LUKS-Ärztin betreut Athletinnen bei der Tour de Suisse Women

Die LUKS-Ärztin Dr. med. Judith Bering betreut Spitzensportler in verschiedenen Sportarten. An diesem Wochenende feiert sie eine Premiere.

3. Juni 2021

Lesezeit: 4 Minuten
Judith Bering im Einsatz an der Strassenrad-EM. (Bild:Laura Sperisen Swiss Cycling)

Dr. med. Judith Bering ist als Oberärztin in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am LUKS Luzern tätig. Ihr Fachgebiet ist die Kniechirurgie und die Sportmedizin. Letztere ist ihre grosse Leidenschaft, wie sich an der Liste ihrer bisherigen ehrenamtlichen Engagements in der Sportwelt ablesen lässt. Doch dazu später.

Pünktlich zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts lanciert die Tour de Suisse am Auftaktwochenende in Frauenfeld eine Frauenausgabe der Tour de Suisse. Bering ist Verbandsärztin bei Swiss Cycling. An der dieses Wochenende zum ersten Mal startenden Tour de Suisse Women wird sie als Rennärztin im Einsatz sein. Dabei fährt sie im zweiten Auto hinter dem Fahrerinnenfeld und sorgt im Falle eines Unfalls schnell für die Erstversorgung und Stabilisation der Verletzten. Bering ist gespannt: «Wie für die Tour de Suisse Women wird es auch für mich eine Premiere an der Tour de Suisse sein.»

Stürze sind im Radsport keine Seltenheit. Schürfungen, Schnittwunden und Prellungen zählen zu den häufigsten Verletzungen. «Auch Schlüsselbeinfrakturen kommen relativ häufig vor», erwähnt Bering. Bei schlimmeren Stürzen komme es zu Gehirnerschütterungen. «Je nach Schwere einer Verletzung kann das Rennen im Falle eines Sturzes fortgesetzt oder die Athletin der Ambulanz übergeben und zur weiteren Versorgung in ein Spital gebracht  werden.»

Heute tanzt sie Salsa

Als Teamärztin ist sie aber nicht nur für medizinische Themen zuständig. «Bei Bedarf unterstütze ich die Physiotherapeuten, gehe fürs Team einkaufen, kümmere mich ums Essen im Hotel und helfe während des Rennens beim Anreichen der Verpflegung oder zeige die Zeitrückstände an.»

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Das Interesse für die Sportmedizin mag damit zusammenhängen, dass Sport in unserer Familie immer ein zentraler Bestandteil war.

Dr. med. Judith Bering, Oberärztin AD Orthopädie und Unfallchirurgie

Die 42-Jährige wusste schon früh, in welche Richtung sie sich orientieren will. Sie sagt: «Das Interesse für die Sportmedizin war wie auch das Interesse an der Orthopädie bereits früh im Studium vorhanden und mag damit zusammenhängen, dass Sport in unserer Familie immer ein zentraler Bestandteil war. Glücklicherweise erhalte ich in unserer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am LUKS Luzern seit nunmehr 13 Jahren die Möglichkeit, Sportmedizin mit Einsätzen im Spitzensport in meiner Freizeit ausüben zu können.»

Privat hat Bering ihre Liebe zum Sport schon früh entdeckt. Als Kind begann sie mit Kunstturnen, im Alter von 12 Jahren mit Handball. In dieser Sportart schaffte sie es bis in die Nati A. «Mittlerweile tanze ich Salsa, gehe ins Fitness, im Sommer Velofahren oder Wandern, im Winter Alpinskifahren, habe aber auch Skitouren und seit letztem Winter Langlauf für mich entdeckt», erklärt sie.

Judith Bering (rechts) mit Beachvolleyballerin Joana Heidrich.

Judith Bering (rechts) mit Beachvolleyballerin Joana Heidrich.

Beeindruckende Vielfalt an Sportarten

Später hat sie ihr privates mit ihrem beruflichen Interesse verbunden. Sie arbeitet seit 13 Jahren als Verbandsärztin für den Schweizer Handball-Verband mit Betreuung unterschiedlicher Teams bis hin zur Männer-Nationalmannschaft. Weiter ist sie seit zehn Jahren als Leitende Turnierärztin an der Beachvolleyball World Tour in Gstaad tätig. Doch das ist nicht alles. «Ich habe während vier Saisons die U18-Nationalmannschaft für Swiss Ice Hockey betreut, arbeite seit 2015 am Spitzenleichtathletik-Meeting in Luzern mit und werde 2021 als Teil des Medical Teams an der Winteruniversiade im Einsatz sein. Zudem betreute ich 2019 betreute ich als Teil eines Dreier-Ärzteteams die Schweizer Delegation an den European Games in Minsk, in der zweiten Woche in der Funktion als Leitung des Medical Teams.» Alle diese Einsätze absolviert Bering in ihrer Freizeit.

Am ersten Juni-Wochenende steht nun die Tour de Suisse Women an. Bering kennt die Herausforderungen von Frauen im Spitzensport. Diese fliessen in den Trainings- und Wettkampfalltag ein. Sie ist erfreut, dass sich Frauen mittlerweile in ehemals ausschliesslich von Männern dominierten Sportarten beweisen können. «Sportliche Aktivität und Leistungsorientierung allgemein gelten nicht länger als unweiblich», sagt sie. Und in der Behandlung sowie der Prävention würden bereits seit einigen Jahren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Behandlung und Prävention implementiert.

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