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Strahlenschutz im klinischen Alltag: Patienten- und Mitarbeitersicherheit als oberstes Ziel

Röntgenstrahlung spielt in der modernen Medizin eine zentrale Rolle, gleichzeitig erfordert ihr Einsatz besondere Sorgfalt. Zudem darf jede medizinische Röntgenanlage nur mit einer behördlichen Bewilligung betrieben werden. Daher stellte die Fachstelle für Medizinphysik, Strahlenschutz und künstliche Intelligenz des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) die Bewilligung für den Betrieb medizinischer Röntgenanlagen in den Mittelpunkt der diesjährigen Zentralschweizer Strahlenschutz-Jahresveranstaltung.
29. Dezember 2025
Lesezeit: 2 Minuten
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Die Fachstelle Medizinphysik, Strahlenschutz und künstliche Intelligenz LUKS (v.l.): Nicole Herger, Natalia Saltybaeva, Thiago Lima, Sandra Ilic, Carlos Gomes

Am LUKS Sursee fand Mitte November 2025 die zweite Zentralschweizer Strahlenschutz-Jahresveranstaltung für Fachpersonen statt. Organisiert von der Fachstelle für Medizinphysik, Strahlenschutz und künstliche Intelligenz des LUKS, stand in diesem Jahr die Bewilligung für den Betrieb medizinischer Röntgenanlagen im Mittelpunkt. Warum eine solche Bewilligung benötigt wird, was in diesen Bewilligungen konkret zu finden ist und auf welcher Grundlage diese ausgestellt (oder verweigert) werden – die LUKS Fachstelle lieferte mittels unterschiedlicher Referate und interaktiver Workshops Antworten auf diese Fragen.

Fachwissen aus erster Hand 

Reto Treier, Co-Sektionsleiter Strahlentherapie und medizinische Diagnostik beim Bundesamt für Gesundheit, erklärte die rechtlichen Grundlagen und den Ablauf des Bewilligungsprozesses für medizinische Röntgenanlagen. Dabei stellte er auch das digitale System Radiation Portal Switzerland vor, über das Gesuche eingereicht und Bewilligungen verwaltet werden. Im Anschluss erinnerte er an zentrale Rollen und Verantwortlichkeiten im Strahlenschutz.  

Severin Steck von der Personendosimetriestelle Pedos AG erläuterte die Funktion und Auswertung von Ganzkörperdosimetern, wie sie von beruflich strahlenexponierten Personen getragen werden. Er veranschaulichte, weshalb es klare Regeln für den Umgang und die Lagerung von Dosimetern gibt und wie eine allfällige Exposition von Mitarbeitenden korrekt gemessen wird. Dieses Wissen führt zu mehr Sicherheit im Alltag der Mitarbeitenden. 

Besonders geschätzt wurde die praxisnahe und interaktive Gestaltung des Programms. Mitarbeitende der LUKS Fachstelle führten die Teilnehmenden Schritt für Schritt durch die Berechnung eines Strahlenschutzplans und gaben Einblicke in ihre tägliche Arbeit gemäss Strahlenschutzverordnung. Anhand von Bildmaterial wurde zudem aufgezeigt, wie bauliche Strahlenschutzmassnahmen überprüft werden können.  

Patientensicherheit und Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden

Die Veranstaltung stärkt den Austausch zwischen den Strahlenschutz-Sachverständigen in der Zentralschweiz. Für Patientinnen und Patienten wie auch für beruflich strahlenexponierte Mitarbeitende bedeutet dies einen klaren Mehrwert: Untersuchungen mit Röntgenstrahlung erfolgen unter höchsten Sicherheitsstandards, basierend auf gemeinsamer Expertise und klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Interdisziplinäre Kompetenz am LUKS 

Die Fachstelle Diagnostische Medizinphysik, Strahlenschutz und künstliche Intelligenz am LUKS widmet sich der fortschrittlichen Anwendung von physikalischen Prinzipien und Technologien im Bereich der medizinischen Bildgebung sowie nuklearmedizinischer Therapien. 

Ihre Schwerpunkte sind:

  • die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen im Strahlenschutz
  • die Unterstützung und Anwendung der Medizinphysik
  • die Implementierung innovativer KI-gestützter Tools in der klinischen Praxis und Forschung
  • die Anwendung von physikalischen Prinzipien und Technologien in allen Bereichen der Bildgebung zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken

Das interdisziplinäre Team vereint Expertise aus Medizinphysik, Radiologie, Strahlenschutz sowie Informatik. Es arbeitet gemeinsam daran, die klinische Versorgung und Sicherheit kontinuierlich zu verbessern. 

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