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Gesundheitstipp: Kinderwunsch – und wenn es nicht sofort klappt

Ein eigenes Kind zu haben, ist für Viele ein grosser Wunsch. Doch nicht immer tritt eine Schwangerschaft so schnell ein wie erhofft. Dank grosser Fortschritte in der Medizin gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu unterstützen. Prof. Dr. med. Alexandra Kohl Schwartz, Co-Chefärztin Reproduktionsmedizin am Luzerner Kantonsspital, erklärt die häufigsten Ursachen und welche Behandlungen möglich sind.
19. August 2026
Lesezeit: 2 Minuten
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Prof. Dr. med. Alexandra Kohl Schwartz, Co-Chefärztin Reproduktionsmedizin am Luzerner Kantonsspital

Warum eine Schwangerschaft ausbleiben kann

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist gar nicht mal so selten. In der Schweiz ist rund jedes sechste Paar betroffen. Ein häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch ist, dass sich die Familienplanung in eine spätere Lebensphase verschiebt. Die Fruchtbarkeit nimmt ab dem 35. Lebensjahr deutlich ab. Dies ist auch ein Grund für die sinkenden Geburtenraten in westlichen Ländern. In der Schweiz liegt die Kinderzahl pro Frau aktuell bei 1,3.

Daneben gibt es weitere mögliche Ursachen. Beim Mann kann beispielsweise eine eingeschränkte Spermienqualität eine Rolle spielen. Manchmal liegen die Gründe bei beiden Personen, und in manchen Fällen lässt sich keine konkrete Ursache feststellen.

Die Ursachen gezielt abklären

Bei unerfülltem Kinderwunsch empfiehlt es sich, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. «Wenn ein Paar zu uns ins Kinderwunschzentrum kommt, führen wir zuallererst ein einführendes Gespräch, wo wir die Ursachen besprechen», so Prof. Dr. med. Alexandra Kohl Schwartz. Im Anschluss folgen weitere Untersuchungen. Dazu gehört beispielsweise die Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter mittels Ultraschall. Beim Mann werden eine Spermienanalyse und gegebenenfalls eine urologische Untersuchung durchgeführt.

Individuelle Behandlung statt Standardlösung

Sobald die Ursache bekannt ist, wird die weitere Betreuung individuell geplant. «Unsere Devise ist so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig einzugreifen», sagt Kohl Schwartz. Manchmal reicht es aus, den Eisprung auszulösen oder die Spermien direkt in die Gebärmutter einzuführen. Diese Behandlungen werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Welche Möglichkeiten die Reproduktionsmedizin bietet

In anderen Fällen ist eine künstliche Befruchtung notwendig. Dabei werden Eizellen entnommen und im Labor mit Spermien befruchtet. Dies kann mit oder ohne Hormonstimulation erfolgen.

Wer den Kinderwunsch zu einem späteren Zeitpunkt verwirklichen möchte, kann zudem Eizellen nach einer hormonellen Stimulation gewinnen und einfrieren lassen. Dieses Verfahren wird als Social Freezing bezeichnet.

Wöchentlicher Podcast

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar.  

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