Perinatalzentrum im Neubau: Höchste Sicherheit durch kurze Wege

Im künftigen Perinatalzentrum liegen alle Bereiche rund um die Geburt auf einer Etage und Tür an Tür: die Pränatalstation für schwangere Frauen, die Geburtsabteilung mit modernen Gebärzimmern sowie ein hochmoderner Operationstrakt für Frauen und Kinder – inklusive Spezialeinrichtungen für Notkaiserschnitte und die Versorgung oder Operation von Früh- und kranken Neugeborenen. Diese enge räumliche Verbindung ermöglicht jederzeit verfügbare Expertise und kurze Entscheidungswege. Mutter und Kind bleiben nahe beieinander, die interprofessionellen Teams können eingespielt Hand in Hand arbeiten.
Sicherheit schon vor der Geburt
Die Pränatalabteilung verfügt dank enger interdisziplinärer Zusammenarbeit über besondere Kompetenz in komplexen Situationen – etwa bei mütterlichen Erkrankungen, psychosomatischen Belastungen, Plazentationsstörungen, Vasa praevia (eine seltene, aber potenziell gefährliche Situation, bei der kindliche Blutgefässe zu nahe am Muttermund verlaufen) oder dem Verdacht auf fetale Fehlbildungen. Ein spezialisiertes Board unterstützt zudem bei genetischen Abklärungen.
Patientinnen profitieren von ruhigen Einzelzimmern; die unmittelbare Nähe zum Gebärsaal gewährleistet schnelle Entscheidungen, wenn es darauf ankommt.
Geborgenheit bei der Geburt
Bei unkomplizierten Geburten sorgen moderne Gebärzimmer und ein erfahrenes, einfühlsames Hebammenteam für ein positives Geburtserlebnis. Nach der Geburt finden Familien auf der Mutter-Kind-Abteilung in den oberen Stockwerken der Frauenklinik moderne Einzelzimmer, warme Farben und lichtdurchflutete Räume vor – ein Ort der Ruhe, der Sicherheit und des Ankommens.
Der Neubau ermöglicht abgestimmte Prozesse und optimale Zusammenarbeit, um jedem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu sichern
Prof. Dr. Martin Stocker, Leiter Kinderspital, Chefarzt Neonatologie und Kinderintensivmedizin
Vertrauen durch Nähe
Nicht jede Geburt verläuft wunschgemäss. Bei einem ungeplanten Kaiserschnitt oder wenn das Neugeborene rasch medizinische Hilfe braucht, sind alle Spezialistinnen und Spezialisten in unmittelbarer Nähe verfügbar. Ein OP für Notfallkaiserschnitte liegt direkt neben den Gebärsälen. Ein neonataler Erstversorgungsraum ermöglicht die sofortige Betreuung von Frühgeborenen, kranken Neugeborenen oder Mehrlingen. Daneben befinden sich die Operationssäle von Kinderspital und Frauenklinik sowie die Kinderintensivstation. Lange, potenziell belastendende Transporte kranker Kinder gehören damit der Vergangenheit an.
Durch die Lage des Neubaus auf dem Campus des LUKS Luzern ist die Expertise weiterer Fachdisziplinen schnell verfügbar – ein entscheidender Vorteil eines Zentrumsspitals mit hochspezialisierter Medizin.
Nähe, die Sicherheit gibt
In der Neonatologie bietet das neue Perinatalzentrum einen Ort der Geborgenheit für eine familienintegrierte Versorgung. Einzelzimmer mit Rooming-in ermöglichen Eltern, rund um die Uhr bei ihrem Kind zu bleiben. Die kontinuierliche Nähe fördert die emotionale Bindung, sorgt für Ruhe und reduziert Infektionsrisiken. Eltern werden von Beginn an Teil des Behandlungsteams und lernen früh, ihr Kind zu versorgen. Ein Elternraum bietet Rückzugsmöglichkeiten und Austausch.
Wenn Eltern mehrere Wochen auf der Neonatologie verbringen müssen, wird das Angebot durch das nahegelegene Ronald McDonald Haus ergänzt: Es bietet zusätzlichen Raum zum Arbeiten und sich erholen, Übernachtungsmöglichkeiten und Unterstützung in dieser intensiven Zeit.
Das Perinatalzentrum schafft Nähe: rund um Geburt und frühen Lebensstart
KD Dr. med. Markus Hodel, Chefarzt Geburtshilfe
Sanfte Chirurgie für die Kleinsten
Im Neubau stehen hochmoderne Operationssäle zur Verfügung, die minimalinvasive Eingriffe bei Neugeborenen und Kindern mit angeborenen Fehlbildungen ermöglichen. Dank neuester Technologie können Operationen besonders präzise und schonend durchgeführt werden. Das verringert die Belastung, die bei grossen Operationsschnitten entstehen würde, verkürzt die Dauer der Beatmung und führt zu einer schnelleren Erholung. So können auch die jüngsten Patientinnen und Patienten früher wieder nach Hause.
Ein Zukunftsversprechen für die Zentralschweiz
Unter einem Dach finden sich weitere zentrale Angebote für die Perinatalmedizin: kindermedizinische Disziplinen, gynäkologische Spezialsprechstunden, Physio- und Ergotherapie, eine hochmoderne Radiologie mit MRI (Magnetresonanztomografie) und CT (Computertomografie) sowie ein Milchnahrungszentrum.
Effiziente Abläufe und eine bedarfsgerechte Infrastruktur schaffen die Basis für eine nachhaltige Perinatalmedizin – gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und Ressourcenknappheit. Auch andere Spitäler profitieren dank der geplanten Telemedizin und digitaler Vernetzung von der Expertise des Zentrums.
Die Eröffnung des Neubaus ist für Herbst 2026 geplant. Entstehen wird dabei weit mehr als ein moderner Klinikbau: Es entsteht ein Ort der Nähe, des Vertrauens und der Geborgenheit – für Frauen, Kinder und Familien.
Das Perinatalzentrum ist ein Förderprojekt der Stiftung Zukunft Kinderspital Zentralschweiz
Umfassende Erfahrung am Perinatalzentrum
- 11000Mehr als 12'000 pränatale Ultraschalluntersuchungen pro Jahr
- 6000Über 7'000 Geburten pro Jahr im Einzugsgebiet Zentralschweiz
- 0Mehr als 1'000 behandelte Neugeborene pro Jahr
- 240Über 250 Frühgeborene (unter 37 Schwangerschaftswochen) pro Jahr
- 49000Über 50'000 neonatale Beatmungsstunden

Dieser Beitrag ist Teil vom Jahresbericht Kinderspital 2025.
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