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Gesundheitstipp: Fieber bei Kindern – wann müssen Eltern reagieren?

Rote Backen, heisse Stirn, Müdigkeit: Fieber gehört gerade bei kleinen Kindern zu einem der häufigsten Krankheitszeichen. Doch wann muss eine erhöhte Temperatur überhaupt gesenkt werden und wann sollten Eltern ärztliche Hilfe suchen? KD Dr. med. Iris Bachmann Holzinger, Co-Chefärztin des Kinder- und Jugendnotfallzentrums am Kinderspital Zentralschweiz (KidZ), erklärt, worauf Eltern achten sollten.
9. September 2026
Lesezeit: 2 Minuten
KD Dr. med. Iris Bachmann Holzinger
KD Dr. med. Iris Bachmann Holzinger, Co-Chefärztin des Kinder- und Jugendnotfallzentrums am Kinderspital Zentralschweiz (KidZ)

Fieber unterstützt die körpereigene Abwehr

Fieber ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom und Teil der natürlichen Abwehrreaktion des Körpers. Dringen Viren oder Bakterien in den Körper, reagiert das Immunsystem und die Körpertemperatur kann steigen. «Fieber ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Die erhöhte Temperatur unterstützt den Körper bei der Abwehr von Infektionserregern», erklärt Iris Bachmann Holzinger.

Fieber muss nicht immer gesenkt werden

Entscheidend ist weniger die erhöhte Temperatur allein als vielmehr, wie es dem Kind damit geht. Hat es etwa Kopf- oder Gliederschmerzen, ist sehr müde oder trinkt aufgrund des Fiebers zu wenig, kann es sinnvoll sein, das Fieber zu senken und anschliessend zu beobachten, wie sich der Zustand entwickelt.

Wann sollte ein Kind ärztlich untersucht werden?

Bei Neugeborenen und Säuglingen unter drei Monaten sollte Fieber immer ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch für ältere Kinder, wenn sie trotz Fiebersenkung nicht trinken oder sich ihr Allgemeinzustand nicht bessert. Bei Atemnot ist ebenfalls eine ärztliche Beurteilung erforderlich.

Eine Abklärung empfiehlt Iris Bachmann Holzinger zudem, wenn das Fieber über mehrere Tage anhält und keine erkennbare Ursache wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Erbrechen oder Durchfall vorliegt.

Mehr Wissen für Eltern

Wer mehr über typische Beschwerden und Erkrankungen im Kindesalter erfahren möchte, findet im Podcast «Dr. Schnodder & Co» des Kinderspitals Zentralschweiz und der Vereinigung Kinderärzte Zentralschweiz inzwischen rund 20 Folgen. Die Themen reichen von Fieber, Husten und Schnupfen über Ohrenschmerzen bis hin zu Verletzungen.

Wöchentlicher Podcast

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar.  

Um keine Folge zu verpassen, können Sie den Podcast via obigen Link bequem auf der Plattform Ihrer Wahl abonnieren.

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