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Gesundheitstipp: Wenn Gelenkschmerzen nicht nachlassen

Ein Ziehen im Ellbogen, Schmerzen in der Schulter oder Beschwerden am Knie verschwinden trotz Therapie nicht: Gelenkbeschwerden können Betroffene über lange Zeit begleiten. Doch woher kommen diese Schmerzen – und was kann helfen, wenn herkömmliche Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg bringen? Prof. Dr. med. De-Hua Chang, Chefarzt Interventionelle Radiologie am Luzerner Kantonsspital, erläutert mögliche Ursachen und eine moderne Behandlungsoption.
23. Juli 2026
Lesezeit: 2 Minuten
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Prof. Dr. med. De-Hua Chang, Chefarzt Interventionelle Radiologie am Luzerner Kantonsspital

Verschleiss oder Überlastung

Wer unter anhaltenden Gelenkschmerzen leidet, sollte zunächst die Ursache abklären lassen. Eine häufige Diagnose ist Arthrose – der Verschleiss von Gelenken. «Diese entsteht häufig altersbedingt, kann sich aber auch nach früheren Verletzungen entwickeln», führt Prof. Dr. med. De-Hua Chang weiter aus.

Beschwerden betreffen jedoch nicht nur ältere Menschen. Auch jüngere Patientinnen und Patienten können durch wiederholte Überlastung Schmerzen an Sehnen und Gelenken entwickeln. Dazu zählen unter anderem der Tennisellbogen oder Beschwerden an der Achillessehne.

Warum Schmerzen bleiben können

Manchmal verschwinden die Beschwerden trotz konservativer Behandlungen nicht. «Heute wissen wir, dass auf mikroskopischer Ebene der chronische Entzündungsreiz eine Rolle spielen kann», so Chang. Dabei bilden sich an den betroffenen Stellen kleinste Gefässe. Diese können wiederum zum Einwachsen von Nervenzellen führen und dadurch Schmerzen verursachen. In solchen Fällen kann eine Gelenkembolisation in Betracht gezogen werden.

Den Schmerz gezielt behandeln

Bei einer Gelenkembolisation wird über eine lokale Betäubung ein kleiner Katheter ins Gefässsystem gesetzt. Anschliessend werden die krankhaften Gefässe aufgesucht und gezielt behandelt.

«So können wir uns auf die Suche nach den auffallenden Gefässen machen, diese mit kleinsten Partikeln wieder verschliessen und den Teufelskreis unterbrechen», erklärt Chang.

Zwischen konservativer Therapie und Gelenkersatz

Wenn konservative Therapien keine Wirkung zeigen, die Gelenkschmerzen nicht nachlassen oder schlaflose Nächte bereiten, sollte man dies weiter abklären lassen.

Gerade wenn bei Kniearthrose die Frage nach einem künstlichen Kniegelenk aufkommt, kann eine Gelenkembolisation eine gute Lösung darstellen. «Da steht die Gelenkembolisation zwischen den bisher umgesetzten Massnahmen und einem Knieersatz», so Chang.

Wöchentlicher Podcast

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar.  

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