Gesundheitstipp: Nierensteine – kleine Steine, grosse Schmerzen

Wie entstehen Nierensteine?
Die Ursache liegt in einer Übersättigung des Urins. Täglich scheidet der Körper zahlreiche gelöste Substanzen aus – deren Löslichkeit ist jedoch begrenzt. «Man kann sich das wie ein Glas Wasser vorstellen, dem Zucker oder Salz beigefügt wird», erklärt Dr. med. Urs Odermatt. «Eine gewisse Menge löst sich auf. Ist die Konzentration jedoch zu hoch oder die Flüssigkeit zu wenig verdünnt, bilden sich Kristalle.» Lagern sich diese Kristalle an, können daraus Nierensteine entstehen.
Kann man Nierensteine verhindern?
Die Ursachen für Nierensteine sind vielfältig, Betroffene können aber etwas dagegen tun:
- Die Trinkmenge ist entscheidend: Eine tägliche Urinmenge von zweieinhalb bis drei Litern ist erstrebenswert. Das heisst: viel trinken.
- Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle: Die häufigste Form sind Calciumoxalat-Steine. Sie entstehen, wenn sich im Urin zu viel Calcium mit Oxalat verbindet und Kristalle bildet. Eine oxalatarme Ernährung kann dem entgegenwirken.
Nahrungsmittel wie Rhabarber, Spinat, Schokolade, Schwarztee oder Eistee sollten reduziert oder ganz vom Speiseplan gestrichen werden.
Wie wird man Nierensteine wieder los?
Bei bestimmten Steinarten ist es möglich, diese aufzulösen. In der Mehrzahl der Situationen ist jedoch ein chirurgischer Eingriff notwendig. Häufig werden die Steine mithilfe eines Katheters entfernt. «Gerade Calciumoxalat-Steine können extreme Schmerzen verursachen», so Odermatt. «In solchen Fällen braucht es meist eine kleinere Operation».
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