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Pro Jahr 2599 Personen neu an Krebs erkrankt

In den vier Zentralschweizer Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden sind im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 pro Jahr 2599 Personen oder rund 0,5 Prozent der Bevölkerung neu an Krebs erkrankt. Die geschlechtsspezifischen Krebsarten Prostata- und Brustkrebs machten knapp einen Drittel aller Neuerkrankungen aus. Dies zeigt die jährliche Auswertung von Lustat Statistik Luzern im Auftrag des Zentralschweizer Krebsregisters (ZKR).
14. Dezember 2022
Lesezeit: 2 Minuten
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Prof. Dr. med. Joachim Diebold, Leiter Institute und Chefarzt der Pathologie am Luzerner Kantonsspital

Das ZKR unter Leitung von Prof. Dr. med. Joachim Diebold, Leiter Institute und Chefarzt der Pathologie am Luzerner Kantonsspital (LUKS), registriert alle Neuerkrankungen und übermittelt diese Daten an die Nationale Krebsregistrierungsstelle (NKRS). Seit 1. Januar 2020 ist die Krebsmeldung in der ganzen Schweiz obligatorisch. 

Im genannten Zeitraum sind pro Jahr im Schnitt 995 Personen oder 0,2 Prozent der Bevölkerung an ihrer Krebserkrankung gestorben. Im Schnitt erhielten in den vier Kantonen jährlich 1408 Männer und 1191 Frauen neu eine Krebsdiagnose. Bei den Männern wurde am häufigsten Prostatakrebs diagnostiziert, im jährlichen Durchschnitt 31 Prozent. Die Frauen erkrankten am häufigsten an Brustkrebs (jährlicher Durchschnitt 33%).

Lungenkrebs häufigste krebsbedingte Todesursache

Von 2015 bis 2019 sind im Schnitt jährlich 561 Männer und 433 Frauen an Krebs gestorben. Jeder vierte Todesfall der Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden war auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Bei den Männern waren es 29 Prozent aller Todesfälle, bei den Frauen 21 Prozent. Insgesamt war der Lungenkrebs für die meisten Todesfälle verantwortlich.

Seit 2020 gilt Krebsregistrierungsgesetz

Seit 1. Januar 2020 unterliegt die Krebsregistrierung in der Schweiz dem Krebsregistrierungsgesetz (KRG). Die Regelung baut auf den bestehenden Strukturen auf, schafft aber rechtlich und organisatorisch schweizweit einheitliche Bedingungen. Die Krebsregistrierung dient als Datengrundlage für Früherkennungsmassnahmen, zur Evaluation der Versorgungs-, Diagnose- und Behandlungsqualität, der Krebsforschung sowie der Unterstützung der kantonalen Versorgungsplanung.

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