Dickdarmkrebs

Der Dickdarmkrebs tritt in Europa sehr häufig auf. In der Regel bildet sich der Krebs aus einem anfänglich gutartigen Polypen. Deshalb ist die Vorsorge (Screening) mittels Darmspiegelung sehr wichtig. Nebst den sporadischen (zufällig auftretenden) Formen, welche den Hauptanteil ausmachen, gibt es auch den familiär gehäuft auftretenden Dickdarmkrebs. Gerade wenn bei einem Patienten der Dickdarmkrebs bereits in jugendlichem Alter ausbricht, sollte unbedingt eine Vorsorge-Spiegelung bei den Geschwistern durchgeführt werden.

Symptome

Typische Symptome von Darmkrebs sind Blut im Stuhl, Änderung der Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust. Symptome treten aber erst spät auf. Rund die Hälfte der Dickdarmkrebse, die anhand von Symptomen diagnostiziert werden, befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, mit entsprechend schlechten Chancen auf Heilung. Wird die Diagnose hingegen in einem frühen Stadium gestellt, ist die Prognose ausgezeichnet.

Abklärungen

Der erste Abklärungsschritt ist meistens die Kolonoskopie (Dickdarmspiegelung) mit Biopsie (Gewebeentnahme) aus dem verdächtigen Tumor. Zur Stadienbeurteilung wird dann noch eine Ultraschalluntersuchung der Leber sowie ein CT des Bauchs und Brustkorbs durchgeführt, um Leber- und/oder Lungenmetastasen auszuschliessen.

Behandlungsplan

Beim Dickdarmkrebs ist der erste Behandlungsschritt in der Regel die Operation. Nachdem der Tumor und die anhaftenden Lymphknoten vom Pathologen untersucht worden sind, kann das genaue Tumorstadium definiert werden. Handelt es sich um einen lokal bereits weit fortgeschrittenen Krebs mit Lymphknotenbefall oder liegen Fernableger vor, wird in der Regel eine Chemotherapie an die Operation angeschlossen.

Operation

Das Ausmass der Operation richtet sich nach der anatomischen Lage des Tumors. Tritt der Krebs im rechten, «aufsteigenden» Teil des Dickdarms auf, muss eine «Hemikolektomie rechts» (Entfernen der rechten Dickdarmhälfte) durchgeführt werden. Tritt der Krebs hingegen im absteigenden Teil oder im «S-förmigen» Teil auf, wird eine «Hemikolektomie links» durchgeführt. Seltener tritt ein Tumor im queren Dickdarmanteil auf. Nebst Entfernen des betroffenen Dickdarmabschnitts wird auch das gesamte dazugehörige Lymphknotengewebe und die Blutversorgung des Dickdarmstücks mitentfernt. Die Wiederherstellung der Darmkontinuität erfolgt meistens mit einer Naht, bei der die beiden gesunden Darmenden von Hand zusammengenäht werden. 

Diese Dickdarmoperationen können prinzipiell auch mit der «Schlüsselloch-Methode» durchgeführt werden. Dies muss individuell je nach Tumorlage, Grösse und weiteren Faktoren mit dem Chirurgen diskutiert werden.