Breast Care Nurse und Botox-Injektion intravesikal

Bei der Betreuung von an Brustkrebs erkrankten Patientinnen nimmt am LUKS Wolhusen die Breast Care Nurse eine zentrale Rolle ein. Ausserdem bieten wir bei der therapierefraktären Dranginkontinenz die innovative Behandlungsmethode der Botox-Injektion intravesikal an.

12. Dezember 2018

Lesezeit: 2 Minuten
Breast Care Nurse und Botox-Injektion intravesikal

Netzwerkpartner des Brustzentrums Luzern

Seit 2014 ist das LUKS Wolhusen zertifizierter Netzwerkpartner des zertifizierten Brustzentrums Luzern. Gerade bei den oft sehr komplexen Fällen, vor allem bei jungen Patientinnen, schätzen wir die enge Kooperation mit den Luzerner Kollegen und der Radiologie. Die Weiterentwicklung der Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten hat dazu geführt, dass Brustkrebs heute als eine Krankheit mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen gilt und individualisierte Behandlungsstrategien notwendig macht. Eine zentrale Rolle in der Betreuung der Patientinnen spielt die Breast Care Nurse (BCN): Sie ist ein fester Bestandteil des multidisziplinären Teams und koordiniert Behandlung und Pflege.

Bedeutende Rolle der Breast Care Nurse

Die BCN, eine diplomierte Pflegefachfrau mit zusätzlicher Spezialisierung, pflegt und betreut an Brustkrebs erkrankte Patientinnen und begleitet sie auf allen Stationen der Genesung, von der Diagnose bis zum Abschluss der Therapie. Die BCN beantwortet Fragen im Zusammenhang mit einer Brusterkrankung und kann Kontakte zu Sozialdiensten, Selbsthilfegruppen und psychologischen Dienstleistungen vermitteln. Auch am LUKS Wolhusen ist die Einbindung der BCN in die Betreuung der senologischen Patientinnen eine bedeutende Innovation. Diese Aufgabe nimmt bei uns Judith Murer wahr. Sie hat ihre Zusatzausbildung erfolgreich abgeschlossen und im Mai 2018 das Certificate of Advanced Studies in Klinischen Kompetenzen in Breast Care erhalten.

Innovative Botox-Injektion intravesikal

Neben den gut etablierten Inkontinenzund Deszensusoperationen bieten wir die Botox-Injektion intravesikal an. Diese innovative Behandlungsmethode bei der therapierefraktären Dranginkontinenz hilft Patientinnen nachhaltig und schonend. Durch Anwendung von Botulinumtoxin Typ A, einem Hemmer der cholinergen motorischen Reizübertragung, lassen sich überaktive Muskeln vorübergehend entspannen. Zudem wird auch die sensible Reizübertragung von der Blase zum Gehirn teilweise gehemmt. Der Eingriff ist, je nach Komorbiditäten der Patientin, ambulant oder stationär, unter allgemeiner oder regionaler Anästhesie, eventuell unter Instillation eines Lokal-Anästhetikums in die Blase möglich. Die Intervention erfolgt unter perioperativer Antibiotikaprophylaxe. Das Botulinumtoxin Typ A (Botox) wird unter zystoskopischer Sichtkontrolle an verschiedenen Stellen in die Blasenwand injiziert. Mit dieser Therapie kann die Inkontinenz bei vielen Patientinnen zum Verschwinden gebracht werden. Die Erfolgsrate ist hoch, sie beträgt je nach Studie und Indikation 80 bis 100 Prozent.

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Autor: Dr. med. Dominik Geibel Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe LUKS Wolhusen