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Gesundheitstipp: Der Grüne Star entwickelt sich schleichend

Klare Farben, scharfes Sehen – unsere Augen leisten täglich Enormes. Doch was, wenn die Sehkraft unmerklich nachlässt? Häufig steckt der Grüne Star (Glaukom) dahinter. PD Dr. med. Frank Bochmann, Leiter der Glaukomabteilung an der Augenklinik am LUKS Luzern, erklärt, worauf zu achten ist.
10. Dezember 2025
Lesezeit: 2 Minuten
Bochmann Frank WebseiteBanner
PD Dr. med. Frank Bochmann, Leiter der Glaukomabteilung an der Augenklinik am LUKS Luzern

Der Grüne Star ist eine Erkrankung des Sehnervs. Ein zentraler Risikofaktor ist ein erhöhter Augendruck, aber auch familiäre Vorbelastungen sowie Kurzsichtigkeit können ein Glaukom begünstigen.

Das Tückische daran: Das Glaukom verursacht keine Schmerzen und entwickelt sich langsam. In frühen Stadien bleibt es meist unbemerkt. Selbst wenn das Sichtfeld auf einem Auge eingeschränkt ist, kann das andere Auge dies lange ausgleichen.
«Die Einschränkungen betreffen oft den Rand des Sichtfelds. Bis das Sehen deutlich beeinträchtigt ist, ist die Erkrankung bereits fortgeschritten – und dann ist es leider meist zu spät», erklärt PD Dr. med. Frank Bochmann.

Regelmässige Kontrollen sind entscheidend

Um ein Glaukom frühzeitig zu erkennen, sind Untersuchungen beim Augenarzt oder der Augenärztin essenziell. Dabei werden der Augendruck gemessen und der Sehnerv gründlich beurteilt.

Wird ein Glaukom früh diagnostiziert, kann die Erkrankung behandelt und ein Fortschreiten verlangsamt werden. Zwar lässt sich der Grüne Star nicht heilen, doch seine Entwicklung kann gebremst werden.
Handelt es sich um ein schnell fortschreitendes Glaukom, sollte es unbedingt behandelt werden. Stabile oder sehr langsam verlaufende Glaukome müssen regelmässig beobachtet und gemeinsam mit dem Augenarzt beziehungsweise der Augenärztin besprochen werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Ziel jeder Therapie ist es, den Augendruck zu senken. «Das kann mittels Laserbehandlung oder mit Augentropfen erfolgen. Wenn damit der Augendruck nicht ausreichend gesenkt werden kann oder die Tropfen nicht vertragen werden, kommt in seltenen Fällen auch eine Operation in Frage», so Bochmann.

Wöchentlicher Podcast

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar.  

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