Überblick

Beim Grauen Star, der auch Katarakt genannt wird, trübt die natürliche Augenlinse im Verlauf der Jahre unmerklich, aber stetig ein: Gegenstände erscheinen unscharf, Farben verblassen, es braucht deutlich mehr Licht zum Lesen, gewöhnliches Licht blendet mehr als früher. Der graue Star ist eine typische Alterserscheinung.

Das folgende Video hilft Ihnen die Krankheit Grauer Star zu verstehen und erklärt, wie die Augenklinik am LUKS Luzern den Grauen Star erfolgreich behandelt.

Häufige Fragen
Operationsmethode: Mit Ultraschall oder Laser?

Eine Operation ist derzeit die einzige wirksame Behandlung des grauen Stars. Dafür stehen zwei bewährte Methoden zur Verfügung: Ultraschall oder Laser.

Bei der Operation ersetzt der Augenchirurg die trüb gewordene natürliche Linse durch eine klare Kunststofflinse. Diese bleibt danach lebenslang im Auge wie die bisherige Augenlinse auch. Die Linse kann später nicht mehr einfach ausgetauscht werden.

Standard: Die Ultraschallmethode

Bei der als Standard geltenden Ultraschallmethode schafft der Augenchirurg einen Zugang ins Auge mit einem kleinen Schnitt am Rand der Hornhaut. Dann öffnet er die Linsenkapsel an der Vorderseite kreisförmig. Er zerkleinert die trübe Linse mit Ultraschall und saugt die kleinen Bruchstücke ab. In die leere Kapsel schiebt der Arzt eine gefaltete Kunstlinse, die sich dort entfaltet. Der kleine Schnitt in der Hornhaut verheilt in der Regel von selbst; in seltenen Fällen braucht es eine kleine Naht.

Präziser und schonender: Die Lasermethode

Bei der moderneren Lasermethode vermisst der Augenchirurg das Auge unmittelbar vor der Operation mit einem bildgebenden Verfahren. Dieses berechnet exakt, wo die Linsenkapsel geöffnet werden muss, damit die Kunstlinse später am perfekten Ort liegt. Der Laser öffnet computergesteuert die Linsenkapsel an der optimalen Stelle und zerkleinert bereits die trübe Linse. Der Arzt saugt nur noch die Bruchstücke ab und führt dann die Kunstlinse ein.

Ultraschall- und Lasermethode im Vergleich

Beide Methoden sind vielfach erprobt und mit beiden lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen. Die modernere Lasermethode ersetzt mehrere wesentliche und bisher vom Augenchirurgen von Hand durchgeführte Teilschritte der Operation. Mit dem Laser kann der Arzt jedoch noch viel exakter und schonender arbeiten. Das Gewebe kann auf einen Hundertstelmillimeter genau geschnitten werden. Zudem wird die allenfalls nötige Ultraschallenergie zum Absaugen der Linse erheblich verringert, so entsteht im Vergleich zum Standardverfahren weniger Wärme. Die Operation wird damit noch schonender und dadurch erholt sich das Auge schneller von dem Eingriff.

Welche Linsentypen gibt es?

Es wird zwischen folgenden unteschiedlichen Linsentypen unterschieden:

  • Einstärkenlinsen für Ferne, Nähe oder Monovision

  • Komfortlinsen für Ferne und mittlere Distanz

  • Multifokallinsen für Ferne, mittlere Distanzen und Nähe

  • Torische Linsen bei Hornhautverkrümmung

Bei der Untersuchung in der Augenklinik wird Ihr Augenchirurg mit Ihnen die für Sie ideale Linse auswählen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Verhalten nach der Operation

  • Augenschutz während der ersten Nacht tragen
  • Tropfen und Medikamente gemäss den Anweisungen des behandelnden Arztes anwenden und einnehmen.
  • Vor der Anwendung von Augentropfen: Hände gründlich mit Seife waschen und zum Abtrocknen ein sauberes Handtuch verwenden.
  • Tabletten gegen auftretende Schmerzen erhalten Sie am Operationstag.
  • Falls Beschwerden auftreten, kontaktieren Sie bitte Ihren Augenarzt. Achten Sie auf Warnzeichen für Komplikationen
  • Bei Problemen in der ersten Nacht erreichen Sie die Augenklinik über die Telefonzentrale des Luzerner Kantonsspitals unter 041 205 11 11.

Das ist problemlos möglich:

  • Gesicht mit Wasser waschen – Augen dabei schliessen!
  • Duschen, Baden, Haarewaschen – Augen beim Abduschen schliessen.
  • Lesen, Fernsehen
  • Hausarbeit, Bücken, Tragen von leichten Lasten
  • Spaziergänge, Hometrainer ohne starke Kraftanwendung

Zwei Wochen lang sollten Sie unbedingt verzichten auf:

  • Reiben im operierten Auge
  • Arbeiten in staubiger oder schmutziger Umgebung (Stall, Mühle, Garten)
  • Kraftsport, hartes sportliches Training, Schwimmen, Sauna
  • Tragen von schweren Lasten (je nach Körpergewicht)
  • Schminken der Augen

Arbeits- und Fahrtauglichkeit:

Nach der Behandlung ist die Arbeitsfähigkeit vorübergehend reduziert. Wir empfehlen Ihnen, eine Woche nicht zu arbeiten. Fragen Sie bitte Ihren Augenarzt nach einer Krankschreibung. Ihre Fahrtauglichkeit hängt davon ab, wie gut Sie sehen können. Fragen Sie auch dazu Ihren Augenarzt und fahren Sie erst wieder Auto, wenn er es erlaubt.

Ursachen

Grund für die Trübung der Augenlinse beim grauen Star ist die Veränderung einiger der Eiweisse, die Bestandteil der Linse sind. Licht, das durch eine Linse mit grauem Star fällt, wird auf der Netzhaut nicht klar gebündelt, so dass das Gehirn keine deutlichen Bilder erzeugen kann.

Der graue Star ist eine typische Alterserscheinung. Meist macht sich die Linsentrübung ab dem 60. Lebensjahr bemerkbar. Mit 70 oder 80 Jahren ist das Sehvermögen oft deutlich eingeschränkt. Fast immer sind beide Augen betroffen. Der natürliche Alterungsprozess ist bei über 90 Prozent der Betroffenen die Ursache des grauen Stars. Gelegentlich kann der graue Star schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Vereinzelt ist eine Linsentrübung angeboren. Sie kann auch die Folge einer Stoffwechselerkrankung (zum Beispiel Diabetes mellitus) oder einer Augenverletzung sein. In seltenen Fällen tritt sie als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auf.

Symptome
Grauer Star Symptome
  • Verschwommene Sicht
  • Braun getöntes Sehen
  • Farben erscheinen verblasst
  • Schleier um Objekte
  • Starke Blendung
  • Schlechte Nachtsicht
  • Doppelbilder
Diagnose

Der Augenarzt kann einen grauen Star bei der Untersuchung des Auges mit einer Spaltlampe, ein Gerät, mit welchem das Auge bei starker Vergrösserung untersucht wird, den grauen Star erkennen.

Verlauf

Die Patienten bemerken den grauen Star erst nach und nach. Durch die zunehmende Trübung der Augenlinse nehmen sie ihre Umgebung wie durch einen lästigen Nebel wahr. Gegenstände erscheinen unscharf, Farben verblassen, es braucht deutlich mehr Licht zum Lesen oder gewöhnliches Licht blendet vermehrt.

Behandlung

Behandelt wird der graue Star mit einer Operation. Dabei wird die trübe Augenlinse in einem ambulanten Eingriff, der ca. 20 Minuten dauert, entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Etwa eine Stunde nach der Operation können Sie die Augenklinik wieder verlassen. Operiert wird zunächst ein Auge, das zweite Auge ein paar Tage später. Der Austausch der Linse ist für den Patienten schmerzlos. Dafür wird das Auge unmittelbar vor der Operation mit Augentropfen unempfindlich gemacht, es bleibt aber beweglich. Zudem erhalten Sie ein Beruhigungsmittel. In besonderen und sehr seltenen Situationen kann der behandelnde Augenchirurg im Vorgespräch dazu raten, das Auge mit einer Spritze in die Augenregion unempfindlich zu machen. Auch eine Vollnarkose kann in seltenen Fällen sinnvoll sein.

Zusätzliche Informationen zur Behandlung des grauen Stars, sowie Antworten zu häufigen Fragen und eine Übersicht zu den Kosten finden Sie hier:

Mehr Informationen zur Behandlung

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