Innere Medizin
LUKS Luzern | Universitäres Lehr- und Forschungsspital
Forschung Innere Medizin Luzern
Forschung und Lehre sind integrale Bestandteile unserer klinischen Tätigkeit. Wir untersuchen internistische Erkrankungen und analysieren Daten aus dem klinischen Versorgungsalltag, um Risiken, Versorgungsdefizite und Verbesserungspotenziale frühzeitig zu erkennen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Arzneimittelsicherheit, der Qualität und Koordination der Gesundheitsversorgung sowie der Entwicklung datenbasierter Entscheidungsgrundlagen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einer sicheren, patientenzentrierten und effizienten Versorgung beitragen. Gleichzeitig fördern wir Studierende sowie junge Ärztinnen und Ärzte darin, klinisch relevante Fragestellungen wissenschaftlich zu bearbeiten.
Forschungsschwerpunkte
Klinische und patientenorientierte Forschung
In unseren klinischen Forschungsprojekten untersuchen wir internistische Erkrankungen und Fragestellungen, die für die Sicherheit und Qualität der Patientenversorgung von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen zum Eisenstoffwechsel sowie zur Erfassung von Vitalparametern und klinischen Verläufen. Klinische Beobachtungen und Daten aus dem Versorgungsalltag bilden dabei den Ausgangspunkt für wissenschaftlich fundierte Verbesserungen in Diagnostik, Behandlung und Betreuung.
Arzneimittelsicherheit und Pharmakoepidemiologie
Wir untersuchen unerwünschte Arzneimittelwirkungen und arzneimittelbedingte Hospitalisationen im klinischen Versorgungsalltag. Mithilfe epidemiologischer Analysen und klinischer Routinedaten erfassen wir deren Häufigkeit, Merkmale und Folgen und untersuchen, wie solche Ereignisse zuverlässiger erkannt und gemeldet werden können. Ziel ist es, vermeidbare Risiken sichtbar zu machen und Ansatzpunkte für eine sicherere Arzneimitteltherapie zu entwickeln.
Versorgungsforschung (Health Services Research) und Versorgungskoordination
Wir untersuchen, wie Patientinnen und Patienten innerhalb des Gesundheitssystems versorgt werden und welche medizinischen, sozialen und organisatorischen Faktoren ihre Behandlung beeinflussen. Ein besonderes Augenmerk gilt Hospitalisationen aufgrund komplexer sozialer Situationen, potenziell vermeidbaren Spitalaufenthalten sowie der Kommunikation und Koordination zwischen stationären und ambulanten Leistungserbringern. Ziel ist es, Versorgungslücken zu erkennen und Übergänge im Behandlungspfad patientenzentrierter zu gestalten.
Gesundheitsdatenforschung und klinische Informatik
Klinische Routinedaten, insbesondere Daten aus elektronischen Patientendokumentationen (Electronic Health Records), bieten die Möglichkeit, Fragestellungen zur Qualität, Sicherheit und Organisation der Gesundheitsversorgung unter realen Bedingungen zu untersuchen. Wir verbinden epidemiologische Methoden mit Ansätzen aus Data Science und klinischer Informatik, um grosse und komplexe Gesundheitsdatensätze systematisch auszuwerten. Dadurch können bislang wenig sichtbare Risiken und Versorgungsprobleme erkannt und Grundlagen für datenbasierte Entscheidungen, klinische Entscheidungshilfen (Clinical Decision Support) und zukünftige Interventionen geschaffen werden.
Lehre, Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten und wissenschaftliche Nachwuchsförderung
Die medizinischen Wissenschaften entwickeln sich sehr rasch und dynamisch. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die klinische Medizin, sondern auch auf die Ausbildung zukünftiger Generationen von Ärztinnen und Ärzten. Das Ziel besteht darin, Studierende sowie Ärztinnen und Ärzte auf neue wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Anforderungen vorzubereiten und ihre Fähigkeit zu evidenzbasiertem und datenkompetentem Handeln zu fördern. In diesem Bereich befasst sich unsere Lehr- und Forschungstätigkeit mit Entwicklungen wie der künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence), der personalisierten Medizin (Personalized Medicine) und der Nutzung klinischer Routinedaten in der klinischen Versorgung und in der Lehre. Studierende, Ärztinnen und Ärzte sowie Nachwuchsforschende erhalten dabei die Möglichkeit, klinisch relevante Fragestellungen mit epidemiologischen, statistischen und datenwissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und im Rahmen betreuter wissenschaftlicher Arbeiten eigene Forschungskompetenzen zu entwickeln.
Kooperationen
Für eine gute klinische Forschung sind wissenschaftliche Kooperationen unerlässlich. Sie ermöglichen die Zusammenarbeit und Vernetzung von Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen klinischen und wissenschaftlichen Fachgebieten und schaffen Zugang zu komplementärer methodischer Expertise sowie zu multizentrischen Datengrundlagen. Beispiele solcher Kooperationen sind unten aufgeführt.
- GreenTEG AG
- CHUV, Hôpital Fribourgeois und EOC (Ente Ospedaliero Cantonale)
- Pharmakoepidemiologie der ETH, Kantonsspital Baden und EOC
- Krauthammer Lab der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich
- STCS (Swiss Transplant Cohort Study) am Universitätsspital Basel
- Abteilung Pharmacovigilance von Swissmedic
- AstraZeneca Schweiz
- Allgemeinen Inneren Medizin, Zentrum für Klinische Forschung am LUKS und Universität Luzern
