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Innere Medizin

Luzerner Kantonsspital

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6210 Sursee

 
 

Pneumologie

Die Pneumologie ist ein Spezialgebiet, welches sich mit Erkrankungen der Atemwege, der Lunge und des Brustfells, aber auch mit anderen Erkrankungen des Brustraums sowie mit Atemregulationsstörungen befasst. Die Häufigkeit verschiedener pneumologischer Krankheitsbilder nimmt zu. Es stehen heute moderne Diagnose- und Therapieverfahren zur Verfügung. Die Abklärung, Behandlung und Betreuung sind interdisziplinär vernetzt

 

Angebot in Diagnostik und Therapie

Pneumologische Probleme und Krankheitsbilder

Husten, Atemnot, Brustschmerzen; Bronchialasthma, chronische Bronchitis, Lungenerweiterung (Lungenemphysem), Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Lungenentzündung (Pneumonie), Lungenversagen („weisse Lunge“), Tuberkulose, Lungenembolie, berufliche Atemweg- und Lungenerkrankungen, Sarkoidose und andere seltenere Erkrankungen der Lungen, Schnarchen mit Atemunterbrüchen (Schlaf-Apnoe-Syndrom),

 

Diagnoseverfahren

• Lungenfunktion (Spirometrie, Bodyplethysmographie, Diffusionsmessung u.a.) - Im Lungenfunktionslabor wird mit Hilfe moderner Technologien die Funktion der Atemwege und der Lungen geprüft. Es können beispielsweise eine Behinderung des Atemstromes , eine Lungenerweiterung oder eine Lungenverkleinerung erfasst und in ihrem Ausmass beurteilt werden.

 

• Bronchoprovokationstest („Asthmatest“) - Damit wird auf eine (asthmatische) Überempfindlichkeit der Bronchien getestet.

 

• Stickoxid-Messung in der Ausatemluft - Dieser Test zeigt, ob eine asthmatische oder Asthma-ähnliche Entzündung der Bronchialschleimhäute vorliegt.

 

• Arterielle Blutgasanalyse - Nach Entnahme einer kleinen Blutprobe mittels sehr feiner Nadel aus einer Arterie (meist am Handgelenk) kann der Gehalt des Blutes an Sauerstoff und Kohlendioxid gemessen werden.

 

• Belastungstests (Ergometrie, Spiroergometrie, 6-Minuten-Gehtest) - während körperlicher Belastung (Fahrrad) wird eine Vielzahl von Funktionswerten von Herz-Kreislauf und Atmung aufgezeichnet und ausgewertet. Die Analyse lässt Rückschlüsse auf die körperliche Leistungsfähigkeit zu. Zudem kann beurteilt werden, ob eine reduzierte Leistungsfähigkeit durch Trainingsmangel, eine Herz-Kreislauf- oder eine Erkrankung der Atemwege oder der Lungen verursacht wird. Mit dem 6-Minuten-Gehtest kann der Verlauf chronischer Atemweg- und Lungenerkrankungen verfolgt werden.

 

• Allergieteste - Die Reaktion des Körpers auf bestimmte Fremdstoffe (Antigene) kann mittels Hautests und der Analyse von Abwehrstoffen im Blut (Antikörper) beurteilt werden.

 

• Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie) – Bei der Bronchoskopie wird beim oberflächlich narkotisierten Patienten ein flexibles optisches Instrument via Nase oder Mund eingeführt. Bei Bedarf können Spülfüssigkeit und Gewebeproben unter direkter oder röntgenologischer Sicht aus den Bronchien oder auch den Lungen entnommen und analysiet werden. Es können auch Fremdkörper oder grössere Mengen Bronchialschleim entfernt werden.

 

• Röntgenologische Untersuchungen (z.B. Thoraxröntgen, Computertomographie)- Diese sogenannten bildgebenden Verfahren werden durch Röntgenfachärzte in Zusammenarbeit mit dem Lungenfachspezialisten durchgeführt und ausgewertet.

 

• Punktionen und Gewebeproben aus der Lunge

Gewebeproben aus Bronchien, Lungen und Brustfellraum werden je nach Situation mittels Lungenspiegelung („von innen“) oder durch die Fachärzte der Radiologie mittels Computertomographie gesteuerter Punktion durch die Brustwand („von aussen“) entnommen.

 

• Unblutige Messung des Sauerstoff- und Kohlendioxidgehaltes im Blut (Pulsoxymetrie, Kapnographie) - Mit dieser Methode kann -auch über längere Zeit, z.B. während einer ganzen Nacht, der Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen werden.

• Abklärungen/Beurteilungen vor Operationen am Thorax oder anderen Organen

• Gutachten

 

Therapieangebote

• Inhalationstherapie

• Atemphysiotherapie

• Sauerstoffheimtherapie

• Raucherentwöhnung

• Medikamentöse und konservative Therapie bei Asthma, chronischer Bronchitis, Infektionen, inkl. Tuberkulose, Venenthrombosen und Lungenembolie, Sarkoidose und selteneren Lungenkrankheiten

• Respiratortherapie bei Lungen- oder Atempumpenversagen (Intensivmedizin)

• invasive mechanische Beatmung (Respirator)

• nicht-invasive Beatmung (CPAP/BiPAP)

• Pleuradrainagen (ggf. gemeinsam mit Chirurgie)

• Vor- und Nachbetreuung bei Thoraxoperationen (gemeinsam mit Chirurgie)

 

Thoraxmedizin LUKS - interdisziplinäre Betreuung

Patientinnen und Patienten mit Problemen in und rund um die Organe des Thorax (Brustkorb) werden häufig von interdisziplinären Teams behandelt und betreut. Dazu gehören Fachärzte und Mitarbeitende der Kardiologie, Onkologie, Radiologie, Gastroenterologie, Physiotherapie sowie der Chirurgischen Klinik, der Anästhesie und der Intensivmedizin.

 

Bei Problemen wie Atemnot, Brustschmerzen, Beurteilung vor grösseren Operationen usw. profitieren die Patienten oft von einer gemeinsamen Betreuung durch die Fachärzte für Pneumologie und Kardiologie. Die Sprechstunden werden deshalb bei Bedarf koordiniert.

 

Abklärungs- und Therapiekonzepte bei Tumorpatienten werden regelmässig am interdisziplinären Tumorboard unter den beteiligten Fachspezialisten besprochen.

 

Mit den Standorten Luzern, Wolhusen und Montana, sowie den Hausärzten und Mitarbeitenden der Luzerner Lungenliga wie auch den Spezialisten für Arbeitsmedizin der SUVA bestehen enge Kontakte um die lückenlose Betreuung von Patienten mit Atemweg- und Lungenproblemen vor, während und nach einem Spitalaufenthalt zu gewährleisten.

 

Links und Informationsmaterial

Links für weitere Informationen finden Sie in der rechten Spalte.