LUKS nimmt Isolierungsstation in Betrieb

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) hat diese Woche auf der Station 10 Ost eine Isolierungsstation in Betrieb genommen. Vorerst stehen maximal zwölf Betten zur Verfügung, um Patienten mit bestätigtem Coronavirus zu betreuen. Auf dieser Station werden auch Verdachtsfälle untersucht.

5. März 2020

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Eingang zur Isolierungsstation

Mit der Einrichtung dieser Isolierungsstation können Coronavirus-Verdachtsfälle getrennt von den übrigen Patientinnen und Patienten untersucht und vom Virus erwiesenermassen befallene Personen behandelt werden. Die von Ärzten eingewiesenen sowie die spontan eintreffenden Personen mit entsprechenden Symptomen werden im Eingangsbereich des Kantonsspitals in Empfang genommen, mit einer Schutzmaske ausgerüstet und auf dem direktesten Weg in die Station gebracht. 

Es werden täglich mehrere Verdachtsfälle untersucht. So kann sichergestellt werden, dass Infektionsfälle früh erfasst und isoliert werden können. Verdachtsfälle werden mit einem Abstrich untersucht und – falls es ihr Zustand erlaubt – mit den nötigen Handlungsempfehlungen wieder nach Hause entlassen (Heimisolation). Patienten, welche einer stationären Behandlung bedürfen, können hier mit den nötigen Schutzvorkehrungen behandelt werden. Die Testresultate treffen innert 24 bis 48 Stunden ein.

Wenn ein Test bei uns im Labor negativ ausfällt, können wir definitiv sagen, dass das Virus nicht vorhanden ist.

Dr. Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie
Händedesinfektion vor dem Untersuchungszimmer

Inzwischen können Virenproben auch direkt am Luzerner Kantonsspital getestet werden. Das verkürzt die Zeit zwischen einem Test und dem Resultat noch weiter. «Wenn ein Test bei uns im Labor negativ ausfällt, können wir definitiv sagen, dass das Virus nicht vorhanden ist», sagt Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie. «Bei einem positiven Fall müssen wir die Probe weiterhin ins Referenzlabor nach Genf schicken.» Dieses muss den Befund bestätigen.

Das LUKS ist vorbereitet, die Behandlungskapazitäten nötigenfalls zu erhöhen. Allenfalls müssten zeitlich nicht dringliche Wahleingriffe an Patienten verschoben werden, um Bettenkapazitäten und personelle Zusatzressourcen für die Behandlung von Coronavirus-Patienten freizubekommen.