Saharastaub: Birgt das Naturphänomen gesundheitliche Gefahren?

Wer in diesen Tagen aus dem Fenster blickt – oder auf sozialen Medien durchscrollt – wird zweifellos mit dem Saharastaub konfrontiert. Doch wie gefährlich ist das Phänomen, das alles in leichtem orange schimmern lässt? KD. Dr. med. Urs Bürgi, seit Januar 2022 Chefarzt der Pneumologie, macht eine Einschätzung.

16. März 2022

Lesezeit: 1 Minute
luks sahara staub

Dr. Bürgi, ist der Saharastaub gefährlich?

In der Regel ist der Saharastaub bei uns harmlos. In der Literatur gibt es aber Hinweise, dass etwa Patientinnen oder Patienten mit fortgeschrittenen, chronischen Lungenerkrankungen bei hoher Staubbelastung eine Verschlechterung verspüren können.

Wie zeigt sich diese Verschlechterung?

Patienten mit fortgeschrittenen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Raucherlunge (COPD) können durch die von den Sandpartikeln verstärkte Umweltverschmutzung vermehrt Symptome wie Husten oder pfeifende Atmung erfahren. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie eine intensive Luftverschmutzung in einer Grossstadt. In unserer Region kommt das glücklicherweise kaum vor.

Wie kann man sich einfach schützen?

Wenn jemand unter dem Saharastaub leidet, raten wir, die Fenster zu schliessen, nach Möglichkeit drinnen zu bleiben und eventuell einen Luftreiniger in Betrieb zu nehmen. Das Phänomen ist in der Regel von kurzer Dauer.

Aber konkret in Behandlung hatten Sie aufgrund dieses Phänomens noch niemanden?

Nein, dazu ist mir kein Fall bekannt. Man kann das Naturphänomen also ganz beruhigt bestaunen.

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