Gesundheitstipp: Wenn die Nieren nicht mehr mitspielen

Wie kommt es zu einer Niereninsuffizienz?
Die häufigsten Ursachen sind Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Das Heimtückische: Die Erkrankung bleibt oft lange unbemerkt.
«Rund zehn Prozent der Bevölkerung haben eine Niereninsuffizienz, ohne es zu wissen», erklärt Dr. med. Urs Odermatt. «Erst Laboruntersuchungen der Nierenwerte können Klarheit bringen.»
Meist wird die Diagnose durch einen Urin- oder Bluttest bei der Hausärztin oder dem Hausarzt gestellt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Wenn die hausärztliche Behandlung an ihre Grenzen kommt, ist der Gang zur Nierenspezialistin oder zum Nierenspezialisten wichtig.
Im Vordergrund steht, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. «Heute verfügen wir über sehr gute Medikamente, um den Verlauf einer Niereninsuffizienz zu verzögern. Natürlich versuchen wir alles – doch eine Heilung ist bislang leider keine realistische Option», so Odermatt.
Ist die Nierenfunktion vollständig erloschen, gibt es dennoch Lösungen: Seit Jahrzehnten kann die Nierenfunktion technisch ersetzt werden – durch die Dialyse, umgangssprachlich auch Blutwäsche genannt. Dabei werden giftige Stoffe aus dem Blut gefiltert.
Wann kommt eine Nierentransplantation infrage?
Vielen Menschen ist bekannt, dass man eine Niere spenden kann. «In diesem Bereich haben wir grosse Fortschritte erzielt», sagt Odermatt. «So muss die Blutgruppe von Spenderin oder Spender und Empfängerin oder Empfänger heute nicht mehr zwingend übereinstimmen – in den meisten Fällen können wir auch über die Blutgruppe hinweg transplantieren.»
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