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Kinderschutzgruppe: Schutz für Kinder, Hilfe für Eltern und Familien

Im Kanton Luzern gibt es Unterstützungsangebote für Eltern, die sich unsicher oder überfordert fühlen in der Betreuung ihrer Kinder. Am Kinderspital Zentralschweiz (KidZ) des Luzerner Kantonsspital (LUKS) ist zudem eine Kinderschutzgruppe tätig. Wie wichtig die Arbeit dieser Gruppe ist, zeigen die aktuellen Zahlen. In diesem Jahr wurden bisher 198 Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Es ist davon auszugehen, dass die Fallbelastung weiterhin hoch bleiben und in der Tendenz weiter zunehmend sein wird.
23. Dezember 2025
Lesezeit: 2 Minuten
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Im Auftrag des Kantons Luzern setzt sich die Kinderschutzgruppe des KidZ für den Schutz gefährdeter Kinder und Jugendlicher ein. Ihr Fokus liegt auf der Erkennung und Prüfung von Verdachtsfällen sowie der Einleitung allfällig notwendiger Massnahmen bei einer potenziellen Kindeswohlgefährdung. Etwa die Hälfte der Fälle betrifft Vernachlässigung. Andere Gefährdungsbereiche sind körperliche oder psychische Misshandlung, pränatale Gefährdungen oder sexueller Missbrauch. In mehr als zwei Drittel der Fälle konnte die Kindesmisshandlung als gesichert oder wahrscheinlich angesehen werden. In den restlichen Fällen bedurfte es zum Teil aufwändiger weiterführender Abklärungen durch die Kinderschutzgruppe und andere involvierte Institutionen, um die Situationen zu klären und die Kinder sowie deren Familien unterstützen zu können. 

Im Zentrum der Arbeit der Kinderschutzgruppe steht immer das Wohl und die gesunde Entwicklung jedes Kindes. Verschiedene Fachleute aus den Bereichen Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Sicherheitsdienst und Psychologie arbeiten in dieser Gruppe eng zusammen, um Kinder und Familien in schwierigen Situationen zu unterstützen. Das Ziel ist es, mögliche Belastungen und Gefährdungen früh zu erkennen, Ressourcen zu stärken und geeignete Massnahmen zum Schutz und Wohl des Kindes einzuleiten. Dazu führen Mitglieder der Kinderschutzgruppe zahlreiche Gespräche mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen, deren Eltern, dem Behandlungsteam und weiteren Institutionen. Gemeinsam mit den Eltern und weiteren Fachstellen werden Wege gesucht, um Familien zu entlasten, Schutzfaktoren zu fördern und nachhaltige Lösungen zu finden. Wenn nötig, arbeitet die Kinderschutzgruppe auch eng mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) zusammen. Dabei ist es wichtig, Kindeswohlgefährdungen abzuwenden und nachhaltig Risikofaktoren für die Gefährdung zu verändern.

Darüber hinaus berät die Kinderschutzgruppe auch externe Fachpersonen, beispielsweise Kinderarztpraxen, und unterstützt sie bei Fragen rund um den Kinderschutz. 

Wichtig zu wissen ist für Eltern, die sich unsicher oder überfordert fühlen, dass im Kanton Luzern diverse Beratungsangebote zur Verfügung stehen.

Mütter- und Väterberatung: Für Eltern mit Kindern bis 5 Jahre

Telefon 041 208 73 33, Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr erreichbar, mvb@stadtluzern.ch

Jugend- und Familienberatung Contact: Kostenlose Anlaufstelle für Jugendliche, Eltern & Familien

Telefon: 041 208 72 90, Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr erreichbar, info@contactluzern.ch

Elternnotruf: 24-Stunden-Hilfe für Eltern bei Erziehungsfrage, Krisen, Gewaltgefahr

Telefon 0848 35 45 55, 24/7 erreichbar, 24h@elternnotruf.ch

Pro Juventute Elternberatung: Elternfragen zu Erziehung, Organisation, Entwicklung

Telefon 058 261 61 61, 24/7 erreichbar, elternberatung@projuventute.ch

Pro Juventute: Hilfe für Jugendliche 

Telefon 147, 24/7 erreichbar

Opferberatungsstelle Kanton Luzern: anonyme und kostenlose Beratung von Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren, sowie deren Angehörige oder Bezugspersonen, die durch eine Straftat körperlich, sexuell oder psychisch verletzt worden sind. 

Telefon 041 228 74 00, 24/7 erreichbar

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