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Patientensicherheit beginnt beim Prozess: Ein Blick in die Endoskopie des LUKS Sursee

Am LUKS Sursee wurde 2025 die Aufbereitung der Endoskopie umfassend erneuert – mit modernster Technik und standortübergreifend harmonisierten Abläufen. Im Interview erklärt Cornelia Bühlmann, Fachverantwortliche Endoskopie, wie sie und ihr Team die steigenden externen Anforderungen umsetzen und damit Sicherheit, Vertrauen und Verlässlichkeit schaffen.
30. April 2026
Lesezeit: 3 Minuten
luks gb  sursee
Cornelia Bühlmann, Fachverantwortliche Endoskopie in der Gastroenterologie am LUKS Sursee
„Qualität entsteht dort, wo Technik, Standards und Kompetenz zusammenkommen.“

Cornelia Bühlmann, Fachverantwortliche Pflege Endoskopie

Cornelia, Sie sind Fachverantwortliche Endoskopie in der Gastroenterologie am LUKS Sursee. Was umfasst Ihre Rolle? 

Nebst meiner klinischen Tätigkeit als Pflegefachfrau HF gehören die Weiterentwicklung von Standards und Abläufen, die Organisation von Schulungen für unser Team sowie die aktive Mitarbeit zur stetigen Optimierung der Behandlungsqualität zu meinen Aufgaben. Zudem bin ich für die Endoskopieaufbereitung mitverantwortlich. Das heisst, ich stelle sicher, dass unsere Geräte nach jeder Untersuchung standardisiert hygienisch und technisch einwandfrei aufbereitet werden. Die Qualität dieser Prozesse ist entscheidend für die Patientensicherheit und für einen reibungslosen Ablauf. Ausserdem bin ich für die Materialverwaltung verantwortlich. 

Im Jahr 2025 wurde die Endoskopieaufbereitung in Sursee erneuert. Was hat sich verändert? 

Im Rahmen der Modernisierung wurden umfassende bauliche Massnahmen umgesetzt und ein Grossteil der Infrastruktur erneuert. Dazu gehören High-Tech-Geräte für die Reinigung und Aufbewahrung der Endoskope. Neu gibt es eine räumlich klar getrennte Schmutz- und Sauberzone. Reinigungsmaschinen trennen die beiden Bereiche. Die Vorbereitung der Instrumente erfolgt in der Schmutzzone. Vorgereinigte Instrumente werden in die Reinigungsmaschine gegeben und nach dem Reinigungsprozess im Sauberraum entnommen, in dem moderne Trockenschränke zur Verfügung stehen. Die gereinigten Endoskope werden dort für die nächste Behandlung nach höchsten hygienischen Standards gelagert. Parallel zu den baulichen Massnahmen wurden auch die Prozesse optimiert und mit denen am LUKS Luzern harmonisiert.

Was war der Auslöser für diese Erneuerung? 

Wir wollen uns kontinuierlich verbessern und unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche und modernste Versorgung bieten. Ausserdem steigen die regulatorischen Anforderungen stetig. Spitäler müssen heute deutlich höhere Standards bei Ausstattung, Prozessen und Weiterbildung des Personals erfüllen als früher. Die Anforderungen werden durch Inspektionen von Swissmedic, der schweizerischen Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel, streng geprüft. Qualität entsteht dort, wo Technik, Standards und Kompetenz zusammenkommen. Seit mehreren Jahren unterstützt uns deshalb unser Qualitätsmanagement dabei, Prozesse regelmässig zu überprüfen und an die neuesten Standards anzupassen. Das Qualitätsmanagement führt in unserer Abteilung beispielsweise zusammen mit der Infektiologie regelmässig interne Auditierungen durch. So erkennen wir, wo unser Potential liegt, und können Weiterentwicklungen initiieren. 

Welche Vorteile bringt das für die Patientinnen und Patienten? 

Der Nutzen ist klar: mehr Sicherheit. Jede Untersuchung kann unter bestmöglichen hygienischen und technisch unterstützten Bedingungen durchgeführt werden. Das gibt sowohl den Patientinnen und Patienten als auch uns Mitarbeitenden ein gutes Gefühl.

Wie wird sichergestellt, dass das Team auf dem neuesten Stand bleibt? 

Alle Kolleginnen und Kollegen sind verpflichtet jährlich Fortbildungen zu besuchen. Sie halten ihr Wissen aktuell und nutzen weiter auch fachliche Austausche mit anderen Kliniken. Das ist wichtig, denn die Anforderungen von Swissmedic und anderen Fachgremien entwickeln sich ständig weiter. Nur so können wir gewährleisten, dass wir immer nach den neuesten Standards arbeiten.

Sie haben die Harmonisierung mit Luzern erwähnt. Was bedeutet das konkret? 

Wir arbeiten nun mit derselben technischen Ausstattung wie am Standort Luzern. Das erleichtert nicht nur die Prozesse, sondern ermöglicht auch, dass Fachpersonal standortübergreifend eingesetzt werden kann. Das schafft Flexibilität und stärkt die Zusammenarbeit innerhalb der LUKS Gruppe.

Was bedeutet Ihnen persönlich das Thema Qualität? 

Qualität bedeutet für mich, dass wir unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung bieten. Es geht um Vertrauen, Sicherheit und Verlässlichkeit. Dass wir die Endoskopieaufbereitung auf dem modernsten Stand haben, ist ein grosser Schritt – und wird von allen Beteiligten sehr geschätzt.

 

Dieses Porträt ist im Rahmen des Jahresberichts 2025 erschienen. Mehr zum Jahresbericht 2025 der LUKS Gruppe und weitere spannende Porträts finden Sie unter: luks.ch/jahresbericht 

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