Innovationen in der Pflege: Einblick in die LUKS-Projekte
UNIT-Einheiten Pflege
UNIT ist unser neues Pflegearbeitsmodell, eine Pflegefachperson die Verantwortung für eine klar definierte Patientengruppe übernehmen. Eine diplomierte Pflegefachperson trägt die vollumfängliche pflegerische Verantwortung innerhalb ihrer Unit – von Aufnahme bis Austritt.
Damit wollen wir wieder näher ans Kerngeschäft Pflege: weniger Schnittstellen, weniger Fragmentierung, mehr Zeit direkt bei den Patientinnen und Patienten. Das Projekt wird wissenschaftlich von der FHNW begleitet und als Pilot auf ausgewählten Stationen umgesetzt – so testen wir ein innovatives Modell, das Pflegequalität, Patientensicherheit und Berufszufriedenheit nachhaltig stärken soll.
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Melde dich gerne via Mail direkt bei Ingrid Oehen (ingrid.oehen@luks.ch)
Ausbildungs-Units
Die Ausbildungs-Units optimieren die Praxis-Ausbildung. HF-Studierende führen 1–2 Units (Aufbau-/Diplomjahr oder FH 3./4. Jahr) und üben echte Verantwortung aus – mit einer Berufsbildnerin als verlässlicher Unterstützung im Hintergrund.
Sie erleben ein authentisches Arbeitsumfeld: Sie betreuen Patientinnen und Patienten ganzheitlich und wachsen kompetent sowie eigenverantwortlich.
FaGe-Lernende und Studierende im Basisjahr arbeiten im Tandem mit einer Pflegefachperson und haben eine feste Ansprechperson – für einen sicheren und motivierenden Berufseinstieg.
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Melde dich gerne via Mail direkt bei Ingrid Oehen (ingrid.oehen@luks.ch)
Smart PEP (Teilautomatisierte Dienstplanung)
SmartPEP revolutioniert die Dienstplanung bei uns im LUKS: Als smarte App für automatisierte Dienstpläne sorgt my Polypoint für faire, transparente und effiziente Einsatzplanung – ganz ohne endlose Excel-Tabellen.
Die Basis-Version plant präzise unter Berücksichtigung von Vorlieben und Verfügbarkeiten, während smarPEP (KI) Rahmenbedingungen wie Teams und Fachgruppen optimal berücksichtigt.
Das spart Zeit, reduziert Frustration und macht die Pflegeplanung zukunftssicher: Mehr Fokus auf Patienten, weniger auf Papierkram.
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Melde dich gerne via Mail direkt bei Tatjana Richter (tatjana.richter@luks.ch)
Zentrale Dienstplanung
Die Zentrale Dienstplanung vereinfacht die Dienstplanung in unserer der Pflege. Als LUKS pilotieren wir ein zentrales Expertenteam, das Dienstpläne für die gesamte Gruppe digital mit Tools wie smartPEP und myPolypoint erstellt – startend auf ausgewählten Stationen in Chirurgie und Medizin.
Mitarbeitende profitieren von fairer Berücksichtigung ihrer Präferenzen, weniger Administrationsaufwand und stabileren Teams durch optimierte Ressourcennutzung.
Ein begleitendes Change-Management mit Feedback-Runden sichert Akzeptanz und kontinuierliche Verbesserung dieses innovativen Prozesses
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Melde dich gerne via Mail direkt bei Tatjana Richter (tatjana.richter@luks.ch)
Virtual Care
Virtual Care verbindet digitale Technologien mit patientenzentrierter Betreuung. Das Luzerner Kantonsspital betreibt eine Virtual Care Unit (VCU). Dort werden Patientinnen und Patienten stationär rund um die Uhr medizinisch und pflegerisch beaufsichtigt.
Verschiedene Elemente werden schrittweise eingeführt. Dazu gehören stationäres Remote Monitoring (z. B. Telemetrie mit EKG), Tele-Neonatologie, Telesitting, Hospital@Home und Wearables. Alle Systeme sind mit unserem Klinikinformationssystem Epic verknüpft.
Virtual Care Nurses entlasten die Teams vor Ort. Sie steigern die Versorgungsqualität und ermöglichen kürzere Spitalaufenthalte. Partner wie Epic und NESA unterstützen die Umsetzung.
Die Kamerabilder werden als Live-Stream übertragen. Es erfolgt keine Speicherung der Aufnahmen. Der Zugang zum Beaufsichtigungsraum ist ausschließlich berechtigten Personen vorbehalten.
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Melde dich gerne per Mail bei Antonio Brahizinho (antonio.brahizinho@luks.ch).
Telesitting
Telesitting ermöglicht die sichere Beaufsichtigung von Patientinnen und Patienten aus der Distanz. Am Luzerner Kantonsspital kommt das System zum Beispiel bei Schlaganfallpatientinnen und -patienten in der Neurorehabilitation zum Einsatz.
Virtual Care Nurses beaufsichtigen die Situation aus einer zentralen Einheit heraus. Sie können bei Bedarf sofort reagieren. Dadurch werden Pflegeteams gezielt entlastet und Qualitätsstandards wie ST. Reha eingehalten.
Die Kamerabilder werden als Live-Stream übertragen. Es erfolgt keine Speicherung der Aufnahmen. Der Zugang zum Beaufsichtigungsraum ist ausschließlich berechtigten Personen vorbehalten.
Weitere Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise für Sitznachtwachen im Spital, werden geprüft und schrittweise umgesetzt.
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Melde dich gerne per Mail direkt bei Antonio Brahizinho (antonio.brahizinho@luks.ch).
Schmerz Painguin
Im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung der Schmerztherapie am LUKS, Standort Sursee, wurde die Aufgabenverteilung im Behandlungsteam angepasst. Hintergrund ist ein zunehmender Ressourcenmangel in der Anästhesie, welche weniger Schmerzvisiten durchführen können.
Neu übernehmen Pflegefachpersonen auf den Bettenstationen gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten die Verantwortung für die Anpassung der Schmerztherapie bei Patientinnen und Patienten mit speziellen Schmerzpumpen (iVPCA).
Um diese neue Zusammenarbeit zu unterstützen und das notwendige Wissen zu vermitteln, wurde ein digitales Lernangebot („Frag den Painguin“) entwickelt und eingeführt. Dieses E-Learning stärkt die Kompetenzen der Mitarbeitenden und fördert eine sichere und einheitliche Umsetzung des Schmerzkonzepts.
Das Anästhesieteam steht auf den Bettenstationen weiterhin rund um die Uhr als niederschwellige Anlaufstelle für Fragen zur Schmerztherapie zur Verfügung.
Pflegeexpertise 2025+
Die Pflegeexpertise 2025+ professionalisiert die Pflege auf höchstem Niveau. Das Luzerner Kantonsspital setzt Advanced Practice Nurses (APN) als Clinical Nurse Specialists (CNS) und Nurse Practitioners (NP) ein – mit Master-Studium bei komplexen Patientensituationen.
APN übernehmen direkte und indirekte Betreuung, entwickeln evidenzbasierte Standards, coachen Teams und optimieren Prozesse interdisziplinär.
Zusammen mit Fachexperten und -expertinnen und klinischen Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen sichern sie Qualität, Innovation und Weiterentwicklung der Pflege in der LUKS-Gruppe.
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Melde dich gerne via Mail bei Annette Reuter (annette.reuter@luks.ch)
Workload Acuity Score
Der Workload Acuity Score (WAS) ist ein Instrument zur objektiven Quantifizierung des pflegerischen Arbeitsaufwands einer Patientin bzw. eines Patienten.
Er berechnet sich automatisch aus der pflegerischen Dokumentation im Klinikinformationssystem und stellt den zu erwartenden Pflegeaufwand als numerischen Score dar.
Wozu dient der Workload Acuity Score?
- Transparente Darstellung des pflegerischen Aufwands pro Patient:in
- Unterstützung einer fairen und bedarfsgerechten Ressourcen‑ und Patientenzuteilung
- Grundlage für Arbeitslastenausgleich, Schichtsteuerung und Personalplanung
- Reduktion subjektiver Einschätzungen zugunsten einer datenbasierten Entscheidungsgrundlage
Kurz gesagt
Der Workload Acuity Score macht sichtbar, wie aufwändig die Pflege eines Patienten oder einer Patientin tatsächlich ist – unabhängig von der medizinischen Diagnose – und schafft damit eine objektive Basis für Planung und Steuerung im Pflegealltag.
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Melde dich gerne via Mail bei Tatjana Richter (tatjana.richter@luks.ch)
Magnet Spital
Magnet LUKS macht das Luzerner Kantonsspital zum Arbeitgeber mit Anziehungskraft. Die Initiative „Magnet LUKS Gruppe – Spitäler mit Anziehungskraft" wurde 2022 gestartet und orientiert sich am US-Modell mit 14 Faktoren für exzellente Pflege.
Durch Think Tanks mit Mitarbeitenden entstanden Maßnahmen wie Zulagen, Lohnerhöhungen, Ferienkauf und LUKS Connect zur Stärkung interprofessioneller Zusammenarbeit.
Ein stetiger Austausch über digitale Kanäle wie Teams und einem Magnet-Briefkasten fördert Mitgestaltung und Innovation in der Pflege.
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Melde dich gerne via Mail bei Tatjana Richter (tatjana.richter@luks.ch)