Erfolgreicher erster Forschungstag am LUKS

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) hat erstmals einen Forschungstag durchgeführt. Damit will das LUKS die klinische Forschung institutionalisieren und fördern und gleichzeitig seinen Forschenden eine Plattform geben, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Der Forschungstag stand denn auch unter dem Motto «Sichtbar werden und vernetzen».

27. Oktober 2021

Lesezeit: 3 Minuten
Forschung Neuroreha

Zahlreiche forschungsinteressierte LUKS-Mitarbeitende sowie Mitglieder der Spital- und Geschäftsleitung und Vertreter der Universität Luzern haben den Forschungstag genutzt, um mehr zur Vision der LUKS Gruppe bezüglich Institutionalisierung der Forschung zu erfahren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Der erste Forschungstag vom 19. Oktober 2021 soll nicht der letzte sein: Künftig sind ein bis zwei solche Tage pro Jahr geplant, einerseits als interne Plattform, gleichzeitig soll der Kreis geöffnet werden für universitäre Partnerinstitutionen, um Synergiepotenzial zu fördern.

CEO Benno Fuchs eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Referat zur Vision der Schaffung eines «Universitären Lehr- und Forschungsspitals» in der LUKS Gruppe. Ein solches biete die Grundlage, um die Attraktivität der LUKS Gruppe als Arbeitgeber zu steigern, Nachwuchskräfte zu fördern und die strategischen Handlungsfelder Behandlungsqualität und Innovation nachhaltig zu stärken. Die LUKS Gruppe bekennt sich klar zur Qualität durch Lehre und Forschung. Diese Forschung soll der Optimierung der Indikations-, Prozess- und Behandlungsqualität für eine zukunftsorientierte und sichere Patientenversorgung dienen.

Originalität und Innovation halfen im Tessin

Gastreferent Prof. Dr. med. Dr. phil. med. Alain Kaelin, Direktor des Neurozentrums der italienischen Schweiz und Mitglied der medizinischen Fakultät der Università della Svizzera Italiana (USI), führte dem Publikum auf humorvolle Art aus, wie im Tessin eine medizinische Fakultät mit einem innovativen Masterstudiengang etabliert und die universitäre Forschung zusammen mit dem Tessiner Spitalverbund (EOS) vorangetrieben und institutionalisiert werden konnte. Er bezeichnete dabei die Unterstützung der Politik, die Zusammenarbeit mit starken internen und externen Partnern, das Aufbauen auf den eigenen Stärken sowie Originalität und Innovation als entscheidende Pfeiler.

Prof. Dr. med. Reto Babst, Fachbereichsleiter Medizin der Universität Luzern, sprach über die Forschung am LUKS von heute und morgen. Am LUKS wird seit Jahren in vielen Kliniken intensiv klinische Forschung betrieben. Mit dem Joint Medical Masterprogramm der Universitäten Luzern und Zürich unterrichten Dozentinnen und Dozenten des LUKS nicht mehr nur im Auftrag der diversen medizinischen Fakultäten die Medizinstudenten, das LUKS verantwortet zudem als Partnerspital der Universität Luzern mit lokalen Partnern einen eigenen Masterstudiengang Medizin. Universitäre Lehre basiert auf Grundlagen und angewandter klinischer Forschung.

Forschungskommission geplant

Prof. Reto Babst betonte, die bereits stattfindende Forschung benötige institutionellen Support durch das LUKS und die Universität Luzern. Das sei die Voraussetzung, dass die bisher meist persönlich motivierten klinischen Forscherinnen und Forscher in einem fruchtbaren Biotop aus einem zarten Pflänzchen eine weit herum wahrnehmbare Pflanze entwickeln könnten. Die Institutionalisierung der Forschung und deren Förderung seien notwendige Eckpfeiler. So soll am LUKS eine Forschungskommission gegründet und geschützte Zeit für klinische Forscher (Assistenzärzte oder Oberärzte) eingeführt werden. Prof. Dr. med. Balthasar Hug, ausserordentlicher Professor für Community Medizin der Universität Luzern, stellte die durch das LUKS und die Universität Luzern neu finanzierte Brücke des LUKS (Research Plattform EPIC) zur Health Information Unit an der Universität Luzern vor.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigten die neun aktivsten Forschungsgruppen und Kliniken der LUKS Gruppe, wer wie und mit welchen Kooperationen woran forscht. Darunter finden sich viele spannende Projekte, die teilweise Niederschlag in renommierten Fachzeitschriften finden. Dabei kann für die Forschenden teilweise auch Crowdfunding zur Finanzierung eine Option sein.

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