Herzzentrum
LUKS Luzern | Universitäres Lehr- und Forschungsspital
Forschung Invasive Kardiologie
Einleitung
Global stellt die akute und chronische Form der koronaren Herzkrankheit eine der häufigsten Morbiditäts- und Mortalitätsursachen dar. Um die Versorgung nachhaltig zu verbessern, fokussiert unsere Forschung auf die Evaluation innovativer Devices, optimierte Therapie- und Managementstrategien sowie die Analyse von Outcome-Parametern im klinischen Alltag. Unser Ziel ist es, interventionelle Verfahren nicht nur hinsichtlich Effektivität und Sicherheit zu bewerten, sondern auch deren Einfluss auf Lebensqualität und Langzeitprognose kritisch zu untersuchen. So schaffen wir die Grundlage für eine evidenzbasierte, patientenzentrierte Zukunft der invasiven Kardiologie.
Forschungsschwerpunkte
A) Interventionelle Kardiologie
- Evaluation von innovativen Devices
- Effizienz und optimierte Therapie- und Managementstrategien
- Einsatz von Registerdaten zur Langzeitbeobachtung und Einfluss auf die Lebensqualität unter Einbeziehung von Patient Reported Outcomes
- Perkutane Behandlung eines Myokardinfarktes und Einfluss der Revaskularisationsmethoden auf den langfristigen Gesundheitsverlauf der betroffenen Patienten
- Entwicklung der Morbidität und Mortalität von Myokardinfarktpatienten mit Niereninsuffizienz
- Sicherheit und Effektivität von direkten oralen Antikoagulantien im Vergleich zu Vitamin K-Antagonisten bei Patienten mit einem ventrikulären Thrombus, welcher sich z.B. nach einem Myokardinfarkt entwickelte
- Vorhersagbarkeit eines typischen Myokardinfarkts (sog. Typ 1 Myokardinfarkt) bei Patienten, die zur Koronarangiographie überwiesen werden, basierend auf rein klinischen Informationen
- Evaluation und Behandlung von komplexer und verkalkter KHK
- Patienten- und Behandlungs-Charakteristika sowie den Langzeitverlauf von Patienten, welche sich mit einer komplexen koronaren Herzkrankheit präsentieren, einschliesslich sozioökonomischer Aspekte
- Effizienz der PTCA-Behandlung mit spezifischen Hochdruck-Ballons sowie Effizienz von verschiedenen Stent-Devices bei komplexen und verkalkten Läsionen
- Sicherheit und Effektivität verschiedener PTCA-Devices bei Patienten mit Instent-Restenosen
- Langzeit-Resultate nach Behandlung von Koronarstenosen mit einem Magnesium-basierten bioresorbierbaren Stent („Scaffold“)
- Meta-Analyse zur Bewertung der Wertigkeit der koronaren Revaskularisation bei Patienten mit Herzinsuffizienz und etablierter koronarer Herzkrankheit
- Implantat-freie PCI mittels medikamenten-beschichteten Ballonkathetern
- Neue Erkenntnisse zur optimalen Behandlung der KHK mittels moderner medikamenten-beschichteter Ballone
- Heilung nach PTCA mittels moderner medikamenten-beschichteter Ballone
- Effektivität von verschiedenen medikamentenbeschichteten Ballons bei Patienten mit Instent-Restenosen und chronisch verschlossenen Gefässen
- Mechanischen Kreislaufunterstützungssysteme zur Behandlung des kardiogenen Schocks
- Management und Outcomes von Patienten, welche sich beispielsweise mittels Pump- bzw. Kreislaufversagen präsentieren und auf den Einsatz moderner perkutaner mechanischer Kreislaufunterstützungssysteme (pVAD) angewiesen sind
- Einsatz verschiedener Verschlusstechniken, um Blutungs- und vaskuläre Komplikationen nach der Entfernung dieser Pumpen zu reduzieren
- Prävalenz und Implikationen der Delir-Entwicklung bei Patienten, welche mittels pVADs behandelt werden
- Tendenz zur myokardialen Erholung nach Einsatz von pVADs, basierend auf echokardiographischen Daten
- Outcomes von Patienten mit dekompensierter Aortenklappenstenose, welche mittels pVADs behandelt wurden
B) Rhythmologie
Elektrophysiologie
- Katheterablation von paroxysmalem und persistierendem Vorhofflimmern mittels Pulsed Field Ablation (PFA)
- Individualisierte Substrat-basierte Katheterablation bei persistierendem Vorhofflimmern und komplexen Vorhof-Arrhythmien
- Entwicklung und Evaluation neuer Mappingverfahren (hochauflösendes Mapping) zur Identifizierung von Arrhythmieherden ausserhalb der Pulmonalvenen bei Vorhofflimmern
- Analyse von digitalen amplifizierten EKG-Signalen zur Diagnose von Patienten mit erhöhtem Risiko für Vorhofflimmern und Schlaganfall
Kardiale Devicetherapie
- Einsatz von EV-ICDs bei Patienten mit hohem Risiko für maligne Arrhythmien
- Conduction System Pacing
- Kontrastmittel-Reduktion bei CRT
- Kardiogenetik (Ionenkanal Erkrankungen, ARVC, ALVC)
Kooperationen
- Universität Luzern
- Inselspital Bern
- Unispital Basel
- Kantonsspital Fribourg
- McMaster University, Hamilton
- ETH Zürich
- Karlsruher Institut für Technologie, Institute of Biomedical Engineering
- Universität Freiburg i.Br.
- Universität Bordeaux, Frankreich
- Industriepartnerschaften:
- Johnson & Johnson MedTech
- Biotronik
- Biosensors
- OM Pharma
- Cordis
- Boston Scientific
- Medtronic




