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Früherkennung von psychischen Erkrankungen

Über digitale Fragebogen befragt das LUKS die Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt zu ihrer psychischen Gesundheit. Das hilft, Risiken oder Erkrankungen frühzeitig zu entdecken und zu behandeln.
27. Januar 2024
Lesezeit: 2 Minuten
frueherkennung psychische erkrankungen

Jede fünfte Frau in der Schweiz leidet während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt an einer psychischen Belastung oder Erkrankung. Depressionen und Angststörungen sowie ein allenfalls damit zusammenhängender Suchtmittelkonsum können gravierende Folgen für Mutter und Kind haben. Suizid ist gemäss Studien die häufigste Todesursache bei Schwangeren.

Schlafstörungen und Essstörungen bei der werdenden Mutter erhöhen ebenso wie Nikotin- oder Alkoholsucht das Risiko für fötale Wachstumsstörungen, für Frühgeburten sowie für geburtshilfliche Komplikationen. Unbehandelt, können psychische Erkrankungen oder Belastungen chronisch werden und hohe Gesundheitskosten verursachen. Rechtzeitig erkannt, lassen sie sich gut mit psychologischen und psychiatrischen Massnahmen behandeln. Oft aber wird die Gefahr nicht erkannt, diagnostiziert und therapiert. 

Um chronische Erkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass psychische Erkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Systematisches Screening

Die Frauenklinik des Luzerner Kantonsspitals informiert deshalb von ihr betreute Frauen systematisch über das mögliche Risiko sowohl über die App «MeinLUKS» als auch über den Schwangerschaftskalender, in welchem auch ein kurzer Informationsfilm zur Verfügung steht. Die Frauen erhalten den digitalen Fragebogen in regelmässigen Abständen bis nach der Geburt. Zur Erkennung einer möglichen Depression oder Angststörung werden vier einfach beantwortbare Fragen gestellt, welche je nach Antwort mit einer Skalierung von jeweils 0 bis maximal 3 Punkten bewertet werden.

Je nach Punktzahl startet automatisch ein erweiterter Fragebogen, um das Risiko genauer zu beurteilen und allenfalls Massnahmen einzuleiten. Verfügbar ist der digitale, aktuell in deutscher Sprache formulierte Dienst seit März 2023. Im Rahmen ihrer Betreuung an der Frauenklinik mündlich befragte Frauen äusserten sich sehr positiv über das neue Angebot.

Hinweis: Dieser Beitrag ist im luksmagazin erschienen, dem Magazin für Zuweisende der LUKS Gruppe. 

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