Schweizweites Forschungsprojekt zu Covid-19 bei Kindern

Ein aktuelles Forschungsprojekt mit schweizweiten Daten zu Covid-19 bei Kindern zeigt, dass die Erkrankung in den meisten Fällen mild verläuft. PD Dr. med. Nicole Ritz, Chefärztin Pädiatrie am Kinderspital des Luzerner Kantonsspitals (LUKS), erhofft sich aus der Studie wichtige Erkenntnisse für bessere Therapiemöglichkeiten.

4. Januar 2022

Lesezeit: 2 Minuten
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Unter der Leitung von PD Dr. med. Nicole Ritz, Chefärztin Pädiatrie am Kinderspital des Luzerner Kantonsspitals (LUKS), läuft aktuell ein wichtiges Forschungsprojekt zu Covid-19 bei Kindern in der Schweiz. Die Studie wird im Rahmen des Meldesystems «Swiss Paediatric Surveillance Unit» (SPSU) durchgeführt, Zwischenergebnisse sind im aktuellen Jahresbericht der SPSU publiziert.

Das Meldesystem wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie betrieben, um seltene Krankheiten sowie seltene Komplikationen bei Kindern unter 16 Jahren, die im Spital behandelt werden, untersuchen zu können. Die Pädiatrie am Kinderspital des LUKS gehört zu den 29 Kliniken, die sich an diesem Meldesystem beteiligen.

Erkrankung meist mit mildem Verlauf

«Der grosse Vorteil des Meldesystems ist, dass wir auf Informationen aus der ganzen Schweiz zurückgreifen können», erklärt PD Dr. med. Nicole Ritz. Im März 2020 startete das Covid-19-Projekt. Über die SPSU werden wertvolle Daten von sämtlichen Kinderspitälern in der Schweiz gesammelt, welche Kinder in Zusammenhang mit Covid-19 und PIMS-TS (pädiatrisches entzündliches Multisystem-Syndrom) betreuen.

«Dies ermöglicht uns, im Rahmen unserer Studie die Häufigkeit und Schwere der Krankheitsverläufe zu untersuchen und Erkenntnisse etwa zur Altersverteilung, Risikofaktoren und erfolgversprechenden Behandlungsansätzen zu gewinnen», sagt Nicole Ritz. Die bisherigen Daten zeigen, dass Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen meist eine milde Erkrankung ist.

Alter beeinflusst Symptome

«Die Symptome der Erkrankung sind eindeutig altersabhängig. Jüngere Kinder haben meist Fieber, Schnupfen und Husten. Bei älteren Kindern und Jugendlichen kommen vermehrt Kopfschmerzen, Geschmacks- und Geruchsverlust vor», so die Chefärztin Pädiatrie am Kinderspital des LUKS. Zudem zeige sich, dass Kinder mit Vorerkrankung vermehrt ins Spital aufgenommen würden, jedoch nicht häufiger eine intensivmedizinische Betreuung brauchen. Nicole Ritz erklärt: «Unser Forschungsprojekt wird helfen, die Infektion bei Kindern künftig besser zu verstehen und Therapien zu optimieren.»

Eine weitere Studie zu Tuberkulose bei Kindern in der Schweiz konnte Nicole Ritz mittlerweile abschliessen. Der Abschlussbericht ist ebenfalls im SPSU-Jahresbericht veröffentlicht.

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