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Gemeinsam unterwegs für Kinder und Familien

Strategische Stossrichtung Integration: Der Neubau Kinderspital schafft die Grundlage für eine noch besser integrierte und familienorientierte Versorgung. Denn die Kinderspitex Zentralschweiz (Kispex) wird ihre Geschäftsstelle in das neue Gebäude verlegen. Die räumliche Nähe wird die Zusammenarbeit beider Institutionen stärken und einen spürbaren Mehrwert für schwer kranke Kinder und ihre Familien schaffen.
16. Mai 2026
Lesezeit: 3 Minuten
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Lorena Marsura, Pflegeexpertin Stufe 1 (links), und Vreni Truttmann, Co-Geschäftsleiterin Kinderspitex, bei der Begehung des Neubaus

Seit vielen Jahre arbeiten das KidZ und die Kispex eng bei der Betreuung von Kindern und ihrer Familien zusammen. Die Partnerschaft ist ein wesentlicher Pfeiler einer hochwertigen, integrierten Versorgung. Die Kispex betreut Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren in ihrem vertrauten Zuhause – oft nach einem stationären Spitalaufenthalt im KidZ oder ergänzend zu ambulanten Behandlungen am KidZ. 

Rund 30 Pflegefachpersonen der Kispex sind täglich in sechs Kantonen unterwegs und begleiten Familien in ganz unterschiedlichen Situationen. Manche Kinder benötigen kurzfristige Unterstützung, etwa bei leichteren Erkrankungen, bei denen eine Infusionstherapie zu Hause verabreicht werden kann. Andere Familien stehen vor grossen Herausforderungen: schwer kranke Kinder mit komplexen Therapien, palliative Verläufe oder chronische Erkrankungen, die eine intensive Betreuung erfordern.

Wir können die Familien künftig schon im Spital kennenlernen.

Vreni Truttmann, Co-Geschäftsleiterin Kispex

Das KidZ ist der grösste Zuweiser für die Kispex in der Region. Viele Kinder werden schon im Spital für die weiterführende Betreuung bei der Kispex angemeldet. Da die Geschäftsstelle der Kispex in der Stadt Luzern liegt, rund 30 Minuten Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr entfernt, läuft vieles bis jetzt telefonisch: von der Anmeldung über Abklärungen bis zu Rückfragen. Eltern begegnen der Kinderspitex häufig zu Hause zum ersten Mal in einer ohnehin anspruchsvollen Situation. Mit der räumlichen Nähe im neuen Kinderspital soll sich dies grundlegend ändern. 

«Künftig können wir Familien schon während des stationären Aufenthalts kennenlernen», freut sich Vreni Truttmann, Co-Geschäftsleiterin Kispex. «Wir können Abläufe erklären, Fragen beantworten und Vertrauen aufbauen, noch bevor wir die Familie zu Hause besuchen.» Auch für die Pflege im KidZ wird die Nähe Vorteile bringen, wie Lorena Marsura, Pflegeexpertin Stufe 1 in der Pädiatrie des KidZ, betont: «Der persönliche Austausch wird einfacher, der Informationsfluss klarer und Prozesse werden schneller. Damit entlasten wir die Familien spürbar.»

Der Informationsaustausch wird einfacher.

Lorena Marsura, Pflegeexpertin Stufe 1, KidZ

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Bei schweren Krankheitsverläufen finden im KidZ regelmässig interdisziplinäre Round-Table-Gespräche statt. Im Neubau können künftig auch Mitarbeitende der Kispex unkompliziert an diesen teilnehmen, ohne zusätzlich anreisen zu müssen. Dies stärkt den fachlichen Informationsaustausch und gibt insbesondere bei palliativen Situationen Sicherheit.

Die Gesundheitsstrategie des Kantons Luzern sieht vor, eine koordiniert vernetzte, patientenorientierte und qualitativ hochwertige Behandlung entlang der gesamten Versorgungskette sicherzustellen. Die Kooperation des Kidz mit der Kispex ist Leuchtturmprojekt und sichtbares Beispiel dafür. Mit dem Neubau entsteht ein Ort, an dem Spital und Spitex nicht nur zusammenarbeiten, sondern zusammenwachsen. Die gemeinsame Vision: eine nahtlose, familienzentrierte Versorgung vom Eintritt über den Austritt bis in den Alltag zuhause.

Es ist ein absolutes Privileg, dass wir in der Zentralschweiz ein Kinderspital und eine Kinderspitex haben – und es ist ein strategischer Gewinn, unter dem neuen Dach noch näher zusammenzurücken. Davon profitieren Familien, aber auch unsere Teams.

Birgit Wernz, Leiterin Pflege, KidZ

Dieser Beitrag ist Teil vom Jahresbericht Kinderspital 2025. 

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