Zentrum für Intensivmedizin (ZIM) am Luzerner Kantonsspital priorisiert Betten für Notfallpatienten

Da der Bedarf an medizinischen Leistungen des Zentrums für Intensivmedizin (ZIM) am Luzerner Kantonsspital (LUKS) Standort Luzern im Moment über den Kapazitäten liegt, werden als sofortige Entlastungsmassnahme gewisse geplante hochspezialisierte Eingriffe, die keine Notfälle sind, zeitlich oder räumlich verschoben. Der Grossteil der Eingriffe am LUKS ist von dieser Massnahme nicht betroffen und findet wie geplant statt.

15. November 2019

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LUKS Neubau Intensivmedizin und Notfall

Am Luzerner Kantonsspital (LUKS) werden pro Woche mehrere hundert operative Eingriffe durchgeführt – Tendenz steigend. Diese Entwicklung ist einerseits auf das Bevölkerungswachstum und die demografische Entwicklung zurückzuführen. Andererseits darauf, dass das LUKS zu den ausgewählten Zentren der Schweiz für hochspezialisierte Medizin (HSM) zählt und entsprechend komplexe Eingriffe anders als an anderen Spitälern am LUKS durchgeführt werden können. Entsprechend nimmt auch die Zahl der Patientinnen und Patienten zu, die intensiv-medizinischer Versorgung bedürfen.

Derzeit liegt der Bedarf an medizinischen Leistungen des Zentrums für Intensivmedizin (ZIM) am Luzerner Kantonsspital (LUKS) Standort Luzern über den Kapazitäten. Als sofortige Entlastungsmassnahme werden deshalb gewisse geplante hochspezialisierte Eingriffe, die keine Notfälle sind, zeitlich oder räumlich verschoben. Diese Massnahme dient der Gewährleistung der Patientensicherheit und der Entlastung des Personals im ZIM.

Ausschlaggebend für die getroffene Entlastungsmassnahme ist die seit längerer Zeit sehr starke, anhaltende Belastung der ZIM-Mitarbeitenden durch das hohe Patientenaufkommen und den hohen Schweregrad der Erkrankungen der Patienten. Dies führte nebst anderen Faktoren zu einer angespannten Situation.

Die Geschäftsleitung/Direktion hat aufgrund der aktuellen Lage und angesichts momentaner, ausserordentlicher Krankheitsfälle beim ärztlichen Personal entschieden, die vorhandenen Kapazitäten der Intensivstation priorisiert für die Versorgung von Notfällen einzusetzen. Wahleingriffe mit Notwendigkeit einer intensiv-medizinischen Versorgung, die keine Notfälle sind, werden zeitlich verschoben oder die Patienten werden an anderen Standorten des LUKS oder in weiteren Spitälern behandelt. Patienten, deren Eingriff aufgrund der Massnahme verschoben werden muss, werden durch die zuständige Klinik persönlich kontaktiert. Der Grossteil der stationären Eingriffe am LUKS Luzern ist von dieser Massnahme nicht betroffen (ca. 95 Prozent) und findet wie geplant statt. Explizit auch nicht von der Massnahme betroffen sind sämtliche ambulanten Eingriffe, Eingriffe am Kinderspital, in der Augenklinik und grundsätzlich Eingriffe in der Frauenklinik. Auch nicht betroffen sind Eingriffe an den Standorten Sursee und Wolhusen.

Wie lange die Entlastungsmassnahme aufrecht erhalten bleibt, ist noch offen. Es werden alle Möglichkeiten genutzt, um die akut vorhandenen Personalengpässe zu überbrücken. Das LUKS erwartet ausserdem, durch die bereits früher beschlossene und für das nächste Jahr vorgesehene Erweiterung des ZIM um sieben zusätzliche Betten und die damit geplante Aufstockung des Spezialistenteams, die Mitarbeiterbelastung abzufedern und die Kapazität des ZIM nachhaltig zu stärken.

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