Koordiniert und digital vernetzt: Neue LUKS Gruppe startet

Das Luzerner Kantonsspital und das Spital Nidwalden schliessen sich am 1. Juli 2021 zur LUKS Gruppe zusammen. Die Gründung ist ein historischer Moment – für alle Involvierten sowie für die ganze Region Zentralschweiz. Mit dem neuen Spitalverbund entsteht ein leistungsstarkes Netzwerk mit Zukunft. Dieses garantiert auch künftig eine wohnortsnahe, qualitativ hochstehende, abgestimmte und wirtschaftliche medizinische Grund- und Spezialversorgung.

1. Juli 2021

Lesezeit: 3 Minuten
Gründung LUKS Gruppe: (v.l.) Dr. Ulrich Fricker (Präsident des Verwaltungsrats), Regierungsrat Guido Graf (Gesundheits- und Sozialdirektor Kanton Luzern), Urs Baumberger (Direktor Spital Nidwalden), Regierungsrätin Michèle Blöchliger (Gesundheits- und Sozialdirektorin Kanton Nidwalden), Benno Fuchs (CEO LUKS Gruppe) anlässlich der der Aktienübertragung im Spital Nidwalden.

Die Spitäler in der Schweiz sind aktuell mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: Medizinischer Fortschritt, Spezialisierung, Fachkräftemangel, Digitalisierung, grosser Preis- und Kostendruck oder zunehmender Wettbewerb und Regulierungen sind nur einige davon. Der Zusammenschluss zur LUKS Gruppe bietet dem Luzerner Kantonsspital (LUKS) und dem Spital Nidwalden (SpiNW) die einmalige Chance, gemeinsam diesen Herausforderungen zu begegnen – und zwar mit einer gut koordinierten und digital vernetzten Gesundheitsversorgung.

Zusammenarbeit verstärken, Synergien nutzen, Fachkräfte gewinnen

Bereits seit 2012 arbeiten das LUKS und das SpiNW in der Luzerner-Nidwaldner Spitalregion (LUNIS) zusammen. Diese Kooperation hat sich sehr bewährt und wird nun mit dem Zusammenschluss zur LUKS Gruppe auch rechtlich verankert. Regierungsrätin Michèle Blöchliger, Nidwaldner Gesundheits- und Sozialdirektorin, stellt fest: «Das Vertrauen der Nidwaldner Bevölkerung und der Politik hat diesen Schritt ermöglicht. Freude herrscht!» Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements, sagt: «Ich freue mich sehr, ist die gemeinsame Vision nun Realität geworden. Ich bin überzeugt, dass diese Verbundlösung exemplarisch für die Entwicklung von Schweizer Spitälern sein wird.» Der neue, kantonsübergreifende Spitalverbund ist schweizweit einzigartig und für die ganze Region wichtig: Nur in einem starken Netzwerk gelingt es, der Bevölkerung der Region auch künftig eine wohnortsnahe, qualitativ hochstehende, sehr gut abgestimmte und wirtschaftliche medizinische Grund- und Spezialversorgung anzubieten. Dabei wird auch weiterhin immer der Mensch im Mittelpunkt stehen: «Wir nehmen unsere Verantwortung für die Patientinnen und Patienten, für die Mitarbeitenden und die Gesellschaft wahr», erklärt Dr. Ulrich Fricker, Verwaltungsratspräsident der LUKS Gruppe.

Die neu strukturierte Zusammenarbeit ermöglicht es, Synergien noch besser zu nutzen. Im Verbund lassen sich die nötigen Fallzahlen, die zunehmend für eine qualitativ hohe und dennoch wirtschaftliche medizinische Versorgung erforderlich sind, besser erreichen und mit einem attraktiven Gesamtpaket mit Entwicklungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie attraktiven Arbeitsbedingungen die notwendigen Fachkräfte besser gewinnen und halten. Dies ist nicht zuletzt für kleinere Spitäler wichtig. «Wir sind stolz, ein Mitglied der LUKS Gruppe zu sein. Das Spital Nidwalden wird so ein wichtiger Bestandteil eines leistungsstarken Spitalnetzwerks mit Zukunft», ist Urs Baumberger, Direktor des SpiNW, überzeugt.

LUKS Gruppe setzt neue Massstäbe

Ein entscheidender Schritt, um die neue Spitalgruppe erfolgreich zu etablieren, ist eine breit abgestützte Strategie. Die LUKS Gruppe konzentriert sich dabei auf fünf Handlungsfelder: Qualität, Innovation, Mitarbeiterattraktivität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Benno Fuchs, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung, skizziert die neue Vision wie folgt: «Als führende Spitalgruppe der Schweiz wollen wir die Gesundheitsversorgung prägen.» Die Werte herzlich, kompetent, vernetzt stehen im Zentrum des künftigen Handelns. Mit der Strategie einer koordinierten und digital vernetzten Versorgung setzt die LUKS Gruppe neue Massstäbe im Gesundheitswesen.

Die LUKS Gruppe

2019 respektive 2020 haben die Kantonsparlamente in Nidwalden und Luzern die Umwandlung der Spitalbetriebe in gemeinnützige Aktiengesellschaften beschlossen. Die neue Rechtsform ermöglicht per 1. Juli 2021 einen Zusammenschluss zur LUKS Gruppe mit der Luzerner Kantonsspital AG als Dachorganisation.

Im Zuge der Umwandlung werden die Spitalbetriebe in Luzern, Sursee und Wolhusen in die LUKS Spitalbetriebe AG ausgelagert. Diese drei Spitäler treten auch weiterhin unter der Marke «Luzerner Kantonsspital» auf. Gleichzeitig übernimmt die Luzerner Kantonsspital AG 60 Prozent der Aktien der Spital Nidwalden AG (exklusive Immobilien). Der Kanton Nidwalden als Minderheitsaktionär (40 Prozent der Aktien) kann mit Vetorecht bei Grundsatzentscheiden weiterhin über das Spital Nidwalden mitbestimmen. Die LUKS Spitalbetriebe AG und die Spital Nidwalden AG bilden zusammen mit der Luzerner Höhenklinik Montana AG, der LUKS Immobilien AG und weiteren Tochtergesellschaften künftig die LUKS Gruppe.

Gemeinsam beschäftigen die Spitalbetriebe an den fünf Standorten über 8'000 Mitarbeitende und betreiben rund 950 Betten. Der jährliche Umsatz beträgt rund 1 Milliarde Franken.

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