So bekämpft man Schilddrüsen-Probleme

Quelle: Rigi Anzeiger vom 29.06.2018

29. Juni 2018

Lesezeit: 2 Minuten
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Sie befindet sich in der Mitte des Halses, oberhalb des Brustbeins und wiegt nur etwa 20 Gramm: die Schilddrüse. Sie produziert und speichert Hormone, die in praktisch allen Organen eine Wirkung entfalten. So sind Schilddrüsenhormone wichtig für die Regulation der Wärmeproduktion und des Energieverbrauchs und für die Funktion von Gehirn, Magen-Darmtrakt und Herz-Kreislaufsystem. Schilddrüsenhormone enthalten Jod, weshalb eine genügende Zufuhr dieses Spurenelements über die Nahrung sichergestellt sein muss. Die Verwendung von jodiertem Tafelsalz ist dabei eine der wichtigsten Quellen.

Die Schilddrüsenfunktion wird mit einem einfachen Bluttest (TSH-Wert) überprüft. Schilddrüsenerkrankungen zählen zu den häufigsten Hormonerkrankungen überhaupt. Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen Funktionsstörungen (Über- bzw. und Unterfunktion) sowie Vergrösserungen («Kropf») und Knoten der Schilddrüse,  wobei in letzterem Fall die überwiegende Mehrheit aller Knoten glücklicherweise gutartig ist.

Die chronische Schilddrüsenentzündung ist in der heutigen Zeit die Hauptursache einer Schilddrüsenunterfunktion. Die Symptome können gerade am Anfang der Erkrankung unspezifisch sein. Das heisst: Sie treten bei einer Unterfunktion auf, sind aber - wie beispielsweise das Symptom «Müdigkeit» häufig durch andere Ursachen mitbedingt. Es lohnt sich deshalb, bei längerem Auftreten der Symptome den Hausarzt aufzusuchen. Das genaue Erfragen der Symptome und Beschwerden, die körperliche Untersuchung und die Laborbestimmung sind wichtige Massnahmen bei der weiteren Abklärung und Behandlung. Eine Ersatztherapie mit Schilddrü- senhormonen ist einfach und gut verträglich durchführbar: Das Hormon wird als Tablette jeweils morgens eingenommen. Bei stabiler Einstellung genügt die jährliche Kontrolle der Schilddrüsenfunktion beim Hausarzt mittels Bluttest.

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Dr. Stefan Fischli, Co-Chefarzt Endokrinologie und Diabetologie

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