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Gesundheitstipp: Brauche ich einen Hausarzt?

Ein Hausarzt oder eine Hausärztin kennt die familiären, beruflichen oder sozialen Hintergründe der Patientinnen und Patienten. Je älter jemand wird, desto wichtiger wird dieses gesammelte Wissen. Und darum nennt Prof. Dr. med.Christoph Henzen, Leiter Zentrum und Departementsleiter Medizin am Luzerner Kantonsspital (LUKS) in Luzern, Hausarztpraxen wichtige erste Anlaufstellen für medizinische Fragen.
10. Januar 2024
Lesezeit: 2 Minuten
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«Sie sind zentrale Schaltstellen für unsere Krankheit und unsere Gesundheit. Ihr Wissen geht weit über die einzelnen Krankheitsdiagnosen eines Menschen hinaus», sagt Christoph Henzen. Wer jung sei und in 30 Jahren vielleicht mal das Bein bricht, braucht nicht unbedingt einen Hausarzt. Wird man aber älter und kommt die eine oder andere Diagnose dazu, dann ist es wichtig, dass jemand sozusagen «die Fäden zusammenhält».  

Diagnosen müssen gegeneinander abgewogen werden

Wir am Spital entlassen unsere Patientinnen und Patienten im Durchschnitt mit sieben verschiedenen Diagnosen. In der Hausarztpraxis kennt man diese und kann sie gegeneinander abwägen und priorisieren und entscheiden, was unbedingt behandelt werden muss und was allenfalls nicht. Diese Funktion ist ganz wichtig.  

Grosser Vorsprung einer Hausarztpraxis

In unserer Gesellschaft haben gerade junge Menschen oft den Anspruch, eine hausärztliche Leistung, etwa nach einem Armbruch, auch zu Unzeiten und jederzeit beziehen zu können. Dafür gibt es beispielsweise Notfallpraxen an den Spitälern. Dennoch empfiehlt Christoph Henzen in jedem Fall, wenn möglich, den Erstkontakt mit einem Hausarzt, einer Hausärztin: «Dort kennt man die Patientinnen und Patienten, ihre Medikamente und Allergien und hat so einen grossen Vorsprung gegenüber jedem noch so ausgeklügelten Klinikinformationssystem. Man kommt so auch schneller zur richtigen Diagnose und Behandlung.» 

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