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Luzerner Kantonsspital Luzern

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Nephrologie

Die Nephrologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie der Nierenerkrankungen sowie den verschiedenen Nierenersatzverfahren. Trotz fehlender Nierenfunktion ist es heute möglich, durch eine Dialyse oder eine Nierentransplantation dem Patienten ein wertvolles Leben zu erhalten.

 

Wozu dienen die Nieren?

Die Nieren sind eine perfektionierte Kläranlage, die Tag und Nacht das Blut reinigen und die konstante Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten überwacht und reguliert. Falls die Nieren versagen, kommt es zur Vergiftung des ganzen Körpers.

 

Wie erkennt man, dass die Nieren krank sind?

Die meisten Nierenerkrankungen verlaufen ohne spezifische Symptome. Lange spürt der Patient nichts. Oft wird die Nierenkrankheit mittels Blutanalysen oder Urinuntersuchungen entdeckt. Wenn die Nieren nur noch ungefähr 10 bis 20% der normalen Funktion leisten, wird der Patient zunehmend müde und schwach, es treten Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen auf. In dieser Phase ist der Blutdruck meistens erhöht und Flüssigkeit kann sich in den Beinen oder in den Lungen ansammeln.

 

Wie kann die Nierenfunktion ersetzt werden?

Die Nierenersatztherapie umfasst die Dialyse und Transplantation. Hämo- (Blutdialyse) und Peritonealdialyse (Bauchdialyse) sind künstliche Methoden, welche einen Teil der natürlichen Nierenfunktion ersetzen. Mit der Hämodialyse wird das Blut des Patienten dreimal pro Woche von einer Maschine über einen Filter gereinigt. Bei der Peritonealdialyse füllt der Patient viermal pro Tag durch einen kleinen Schlauch seine Bauchhöhle mit einer sterilen Flüssigkeit. Nach ein paar Stunden wird die Flüssigkeit, in der sich inzwischen Giftstoffe angereichert haben, abgelassen. Bei der Transplantation wird eine Niere eines verstorbenen oder eines lebenden Spenders eingepflanzt. Die erfolgreiche Nierentransplantation ist die beste Nierenersatztherapie und der normale Gesundheitszustand wird praktisch vollständig wiederhergestellt.

 

Unser medizinisches Angebot

In enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt werden nierenkranke Patienten beraten und betreut. Alle Verfahren der heute möglichen Dialyseformen wie Hämodialyse, Heimhämodialyse, Peritonealdialyse und automatisierte Peritonealdialyse stehen in unserem Spital zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken Basel und Zürich werden viele Patienten für eine Nierentransplantation vorbereitet und später nachbetreut.

 

Die Nephrologie in Zahlen

Hemodialysepatienten: ca. 45  

Peritonealdialysepatienten: ca. 30  

Nierentransplantationen: ca. 10 pro Jahr  

Patienten auf Warteliste: ca. 40 (Leichennieren Transplantation)
Nierentranplantierte Patienten: ca. 150  
Nierenbiopsien: ca. 40 pro Jahr

 

 

Weitere Informationen

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