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Gesundheitstipp: Psychische Gesundheit rund um die Geburt

Die Geburt ist für viele Frauen ein prägendes Ereignis. Rund 20 bis 25 Prozent der Frauen haben während der Schwangerschaft oder nach der Geburt mit psychischen Problemen zu kämpfen. Trotz ihrer Häufigkeit bleiben diese Probleme oft ein Tabuthema. Wie man dem entgegenwirken kann, erklärt Dr. med. Naghmeh Ghaem Maghami, Chefärztin und Leitung Frauenklinik am Standort Sursee.
15. April 2026
Lesezeit: 2 Minuten
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Dr. med. Naghmeh Ghaem Maghami, Chefärztin und Leitung Frauenklinik am Standort Sursee

Weshalb wird so wenig darüber gesprochen?

Ein Grund sind die hohen Erwartungen, die Frauen an sich selbst stellen – an die Schwangerschaft, die Geburt und die erste Zeit mit dem Baby. «Auch die Gesellschaft hat sehr grosse Erwartungen an die Frauen», erklärt Dr. med. Naghmeh Ghaem Maghami. «Das Bild der immer glücklichen Mutter, die strahlend mit ihrem Baby unterwegs ist, entspricht nicht immer der Realität.»

Die Realität kann anders aussehen: Manchmal hellt sich die Stimmung nach kurzer Zeit von selbst wieder auf (Baby-Blues). Es können aber auch schwerere psychische Störungen entstehen. Je früher man hinschaut und Unterstützung sucht, desto besser lassen sich belastende Entwicklungen verhindern.

Prävention beginnt vor der Schwangerschaft

Frauen, die in der Vergangenheit – etwa in der Jugend – bereits psychische Erkrankungen durchlebt haben, sollten sich möglichst früh mit dem Thema auseinandersetzen. «Dann ist es wichtig, sich bereits vor und während der Schwangerschaft zu informieren und Hilfe in Anspruch zu nehmen», sagt Maghami. Eine gute Vorbereitung kann helfen, Schwierigkeiten nach der Geburt rechtzeitig zu erkennen und abzufedern.

Viele Frauen fühlen sich verpflichtet, jederzeit zu funktionieren – für das Baby, das Umfeld und für sich selbst. Entscheidend ist jedoch, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und früh Unterstützung anzunehmen. «Eine Investition von Beginn der Schwangerschaft an bis zum ersten Lebensjahr des Kindes lohnt sich – für Mutter und Kind», so Maghami. Dies wirkt sich positiv auf die psychische und körperliche Entwicklung des Kindes aus und bildet damit eine wichtige Grundlage für eine gesunde Gesellschaft.

Unterstützung in der Frauenklinik Sursee

In der Frauenklinik am Standort Sursee steht eine spezialisierte psychosomatische Betreuung nach der Geburt zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an Frauen, die nach der Geburt unter psychischen, psychosomatischen oder traumabezogenen Beschwerden leiden und sich eine einfühlsame, fachlich fundierte Begleitung wünschen.

Wöchentlicher Podcast

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar.  

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