Radiologie
LUKS Luzern | Universitäres Lehr- und Forschungsspital
Minimalinvasive Entfernung gutartiger Brustbefunde
Nicht jeder auffällige Befund in der Brust muss operiert werden. Viele gutartige Veränderungen können heute mit einem minimalinvasiven Verfahren, der sogenannten Vakuumbiopsie, schonend entfernt werden.
Dabei wird der Befund über eine kleine Hautöffnung mit einer speziellen Nadel entfernt, ohne dass eine Operation oder Vollnarkose notwendig ist. Die Behandlung erfolgt ambulant und unter örtlicher Betäubung.
Als grösstes Zentrum für Brustinterventionen in der Zentralschweiz verfügen wir über langjährige Erfahrung und führen jedes Jahr mehrere Hundert Vakuumbiopsien durch.
Wann kommt eine minimalinvasive Entfernung infrage?
Die Vakuumbiopsie wird häufig eingesetzt, um Gewebeproben aus auffälligen Brustbefunden zu entnehmen und sicher abzuklären, ob eine Veränderung gutartig oder bösartig ist.
In vielen Fällen kann sie aber auch therapeutisch eingesetzt werden, um den Befund direkt zu entfernen. Dies betrifft insbesondere:
- Fibroadenome (gutartige Binde- und Drüsengewebsknoten)
- Papillome (gutartige Veränderungen in den Milchgängen)
- ausgewählte Hochrisikoläsionen
- weitere gutartige, bildgebend eindeutig beurteilbare Befunde
Ob eine minimalinvasive Entfernung möglich ist, wird individuell anhand der Bildgebung und der Befunde beurteilt.