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Fatigue: Wenn Erschöpfung chronisch wird

Mehr als müde: Fatigue ist ein komplexes Leitsymptom, das Patientinnen und Patienten schwer belastet. Angesichts steigender Fallzahlen bietet das LUKS mit seiner spezialisierten Sprechstunde eine zentrale interdisziplinäre Anlaufstelle.
30. September 2026
Lesezeit: 2 Minuten
fatigue mg
Dr. med. Lara Diem, Leitende Ärztin, Klinik für Neurologie und Neurorehabilitation, während einer Fatigue-Sprechstunde.

Fatigue tritt häufig als Begleiterscheinung chronischer Erkrankungen auf, etwa in der Onkologie oder Neurologie (z.B. Multiple Sklerose). In den letzten Jahren haben infektionsbedingte Krankheitsbilder wie Post-Covid zu einem signifikanten Anstieg der Zahl der Betroffenen geführt. Bei schweren Verläufen kann sich aus der Fatigue das eigenständige Krankheitsbild Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) entwickeln. Dieses geht oft mit einer massiven Einschränkung der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit einher.

Die diagnostische Herausforderung

Fatigue ist ein subjektives Empfinden, es existieren keine spezifischen Biomarker. Entsprechend bleibt die Abklärung anspruchsvoll. Besonders wichtig ist die Differenzierung zwischen einer depressiven Episode und Fatigue beziehungsweise ME/CFS. Ein Kardinalsymptom für ME/CFS ist die Post-Exertional Malaise (PEM): Eine oft zeitversetzte Verschlechterung des Zustands bereits nach geringer körperlicher oder mentaler Belastung. Wichtig ist zudem, mögliche behandelbare Ursachen wie Anämien, endokrinologische Störungen oder Mangelerscheinungen auszuschliessen und eine klare Diagnose zu stellen. Informationen für Zuweisende Die Sprechstunde versteht sich als Partnerin für die Grundversorgung. Ziel ist es, Betroffene frühzeitig zu erfassen, zu stabilisieren und ihnen konkrete Instrumente für den Alltag mitzugeben.

Das Angebot der Fatigue-Sprechstunde

Das LUKS verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, um der Komplexität dieser Fälle gerecht zu werden:

  • Systematische Diagnostik: Erfassung der Symptomatik, inklusive Screening auf PEM und Abgrenzung von Differenzialdiagnosen.
  • Interdisziplinäre Vernetzung: enge Zusammenarbeit zwischen Neurologie, Psychosomatik, Neuropsychologie, Ergotherapie, Physiotherapie und bei Bedarf weiteren Fachgebieten.
  • Individuelles Management: Vermittlung von Strategien wie «Pacing» (konsequentes Energiemanagement zur Vermeidung von Crashs), was insbesondere bei ME/CFS Verdacht entscheidend ist.

Merkblätter für Betroffene

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Anmeldungen

Anmeldungen können direkt über das LUKS-Zuweiserportal oder per E-Mail an neurozentrum.luzern@luks.ch
erfolgen. Bitte legen Sie Vorbefunde (Labor, kardiologische/pneumologische Abklärungen) bei, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden.

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