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Neuerkrankungen an Hautkrebs nehmen zu

In den vier Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden erkrankten im Zeitraum 2018–2022 jährlich 0,5 Prozent der Bevölkerung neu an Krebs. Bei den Frauen ist die Neuerkrankungsrate gegenüber der Periode 2013–2017 gesunken. Jährlich sind 0,2 Prozent der Bevölkerung an Krebs verstorben. Die Mortalitätsrate ist bei beiden Geschlechtern gesunken. Am häufigsten wurden die geschlechtsspezifischen Krebsarten Prostata- und Brustkrebs diagnostiziert. Erkrankungen an Hautkrebs haben bei beiden Geschlechtern zugenommen. Dies zeigt die neuste Krebsstatistik von LUSTAT in Zusammenarbeit mit dem Zentralschweizer Krebsregister am Luzerner Kantonsspital (LUKS).
11. November 2025
Lesezeit: 2 Minuten
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Prof. Dr. med. Joachim Diebold, Chefarzt Pathologie, Leiter Zentralschweizer Krebsregister

In den Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden sind im Zeitraum 2018–2022 jährlich 0,5 Prozent der Bevölkerung neu an Krebs erkrankt. 1'556 Männer und 1'228 Frauen erhielten im Jahresschnitt neu eine Krebsdiagnose. Im gleichen Zeitraum verstarben 574 Männer und 430 Frauen oder 0,2 Prozent der Kantonsbevölkerungen an Krebs. Krebsbedingte Todesfälle liegen in der Zentralschweiz geringfügig unter dem Gesamtschweizer Durchschnitt.

Unterschiedliche Entwicklung der Inzidenzrate je nach Geschlecht

Die Krebs-Neuerkrankungsrate (Inzidenzrate) liegt bei den Männern im Allgemeinen höher als bei den Frauen. In der Periode 2018–2022 betrug die altersstandardisierte Inzidenzrate der Männer in den vier Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden 413 Erkrankungsfälle pro 100'000 Männer. Bei den Frauen betrug sie 316 Fälle pro 100'000 Frauen. Gegenüber der Vorperiode (2013–2017) ist die Inzidenzrate bei den Männern leicht gestiegen, bei den Frauen hingegen leicht gesunken.

Mortalitätsrate ist sinkend

In den Zentralschweizer Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden war im Zeitraum 2018–2022 beinahe jeder vierte Todesfall auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Bei den Männern waren 27 Prozent aller Todesfälle krebsbedingt, bei den Frauen 20 Prozent. Im Schnitt starben jährlich 574 Männer und 430 Frauen an Krebs. Die altersstandardisierte Mortalitätsrate zeigt, dass über die Jahre weniger Menschen an Krebs sterben: So reduzierte sich die Rate im Zeitraum 2018–2022 gegenüber der Vorperiode 2013–2017 bei den Männern von 155 auf 137 Sterbefälle pro 100'000 Männer und bei den Frauen von 100 auf 89 Sterbefälle pro 100'000 Frauen.

Prostata- und Brustkrebs am häufigsten

Bei den Männern der Kantone Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden wurde im Zeitraum 2018–2022 im jährlichen Schnitt am häufigsten Prostatakrebs neu diagnostiziert, bei den Frauen am häufigsten Brustkrebs. Im Weiteren sehr häufig waren Neuerkrankungen infolge Lungen-, Dickdarm- und schwarzem Hautkrebs. Insgesamt entfielen 60 Prozent aller Krebsneuerkrankungen auf diese fünf Lokalisationen.

Starke Zunahme von Prostata- und Hautkrebs bei den Männern

In den vier Zentralschweizer Kantonen ist die altersstandardisierte Inzidenzrate der geschlechtsspezifischen Krebsarten gestiegen – bei Prostatakrebs um 15 Prozent und bei Brustkrebs um 2 Prozent. Beim Hautkrebs zeigte die Inzidenzrate der Männer eine starke (+14%) und bei den Frauen eine leichte Zunahme (+1%).

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