Coronavirus: Das LUKS baut seine Bettenkapazitäten aus

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infizierten erhöht der Kanton Luzern die Zahl der Spitalbetten und Beatmungsplätze erheblich, wie er am Mittwoch an einer Medienkonferenz informierte. Auch das Luzerner Kantonspital (LUKS) stockt seine Bettenzahl auf. Zudem wird die Geburtshilfe am Standort Wolhusen temporär an die Frauenklinik in Luzern ausgelagert.

25. März 2020

Lesezeit: 3 Minuten
Blick in die Intensivpflegestation

Aufgrund der aktuellen Entwicklung rechnet das Luzerner Kantonsspital (LUKS) damit, dass die Zahl der Fälle, welche hospitalisiert werden müssen, in den nächsten Tagen und Wochen stark ansteigen wird. Um auf diese Situation bestmöglich vorbereitet zu sein, ist das LUKS seit dem 17. März im Notfallbetrieb und führt nur noch dringliche Eingriffe und Notfalloperationen durch. Mit den dadurch frei werdenden personellen und infrastrukturellen Ressourcen wurden und werden an allen drei LUKS-Standorten die Plätze für Corona-Patienten unter Hochdruck ausgebaut:

  • Der komplette 10. Stock des Spitalzentrums in Luzern wird als Isolierungsstation betrieben, der 6. Stock ist für den gleichen Zweck einsatzbereit,. Auch in Sursee (7. Stock) und Wolhusen (3. und 5. Stock) wurden Isolierungsstationen eingerichtet. Insgesamt stehen damit derzeit über 120 Betten für Corona-Patienten bereit. Der Ausbau weiterer Stockwerke mit rund 200 zusätzlichen Betten ist in Planung und kann schnell realisiert werden.
  • In Luzern ist die alte Intensivstation der Chirurgie auf dem 4. Stock wieder betriebsbereit und im 2. OG des Zentrums für Intensivmedizin sind weitere Plätze für Intensivpatienten in Vorbereitung. Damit und mit dem Ausbau der Kapazitäten in Sursee und Wolhusen kann die Zahl der Intensivbetten am LUKS in kurzer Zeit auf rund 65 erhöht und damit mehr als verdoppelt werden.
  • An allen LUKS-Standorten wurden sogenannte Fast-Tracks eingerichtet, in welchen bei Verdachtsfällen täglich zwischen 150 und 200 ambulante Abstriche vorgenommen werden.

Um das zu erwartende Patientenaufkommen bestmöglich bewältigen zu können, laufen am Standort Luzern derzeit bauliche und organisatorische Vorbereitungsarbeiten, um die Corona-Patientenströme möglichst vom restlichen Betrieb zu separieren, die Triage noch effizienter zu gestalten und so möglichst rasch medizinische Massnahmen einzuleiten.

Auslagerung der Geburtshilfe von Wolhusen nach Luzern

Teil dieses Ausbaus der Kapazitäten ist eine vorübergehende Auslagerung der stationären Geburtshilfe vom Standort Wolhusen in die Frauenklinik Luzern (FKL) ab dem 1. April 2020. Dadurch werden in Wolhusen personelle Ressourcen insbesondere in der Anästhesie frei, welche für den weiteren Ausbau und Betrieb der Intensivbetten für schwersterkrankte Corona-Patienten benötigt werden.

Von der vorübergehenden Auslagerung betroffen ist das geburtshilfliche stationäre Angebot (vorgeburtliche Hospitalisationen, Geburt und Wochenbett). Ambulante Schwangerschaftsuntersuchungen bleiben vor Ort in Wolhusen. Für die Umsetzung dieser Massnahme werden in Luzern zusätzliche Gebärzimmer bereitgestellt und das Team in Luzern wird durch Hebammen vom Standort Wolhusen unterstützt. Der übrige Personalbedarf wird durch die FKL mit dem heutigen Personalbestand sichergestellt. Dies ist insofern wichtig, damit die ärztlichen und pflegerischen Personalressourcen für den Kapazitätsausbau in Wolhusen verbleiben. Für Notfälle wird den Veränderungen durch eine entsprechende Koordination von Rettungseinheiten und Transportdiensten Rechnung getragen. Betroffene Patientinnen und Zuweiser der Region werden direkt durch das LUKS informiert. Um bestmöglich auf die aktuelle Situation und Weiterentwicklung zu reagieren, prüft der Sonderstab Pandemie zudem weitere Massnahmen an allen Standorten.

Hier geht zur Medienmitteilung des Kantons Luzern

 

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Luzerner Kantonsspital
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Spitalstrasse
6000 Luzern 16

kommunikation@luks.ch

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