.: Mein Eindruck ist, dass heute die Zusammenarbeit viel enger und besser koordiniert ist. Damals war jeder Chefarzt vor allem für seine eigene Klinik verantwortlich. Der Austausch zwischen den Fachbereichen war entsprechend weniger intensiv. Heute ist die Zusammenarbeit viel enger. Verschiedene Disziplinen arbeiten stärker vernetzt zusammen und stimmen sich regelmässig ab – zum Vorteil der Patientinnen und Patienten. 

A.W.: Ja, absolut. Auch die Zusammenarbeit mit Belegärztinnen und Belegärzten erweitert unser medizinisches Spektrum. Sie bringen zusätzliche Expertise ein und sind zugleich wichtige Partner in der regionalen Versorgung.

Y.N.: Durch die Zusammenarbeit innerhalb der LUKS Gruppe können Ärztinnen und Ärzte ihre fachlichen Schwerpunkte standortübergreifend einbringen. So bündeln wir Kompetenzen. Für unsere Mitarbeitenden ist das ebenfalls ein Vorteil: Sie können ihre Expertise weiterentwickeln und in verschiedenen Settings einsetzen. Das trägt dazu bei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Spital zu binden. Eine Tätigkeit an einem kleinen Standort muss keine Einbahnstrassse sein und kann in Kombination mit dem Zentrumsspital eine sehr attraktive Aufgabe sein.

Die technologische Entwicklung schreitet ständig voran – siehe Robotik und künstliche Intelligenz. Es war auch schon zu hören: Wenn ein Roboter Operationen ausführt, könnte das auf Kosten der Übung und Routine des Menschen gehen. Wie sehen Sie das, und wie verändert sich dadurch das Verhältnis zwischen Arzt und Patient?

A.W.:Technologische Entwicklungen wie Digitalisierung, Robotik oder künstliche Intelligenz werden die Medizin in Zukunft stark prägen. Sie können Ärztinnen und Ärzte beispielsweise bei der Auswertung von Daten, bei der Planung von Eingriffen oder bei der Präzision während einer Operation unterstützen.

Ich bin jedoch überzeugt, dass diese Technologien den Menschen nicht ersetzen werden. Sie sind ein wichtiges Instrument, das uns unterstützt. Die Verantwortung für Diagnose und Behandlung bleibt weiterhin bei den Ärztinnen und Ärzten sowie beim Pflegepersonal.

Auch die Beziehung zwischen Arzt und Patient wird dadurch nicht ersetzt. Das persönliche Gespräch, das Vertrauen und das gemeinsame Abwägen von Behandlungsmöglichkeiten bleiben zentrale Elemente der Medizin.

Deshalb sehe ich diese Entwicklungen grundsätzlich positiv. Richtig eingesetzt können neue Technologien sogar dazu beitragen, Abläufe zu verbessern und mehr Zeit für das Wesentliche zu schaffen: die Betreuung der Patientinnen und Patienten.

neues projekt
«Technologische Entwicklungen wie Digitalisierung, Robotik oder künstliche Intelligenz werden den Menschen nicht ersetzen.»

Alessandro Wildisen, Ärztlicher Leiter des LUKS Sursee

Trotz aller technologischen Entwicklungen wird der Mensch, die Ärztin oder der Arzt, also auch in Zukunft noch gebraucht – als Bezugs- und Vertrauensperson für Patientinnen und Patienten. Wenn wir schon dabei sind, werfen wir noch einen weiteren Blick in die Zukunft, nämlich in Bezug auf den Standort Sursee. Da wird ja ein Neubau auf der Schwyzermatt in Schenkon geplant. Wird dieser zu betrieblichen Erleichterungen führen, was sich letztlich auch positiv auf die Finanzen auswirken würde?

Y.N . Ja, das ist der Plan. Das bestehende Spitalgebäude in Sursee stammt aus dem Jahr 1976 und wurde für eine ganz andere Zeit gebaut. Heute muss ein Spital komplett anderen Bedürfnissen gerecht werden. Wachsende Bevölkerungszahlen, kürzere Aufenthaltszeiten, die zunehmende Ambulantisierung sowie Fortschritte in Medizin, Digitalisierung und Technik stellen neue Anforderungen an Infrastruktur und Betrieb.

Moderne Medizin ist heute stark prozessorientiert organisiert. Patientinnen und Patienten durchlaufen klar definierte Behandlungspfade, die reibungslose Übergänge zwischen Notfall, Diagnostik, OP, Pflege und Nachsorge erfordern. Dafür braucht es kurze Wege, optimal aufeinander abgestimmte Funktionsbereiche und flexible Raumkonzepte. Hinzu kommt der Fachkräftebedarf, der effiziente Abläufe in funktionalen Gebäuden und attraktive Arbeitsplätze voraussetzt. Die baulichen Möglichkeiten stossen zunehmend an ihre Grenzen – sowohl bei der Notfallversorgung als auch im OP-Bereich, in Diagnostik und Infrastruktur.

Franz Elmiger, wie stehen Sie persönlich dem Neubau gegenüber – auf der grünen Wiese sozusagen? Sie haben ja viele Jahre auf dem Mariazellhügel verbracht, beruflich, mit wunderbarer Aussicht über den See und in die Alpen. Tut es nicht ein wenig weh, das zu hören?

F.E. Der heutige Standort ist natürlich mit dem See sehr schön gelegen. Ich erinnere mich gut daran, dass wir unseren Patientinnen und Patienten früher sogar Panoramakarten verteilten, damit sie die Umgebung entdecken konnten. Gleichzeitig muss man sagen, dass die räumlichen Voraussetzungen für einen modernen Spitalbetrieb heute nur noch bedingt geeignet sind. Ursprünglich war das Gebäude mit vier Stockwerken geplant, später kamen zwei weitere dazu. Das Spital ist zwar gut unterhalten und wurde immer wieder modernisiert, doch die Infrastruktur ist über die Jahre an verschiedenen Orten gewachsen.

Heute sind verschiedene Bereiche auf mehrere Gebäude verteilt – etwa Ambulatorien, Praxen oder diagnostische Einrichtungen. Das macht Abläufe komplexer und ist auf Dauer nicht ideal für einen modernen Spitalbetrieb.

neues projekt
«Wir planen heute ein Spital, das voraussichtlich in rund zehn Jahren in Betrieb geht und danach über mehrere Jahrzehnte genutzt wird.»

Yvonne Neff, Leiterin Standort Sursee des LUKS

A.W.: Für die zukünftige Entwicklung spielt auch der Arbeitsort eine wichtige Rolle. Gerade für die jüngere Generation ist entscheidend, dass ein Spital funktional geplant ist und viele Bereiche an einem Ort zusammenführt.

Moderne Arbeitsplätze, kurze Wege und eine gute Infrastruktur sind wichtige Faktoren, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Wenn wir an die nächsten 20 Jahre denken, wird hier eine neue Generation von Mitarbeitenden arbeiten und dafür braucht es eine Infrastruktur, die den Anforderungen der modernen Medizin entspricht.

F.E. Früher gab es in der Spitalplanung die Faustregel, dass ein Spital nach rund 25 Jahren umfassend angepasst werden muss. In Sursee hat man über die Jahre immer wieder modernisiert und erweitert. Trotzdem blieben die baulichen Grundstrukturen bestehen. Und diese lassen sich nur begrenzt an neue Anforderungen anpassen.

A.W.: In 20 Jahren werden sich Medizin aber auch die Patientenbedürfnisse – insbesondere durch die Alterung der Bevölkerung – deutlich verändern. Irgendwann stösst jede Infrastruktur an ihre Grenzen – sei es bei den Operationskapazitäten oder bei den räumlichen Möglichkeiten eines Spitals. Dann braucht es eine bauliche Weiterentwicklung, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Bis der Neubau bezugsbereit ist, dauert es noch einige Zeit. Aktuell sprechen wir davon, dass es voraussichtlich im Jahr 2034 so weit sein wird. Das ist ein sehr langfristiger Zeithorizont. Besteht da nicht die Gefahr, dass sich bis dann die Bedürfnisse und Anforderungen an ein neues Spital wieder verändert haben?

Y. N.: Das ist eine berechtigte Frage. Wir planen heute ein Spital, das voraussichtlich in rund zehn Jahren in Betrieb geht und danach über mehrere Jahrzehnte genutzt wird. Deshalb werden moderne Spitalbauten bewusst modular und zukunftsorientiert konzipiert.

Die Gebäude sind so geplant, dass sie sich an veränderte Anforderungen anpassen lassen – etwa durch flexible Raumstrukturen und technische Infrastruktur, die später erweitert oder angepasst werden können.

Natürlich lässt sich nicht jede medizinische Entwicklung heute bereits absehen. Gerade deshalb ist Flexibilität ein zentraler Bestandteil der Planung. Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, die sich auch in Zukunft an neue medizinische, technologische und organisatorische Anforderungen anpassen kann.

Interview als Podcast hören

Artikel teilen

Mehr zum Thema

Für LUKS-Newsletter anmelden

Wählen Sie Ihre Abonnements

War diese Seite hilfreich?