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Schilddrüsenknoten/ Schilddrüsenzysten

Knoten/Zysten in der Schilddrüse, Schilddrüsenveränderung, Struma nodosa, Struma cystica

Kontakt und Zuweisung

Überblick

Schilddrüsenknoten sind Gewebeveränderungen in der Schilddrüse. Sie können gutartig oder selten bösartig sein. Meist verursachen sie keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Schilddrüsenzytsten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die – wenn sie nur aus Flüssigkeit bestehen – eigentlich immer gutartig sind. Es gibt aber auch Mischformen, d.h. Gewebeveränderungen, die aus Knotengewebe und Flüssigkeit bestehen. 

Häufige Fragen

Ursachen

Schilddrüsenknoten entstehen häufig durch Jodmangel, was zu einer Vergrösserung der Schilddrüse führt. Auch genetische Faktoren, Alter, Rauchen und hormonelle Einflüsse spielen eine Rolle. In seltenen Fällen sind bösartige Tumoren die Ursache. 

Symptome

  • Häufig keine Beschwerden
  • Sichtbare Schwellung am Hals
  • Druck- oder Engegefühl im Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Selten Heiserkeit
  • Bei Überfunktion: Nervosität, Gewichtsverlust, Herzrasen 

Diagnose

Die Abklärung beginnt mit einer körperlichen Untersuchung und Ultraschall. So lässt sich die Grösse und Beschaffenheit des Knotens beurteilen. 
Blutuntersuchungen prüfen die Schilddrüsenhormone und geben Hinweise auf eine Über- oder Unterfunktion. Zusätzlich können im Blut spezielle Parameter (sog. Tumormarker) bestimmt werden. 

Bei Verdacht auf einen hormonproduzierenden Knoten, der zur Überfunktion führt, wird eine spezielle Bildgebung (sog. Szintigrafie) durchgeführt. 

Bei auffälligen Knoten wird eine sog. Feinnadelpunktion durchgeführt. Hier wird mit einer sehr dünnen Nadel, eine Gewebeprobe entnommen, was die genaue Untersuchung erlaubt, und bösartige Veränderungen ausschliessen kann. Die Abklärung beginnt mit einer körperlichen Untersuchung und Ultraschall. So lässt sich die Grösse und Beschaffenheit des Knotens beurteilen. 
Blutuntersuchungen prüfen die Schilddrüsenhormone und geben Hinweise auf eine Über- oder Unterfunktion. Zusätzlich können im Blut spezielle Parameter (sog. Tumormarker) bestimmt werden. 

Bei Verdacht auf einen hormonproduzierenden Knoten, der zur Überfunktion führt, wird eine spezielle Bildgebung (sog. Szintigrafie) durchgeführt. 

Bei auffälligen Knoten wird eine sog. Feinnadelpunktion durchgeführt. Hier wird mit einer sehr dünnen Nadel, eine Gewebeprobe entnommen, was die genaue Untersuchung erlaubt, und bösartige Veränderungen ausschliessen kann. 

Verlauf

Viele Schilddrüsenknoten oder Schilddrüsenzysten bleiben über Jahre unverändert und verursachen keine Probleme. Manche Knoten wachsen langsam und können Beschwerden machen, wenn sie auf die Luftröhre oder Speiseröhre drücken. In der Regel werden zur Kontrolle, regelmässige Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. 

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach Grösse, Funktion und Befund (gutartig/bösartig) des Knotens bzw. der Zyste. 

Beobachtung

Kleine, unauffällige Knoten werden regelmässig kontrolliert. Das gibt Sicherheit und vermeidet unnötige Eingriffe. Zysten, die komplett aus Flüssigkeit bestehen und keine Beschwerden verursachen müssen nicht behandelt oder kontrolliert werden. 

Medikamentöse Therapie

Bei hormonaktiven Knoten können Medikamente helfen, die Schilddrüsenüberfunktion zu regulieren. 

Radiojodtherapie

Diese Behandlung zerstört überaktive Schilddrüsenzellen schonend von innen. 

Operation

Bei grossen Knoten bzw. einer Vergrösserung der gesamten Schilddrüse, Verdacht auf Krebs oder starken Beschwerden wird die Schilddrüse teilweise oder ganz entfernt. Der Eingriff ist heutzutage sicher, muss aber von darin spezialisierten Chirurginnen und Chirurgen durchgeführt werden. 

Radiofrequenzablation/Thermoablation

Gutartige oder überfunktionierende Knoten können minimal-invasiv mit einer dünnen Sonde mit Hitze verödet werden. 

Alkoholablation/Ethanolablation

Zysten, die komplett aus Flüssigkeit bestehen, können minimal-invasiv mit einer sog. Ethanolablation behandelt werden. Dazu wird die Zystenflüssigkeit mit einer Spritze abgezogen und die Zyste mit sterilem Alkohol aufgefüllt, was zu einer Entzündung und Verklebung der Zystenwände führt. 

Zahlen

In der Schweiz haben rund 30–40 % der Erwachsenen Schilddrüsenknoten, meist ohne Beschwerden.  

Vorsorge

  • Ausreichende Jodzufuhr (z. B. jodiertes Speisesalz)
  • Rauchstopp
  • Regelmässige ärztliche Kontrollen bei familiärer Vorbelastung
  • Frühe Abklärung bei tastbaren Knoten oder Halsveränderungen 

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