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LUKS vierfach als Referenzzentrum für seltene Erkrankungen anerkannt

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) baut seine führende Rolle in der Versorgung von Menschen mit seltenen Krankheiten weiter aus: Die Nationale Koordination Seltene Krankheiten (kosek) hat das LUKS neu als Referenzzentrum in gleich vier spezialisierten Bereichen anerkannt – für seltene neurologische Erkrankungen, seltene endokrine Erkrankungen, seltene Lebererkrankungen sowie für seltene genetische Entwicklungsstörungen.
25. März 2026
Lesezeit: 2 Minuten
johannes roth zsk
PD Dr. med. Johannes Roth, Leiter Zentrum für seltene Krankheiten

Seltene Krankheiten betreffen jeweils rund 5 von 10'000 Menschen. Obwohl etwa 8'000 seltene Krankheitsbilder bekannt sind, haben Betroffene häufig Schwierigkeiten, Zugang zu spezialisierter medizinischer Expertise zu finden. Referenzzentren sollen diese Versorgungslücke schliessen, indem sie umfassendes fachliches Wissen bündeln und Patientinnen und Patienten sowie zuweisende Ärztinnen und Ärzte gezielt unterstützen.

Neue Anlaufstellen für komplexe Krankheitsbilder

Die vier neuen Referenzzentren am LUKS bieten eine hochspezialisierte Betreuung für Personen, bei denen bereits eine seltene Erkrankung aus den entsprechenden Fachgebieten diagnostiziert wurde. Die Teams vereinen jeweils Expertinnen und Experten aus Neurologie, Endokrinologie, Gastroenterologie/Hepatologie mit ihren pädiatrischen Pendants sowie aus Humangenetik und weiteren Disziplinen. Dadurch ist eine umfassende, interdisziplinäre Betreuung vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter sichergestellt. Im Jahr 2025 hat das LUKS bereits die Anerkennung als Referenzzentrum für seltene immunologische Krankheiten sowie seltene inflammatorische Bindegewebskrankheiten erhalten. 

Unverändert bleibt die zentrale Aufgabe des bestehenden Zentrums für seltene Krankheiten: Patientinnen und Patienten, bei denen der Verdacht auf eine seltene Krankheit besteht, den Weg zur richtigen Diagnose zu ermöglichen.

«Die Anerkennung weiterer Referenzzentren bestätigt unsere kontinuierliche Arbeit zum Wohl von Menschen mit seltenen Erkrankungen», erklärt PD Dr. med. Johannes Roth, Leiter Zentrum für seltene Krankheiten am LUKS.

Vernetzt in der ganzen Schweiz

Die neu anerkannten Referenzzentren arbeiten eng im schweizweiten Netzwerk der kosek mit weiteren Zentren, Fachpersonen und Betroffenenorganisationen zusammen. Gemeinsame Sprechstunden, abgestimmte diagnostische und therapeutische Standards sowie der regelmässige Austausch im Netzwerk tragen dazu bei, die Versorgungsqualität langfristig zu stärken.

«Die Ernennung von gleich vier Referenzzentren ist eine wertvolle Anerkennung für die engagierte Arbeit unserer Teams», sagt PD Dr. med. Johannes Roth. «Sie bestätigt unseren Einsatz für eine hochwertige, spezialisierte und wohnortnahe Versorgung. Wir freuen uns darauf, die Behandlung und Begleitung von Kindern und Erwachsenen mit seltenen Krankheiten gemeinsam weiterzu­entwickeln.»

 

Mehr Informationen unter www.kosekschweiz.ch sowie unter Zentrum für seltene Krankheiten | Luzerner Kantonsspital

Detaillierte Angaben zu den Referenzzentren sowie deren Netzwerk unter Netzwerke und Referenzzentren

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