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Gesundheitstipp: Was tun bei Senkungsbeschwerden?

Viele Frauen spüren nichts von Senkungsbeschwerden. Doch laut Dr. med. Corina Christmann, Chefärztin Frauenklinik am Luzerner Kantonsspital (LUKS), treten solche bei rund 50 Prozent der Frauen auf, vor allem im Alter. Das äussert sich etwa mit Problemen bei der Blasenentleerung oder bei der Sexualität.
11. Januar 2023
Lesezeit: 2 Minuten
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PD Dr. med. Corina Christmann, Chefärztin Frauenklinik am LUKS

Das Senkungsgefühl, das viele Frauen verspüren, manifestiert sich durch ein Fremdkörpergefühl in der Scheide. Dies fühlt sich an, als hätten sie einen Tampon drin. Oft müssten Frauen die Blase oder den Darm zurückstossen, damit sie Blase oder Darm entleeren können, oder sie haben eine eingeschränkte Sexualfunktion.

Beschwerden bedeuten nicht immer eine Operation

Beschwerden sollten behandelt werden. Da gebe es einerseits konservative Möglichkeiten mit Pessar-Therapien – spezielle Tampons in verschiedenen Grössen und Formen, die man täglich anwenden kann. Nötigenfalls könne man auch operative Behandlungsmöglichkeiten in die Wege leiten.

Senkungsbeschwerden können auch bei jüngeren Frauen auftreten. Bei 20 bis 40 Prozent ist dies nach einer Geburt der Fall. Im ersten Jahr nach einer Geburt, ob spontan oder mit Kaiserschnitt, liessen sich diese am besten auch mit Physiotherapie angehen.

Sich dem Tabu stellen

Die Senkungsbeschwerden sind laut PD Dr. med. Corina Christmann sehr gut behandelbar. «Es ist ganz wichtig, dass sich Frauen getrauen, sich diesem Tabu zu stellen und sich Hilfe zu suchen.» Ob das Problem konservativ oder operativ angegangenwird, die Lebensqualität kommt auf jeden Fall durch eine Behandlung wieder zurück.  

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