Neonatologie bereitet sich auf die Reise ins neue Kinderspital vor

Das Betriebshandbuch ist abgeschlossen, die Planung für Betten und Stellen steht kurz vor dem Abschluss. Für 2026 gilt ein klares Ziel: Alle Aktivitäten konzentrieren sich auf Themen, die für den Umzug entscheidend sind. So bleibt der Leistungsauftrag vor und nach dem Umzug vollständig erfüllt.
«Aktuell planen wir die Einrichtung der neuen Patientenzimmer», erklärt Vreni Achermann. «Wir überlegen, wo Material platziert wird, damit Wege kurz bleiben. Für jedes Kind wird es einen normierten Schrank geben, der nach dem Kanban-Prinzip befüllt wird. Ein Musterschrank auf der Abteilung hilft dem Team, sich ein Bild zu machen und Verbesserungen einzubringen.»
Neben den neuen Räumlichkeiten erwartet das Team der Neonatologie eine bedeutende Veränderung: Es wird künftig noch enger mit der Kinderintensivmedizin zusammenarbeiten. Heute sind beide Bereiche räumlich getrennt – die Neonatologie in der Frauenklinik, die Kinderintensivstation im Kinderspital. Das bedeutet, dass kranke Neugeborene derzeit zwischen den Gebäuden transportiert werden müssen – eine zusätzliche Belastung, insbesondere für extrem frühgeborene Kinder.
Ein Zentrum für höchste Qualität
Mit dem Neubau entsteht ein schweizweit einzigartiges Perinatalzentrum, das alle Fachdisziplinen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Versorgung von Früh- und Neugeborenen räumlich zusammenführt. Auf einer gemeinsamen Ebene entstehen die Pränatalstation, die Geburtsabteilung mit Gebärzimmern, ein Operationstrakt für Frauen und Kinder, inklusive Spezialeinrichtungen für Notkaiserschnitte und die Betreuung oder Operation von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen, sowie die Kinderintensivstation und die Neonatologie. Die kurzen Wege stellen eine effiziente, rasche Versorgung der Frauen und Neugeborenen sicher.
«Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Teams des Perinatalzentrums», erklärt Vreni Achermann. «Dabei bieten die unterschiedlichen Teamkulturen eine tolle Möglichkeit, voneinander zu lernen und gemeinsam zu einer neuen Einheit zusammenzuwachsen.»
Damit alle Mitarbeitenden der Neonatologie den Weg mitgehen, gibt es das Café Neubau: In lockerer Runde informiert sich das Team zwei- bis dreimal pro Monat über den aktuellen Stand. Die Führungspersonen waren bereits mehrfach auf der Baustelle, um Eindrücke zu sammeln.
«Wir haben alle gefragt: Freust du dich auf den Neubau? Wo siehst du Chancen und Risiken?», berichtet Achermann. Die Rückmeldungen: grosse Vorfreude, aber auch konstruktive Bedenken. «Arbeitsgruppen werden gebildet und erarbeiten nun konkrete Prozesse. Es ist wichtig, auf Sorgen und Ängste einzugehen.»
Nähe und Ruhe für Eltern und Kinder
Der Neubau bringt in der Neonatologie weitere grosse Vorteile für Eltern und Kinder: Einzelzimmer statt dem bisherigen Mehrbettbereich bieten mehr Ruhe für und ermöglichen den Eltern, rund um die Uhr bei ihrem Kind zu bleiben. «Die Familien sollen sich in einer sehr belastenden Zeit möglichst wohlfühlen können », sagt Vreni Achermann. «Zudem können wir sie so noch besser in die Pflege ihrer Kinder integrieren, ihnen Sicherheit für die Zeit zuhause vermitteln und eine enge Verbindung zum Kind fördern.» Für den Austausch mit anderen Eltern und zur Entlastung ist im Neubau ein Elternaufenthaltsraum geplant.
Noch sind viele Details zu klären. Doch die Vorfreude überwiegt. «Der Neubau ermöglicht uns einen grossen Schritt zu einer noch besseren Versorgung der Früh- und Neugeborenen und ihrer Familien», sagt Achermann. «Wir freuen uns auf diese Reise!»
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