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Palliative Betreuung am Lebensende

Auf dieser Seite finden Angehörige unserer Patientinnen und Patienten Informationen über die palliative Betreuung am Lebensende. Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, hier alles einmal in Ruhe nachzulesen. Falls Sie weitere Fragen haben, sind wir gerne für Sie da.

Die Zeit des Sterbens einer nahestehenden Person kann für viele Angehörige und Freunde eine Zeit der Krise, der Angst und Unsicherheit sein. Vielleicht geht es auch Ihnen so, dass Sie Fragen beschäftigen wie zum Beispiel:

  • «Was geschieht im Sterben?»
  • «Wie kann ich helfen?»
  • «Ist es normal, dass der sterbende Mensch nichts mehr essen und trinken möchte?»

Wir anerkennen das Sterben als natürlichen Prozess des Lebens. Es ist unser Anliegen, diesen so liebevoll und angstfrei wie möglich zu gestalten. Die Begleitung sterbender Menschen ist ein Schwerpunkt des Konzepts «Palliative Betreuung» am Luzerner Kantonsspital Wolhusen. 

Veränderungen am Ende des Lebens

Der Weg des Sterbens ist für jeden Menschen verschieden. Es gibt spezifische Zeichen oder Veränderungen, die darauf hinweisen, dass dieser Weg begonnen hat. Es kann sein, dass mehrere dieser Veränderungen bei Ihrer oder Ihrem Angehörigen auftreten, vielleicht aber auch nur wenige oder gar keine Zeichen, die darauf hindeuten, dass ein Leben zu Ende geht, sind:

  • Veränderungen im körperlichen Bereich
  • Veränderungen des Bewusstseins
  • Veränderungen im zwischenmenschlichen Kontakt

Veränderungen im körperlichen Bereich

Veränderungen des Bewusstseins

Veränderungen im zwischenmenschlichen Kontakt

Mit Veränderungen umgehen

Es ist sehr verständlich, wenn Sie das Sterbebett ihres Angehörigen nicht verlassen möchten. Aber wir wissen auch, dass Sterbende oft das Bedürfnis haben, ganz allein zu sein. Auch für Sie als Angehörige kann eine kurze «Auszeit» sehr wichtig sein. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich solche Zeiten des Alleinseins ermöglichen. 

Es kann aber sein, dass das Leben Ihres Angehörigen gerade in einem solchen Moment zu Ende geht. Manche Angehörige quälen sich dann mit Schuldgefühlen, wenn sie im Augenblick des Todes nicht bei der/dem Sterbenden waren. Die Erfahrung zeigt, dass Sterbende häufig gehen, wenn sie allein sind – vielleicht ist es so für sie leichter, sich endgültig vom Leben zu lösen. So wie der Weg des Sterbens ist auch das Sterben selbst etwas Persönliches.

Die Zeit der Begleitung ist für die Angehörigen eine grosse Herausforderung. Auch wenn Sie spüren, mehr Kraft zu haben, als Sie sich je vorgestellt haben, kommen Sie doch immer wieder an Grenzen der Belastbarkeit. Haben Sie den Mut, um Unterstützung zu bitten. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie das Essen und Trinken und das Ausruhen nicht vergessen. Und scheuen Sie sich nicht, nach spiritueller oder seelsorglicher Begleitung zu fragen – für die/den Sterbenden und für Sie selbst.

Oft besteht die Frage, ob auch Kinder und Jugendliche noch an das Sterbebett kommen können oder sollen. Aus psychologischer Sicht wird das sehr befürwortet. Besprechen Sie dies mit der betreuenden Ärztin/dem betreunden Arzt oder mit den Pflegenden. Sprechen Sie vor allem aber mit der/dem Sterbenden und mit den Kindern und Jugendlichen selbst und fragen Sie nach ihren Befürchtungen und ihren Wünschen. Kinder gehen mit dieser Situation oft viel natürlicher um als Erwachsene.

Die Zeit des Abschiednehmens und der Trauer kennt verschiedene Phasen und Formen; Gefühle der Verzweiflung, Wut und Ohnmacht gehören auch dazu. Jeder von uns darf dafür Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Behandlungsteam bestehend aus einer Ärztin/einem Arzt, Pflegenden und Seelsorge begleiten Sie.

Kontakte und Institutionen

LUKS Wolhusen

Telefon 041 492 82 82

Palliativ Luzern

Informations-und Beratungsstelle
Meyerstrasse 20
6003 Luzern
Telefon 041 228 59 80
info@palliativ-luzern.ch
www.palliativ-luzern.ch

Caritas Luzern

Begleitung in der letzten Lebensphase
Brünigstrasse 25
6002 Luzern
Telefon 041 368 52 84
begleitung@caritas-luzern.ch
www.caritas-luzern.ch

Wir danken dem Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen für die Erlaubnis, den Text verwenden zu können.
©Palliativzentrum Kantonsspital St. Gallen, Oktober 2018

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