Gesundheitstipp: Heute haben Frühgeborene gute Chancen

Ungefähr 1 Prozent der Kinder, die jährlich am Luzerner Kantonsspital (LUKS) das Licht der Welt erblicken, sind Frühgeburten. PD Dr. med. Martin Stocker, Chefarzt der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin, freut sich jeweils riesig über ein Wiedersehen mit den Neugeborenen und deren Eltern. Es seien genau diese Treffen, aus denen Martin Stocker die Motivation für seine Arbeit schöpft.

15. Juni 2022

Lesezeit: 2 Minuten
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Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Kommt ein Kind vor der 37. Woche zur Welt, spricht man von einer Frühgeburt. Erblickt ein Kind gar zwei Monate (vor der 32. Woche) vorher das Licht der Welt, ist von einem «frühen» oder «kleinen» Frühgeborenen die Rede.

Diese seien meist weniger als 1.5 Kilogramm schwer. Die Gründe für die Frühgeburt sind sehr vielfältig. Jede zweite Frühgeburt lasse sich gar nicht erklären. Dennoch gebe es für die Frühgeborenen heutzutage gute Prognosen, sagt Martin Stocker, Leiter Kinderspital am LUKS.

Der Mutterleib wird imitiert

Die Arbeit von Martin Stocker und seinem Team bestehe darin, den Frühgeborenen den Mutterleib zu imitieren: Im Brutkasten gibt man ihnen genügend Wärme. Zudem wird auf eine ausreichende Feuchtigkeit geachtet, da die Haut der Frühgeborenen noch sehr dünn sei.

Martin Stocker erklärt, dass die Kleinen im Mutterleib noch nicht selbstständig atmen müssen – nach der Geburt allerdings schon. Weil sie dies nicht können, muss ihre Atmung unterstützt werden. Ausserdem wird darauf geachtet, dass die Neugeborenen genügend Nährstoffe und Flüssigkeit erhalten. Das Ziel sei es, dass die Kleinen grösser und stärker würden, damit diese in ihr neues Zuhause entlassen werden können. Auch die Eltern werden eng begleitet.

Das Schönste sind die Wiedersehen

Die späteren Treffen mit den Frühgeborenen und deren frischgebackenen Eltern sind «extrem schön und extrem wichtig», sagt Martin Stocker. Sie seien es, welche die harte Arbeit und die geleistete Unterstützung der Frühgeburten während der ersten Zeit nach der Geburt entlohnen würden. Daraus schöpfe er seine Motivation und wisse: «Doch, das macht Sinn, was wir hier machen.»

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar. Der nächste Beitrag ist den Karrieremöglichkeiten am LUKS gewidmet.

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