Übliche Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft

Die regelmässige Überwachung schafft Sicherheit. Risiken bei Mutter und Kind können frühzeitig erkannt und behandelt werden. Unser «Schwangerenambi» am Geburtszentrum begleitet Sie mit Hebammen- und Arzt-Sprechstunden, der Ultraschall-Sprechstunde und allen weiteren Abklärungen durch die Phasen der Schwangerschaft.

Regelmässige Vorsorge für die Schwangere und ihr Ungeborenes

Bewährt: sieben Kontrolltermine

  • Bei einer unkomplizierten Schwangerschaft erfolgen insgesamt sieben Schwangerschaftskontrollen, welche die Krankenkasse bezahlt. Der Arzt oder die Hebamme führt die Kontrollen durch. Die vorgesehenen zwei Ultraschall-Untersuchungen finden beim Arzt statt (siehe Info weiter unten).
  • Sollten wegen Komplikationen weitere Kontrollen notwendig sein, dann ist die Krankenkasse verpflichtet, auch diese zu übernehmen.

Untersuchungen, die bei jedem Kontrolltermin gemacht werden

  • Blutdruckmessung
  • Gewichtskontrolle
  • Urinkontrolle
  • Blutbestimmung (rote Blutkörperchen)

Jedes Mal: Überwachung des Babys

  • Die Herztöne des Babys werden kontrolliert.
  • Die Lage des Babys wird gecheckt.
  • Alle Geburtsvorbereitungen werden getroffen.

Zusätzliche Untersuchung bei der ersten Schwangerschaftskontrolle

  • Krebsabstrich des Gebärmutterhalses
  • Scheidenflüssigkeit (Hinweis auf Infektionen, was eine Frühgeburt auslösen könnte)
  • Blutbestimmung (Hepatitis, HIV, Toxoplasmose, Röteln, Windpocken)

Zusätzlich vorgesehen: Ultraschall

Zwei Ultraschall-Termine sind aussagekräftig
Zur Überwachung Ihres Kindes sind routinemässig zwei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Wir sprechen vom ersten und zweiten Screening. Wichtig für Sie zu wissen:

  • Der Ultraschall wird beim Arzt durchgeführt. Viele Haus- und auch Fachärzte überweisen die Schwangere zu uns ans Geburtszentrum, weil wir auf Ultraschall-Untersuchungen spezialisiert sind.
  • Der Ultraschall ist für Mutter und Kind völlig gefahrlos.
  • Der Ultraschall ist nicht obligatorisch. Wenn Sie diese Untersuchung nicht möchten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Erster Ultraschall oder erstes Screening: 11. bis 14. Schwangerschaftswoche

  • Während dieser Untersuchung wird die Schädel-Steiss-Länge zur genauen Festlegung des Schwangerschaftsalters und des Geburtstermins gemessen.
  • Gleichzeitig wird geprüft, ob das Kind altersgemäss entwickelt ist, ob die Schädeldecke geschlossen ist und die Kindsbewegungen normal sind.
  • Der Mutterkuchen (Plazenta) zur Versorgung des Kindes wird kontrolliert. Wir prüfen, ob die Nabelschnur korrekt am Mutterkuchen angesetzt ist.
  • Zudem wird die Nackentransparenz (Dicke des kindlichen Nackens) gemessen, um das Risiko von möglichen Erbsubstanzstörungen (Trisomie 21) frühzeitig zu erkennen.

Zweiter Ultraschall oder zweites Screening: 20. bis 23. Schwangerschaftswoche

  • Zwischen der 20. und der 23. Schwangerschaftswoche ist der ideale Zeitpunkt für eine systematische Untersuchung der Organe des Kindes: Hirn, Schädel, Hals, Herz, Lunge, Brustkorb, Niere, Leber, Darm, Blase, Geschlecht und Skelett.
  • Zusätzlich wird das kindliche Wachstum, die Fruchtwassermenge und die Lage des Mutterkuchens bestimmt.
  • Für die detaillierte Untersuchung des kindlichen Herzens (fetale Echokardiografie) werden die Herzachse, die Herzkammern, der Herzrhythmus und die abgehenden Gefässe in verschiedenen Ebenen geprüft.

Weitere Abklärungen?

Eventuell sind weitere Untersuchungen sinnvoll. Wir empfehlen dies besonders, wenn bei der Frau eine Vorerkrankung vorliegt, wenn Komplikationen auftreten oder wenn Testresultate nicht eindeutig klar sind.

Kontrollen im Geburtszentrum

Ihr Arzt überweist Sie an unsere Sprechstunde oder Sie können sich als Patientin und als Paar auch direkt anmelden.

Telefon 041 205 59 36

Geburtshilfliche Chefarztpraxis
Telefon 041 205 36 09

Fax 041 205 59 32
anmeldung-luzern.frauenklinik@luks.ch

Weitere Informationen und Formulare für zuweisende Ärzte

Forschungsteilnehmer gesucht

Eine klinische Studie zur Messung des Frühgeburtsrisikos zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche. Eine Gewebeschwäche des Gebärmutterhalses kann die Ursache einer Frühgeburt sein. Unser Ziel ist es zu wissen, ob wir solche Gebärmutterhalsschwächen mit einer einfachen und ungefährlich Messungen schon früh erkennen können. Wenn Sie schwanger sind und Ihr Gebärmutterhals keine Besonderheiten aufweist, ist die Teilnahme an der Studie möglich. 
Bei Interesse teilzunehmen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme:

Dr. med. Alice Winkler
Leitende Ärztin 
alice.winkler@luks.ch
T +41 41 205 28 22