Kinderspital engagiert sich für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine

Aus der Ukraine geflüchtete Menschen benötigen oftmals medizinische Betreuung. Dies betrifft insbesondere Kinder und Jugendliche. Ärztinnen und Ärzte des Kinderspitals am Luzerner Kantonsspital (LUKS) engagieren sich diesbezüglich. Stets mit dem Ziel, die optimale medizinische Versorgung aller zu ermöglichen.

30. Juni 2022

Lesezeit: 2 Minuten
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PD Dr. med. Nicole Ritz hat an Empfehlungen zur Betreuung ukrainischer Kinder mitgearbeitet.

Der Krieg in der Ukraine und das damit verbundenen Leid der Zivilbevölkerung macht uns tief betroffen. Bereits vor der russischen Invasion waren Familien im Osten der Ukraine aufgrund des Konflikts zur Flucht gezwungen. Viele haben Angriffe erlebt, etwa auf Schulen oder medizinische Einrichtungen. Dies führte unweigerlich zu Einschränkungen in der Gesundheitsversorgung.

Leidtragende sind insbesondere Kinder und Jugendliche. Dies beschäftigt auch die Ärztinnen und Ärzte des Kinderspitals am Luzerner Kantonsspital. Prof. Dr. med. Philipp Szavay, Chefarzt Kinderchirurgie, unterhält gemeinsam mit der Kinder-Onkologie Kontakte zu kinderchirurgischen Institutionen in Kiew. Einzelne Kinder konnten bereits geplant in die Schweiz, ein Kind wurde im Kinderspital in Luzern versorgt.

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Prof. Dr. med. Philipp Szavay steht mit ukrainischen Institutionen im Kontakt.

Wissenschaftlich basierte Empfehlungen

PD Dr. med. Nicole Ritz, Chefärztin Pädiatrie, und Dr. med. Michael Büttcher, Leitender Arzt für pädiatrische Infektiologie, haben an aktuellen, evidenzbasierten Empfehlungen von Pädiatrie Schweiz mitgearbeitet. Diese zielen darauf ab, Informationen und Anleitungen zu Gesundheitsproblemen bereitzustellen, mit denen Kinderärztinnen und -ärzte sowie Allgemeinmediziner/-innen bei der Betreuung ukrainischer Kinder konfrontiert sein können.

Nicole Ritz, die über grosse Erfahrung in der Migrationsmedizin von Kindern verfügt, hat die Arbeitsgruppe geleitet. Sie sagt: «Die Empfehlungen und deren Umsetzung werden für uns am Kinderspital und in der ganzen Schweiz wichtig sein.»

Die Empfehlungen umfassen folgenden Themen:

  • Allgemeine Aspekte, einschliesslich Dolmetscherdienste, dringende Gesundheitsbedürfnisse, persönliche Vorgeschichte und allgemeine Vorsorgeuntersuchungen
  • Psychische Gesundheit, einschliesslich der Suche nach Anzeichen psychischer Belastung
  • Impfungen
  • Screening für Infektionskrankheiten
  • Bereitstellung altersgerechter Präventions- und Gesundheitsinformationen.

Ritz sagt: «Die Empfehlungen sind allgemeingültig, aber selbstverständlich muss die Betreuung von Kindern stets auf die individuelle Situation angepasst werden.» Die Empfehlungen sind national auf Interesse gestossen und werden auch international als Referenz herangezogen. Denn: «Unser aller Anliegen ist es, allen Kindern in der Schweiz – unabhängig der Herkunft – eine optimale medizinische Versorgung zu ermöglichen.»

Die Empfehlungen finden Sie hier (Text in Englisch).

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