Luzerner Kantonsspital bildet interdisziplinäres Kompetenzzentrum zur Behandlung von Gefässerkrankungen

Mit dem neuen Gefässzentrum schafft das Luzerner Kantonsspital (LUKS) ein Kompetenzzentrum für Fragestellungen rund um die Gefässmedizin. Dort behandelt ein interdisziplinäres Team von Spezialisten akute und chronische Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefässe.

5. November 2019

Lesezeit: 2 Minuten
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Im neuen, interdisziplinären Gefässzentrum am LUKS werden Gefässerkrankungen aller Art diagnostiziert und behandelt. Möglich macht dies die Zusammenarbeit von Fachspezialisten aus den Bereichen Angiologie, Gefässchirurgie und der interventionellen Radiologie. Das seit Juli 2019 zertifizierte Zentrum bietet den Patientinnen und Patienten die neuesten diagnostischen und therapeutischen Verfahren und somit ein umfassendes Leistungsspektrum auf höchstem medizinischem Niveau. Die Zusammenführung der drei Fachdisziplinen in einem Zentrum ermöglicht eine noch engere Zusammenarbeit. Rund um die Uhr können alle Probleme im Bereich Gefässerkrankungen gelöst werden – auch im Notfall. Zudem kann das Gefässzentrum die Infrastruktur eines modernen Zentrumspitals auf universitärem Niveau nutzen und wird bei Bedarf von weiteren Spezialistinnen und Spezialisten unterstützt.

Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge

Die moderne Gefässmedizin ist eine interdisziplinäre Angelegenheit. Diagnostik und Behandlung von Arterien-, Venen- oder Lympherkrankungen benötigen je nach klinischer Situation spezialisiertes Wissen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und einen hohen technischen Aufwand mit entsprechenden Anforderungen im infrastrukturellen und personellen Bereich. Gefässerkrankungen treten in der Bevölkerung immer häufiger auf. Viele Patientinnen und Patienten leiden an offenen Beinen, krankhaften Arterienerweiterungen (Aneurysmen) oder der sogenannten Schaufensterkrankheit (Durchblutungsstörung der Beine). Auch Krampfadern und Probleme nach Thrombosen gehören in dieses Krankheitsspektrum. Ein besonderes Augenmerk wird im LUKS zudem
den Komplikationen bei Diabetes gewidmet. «Das neue Gefässzentrum bietet Patientinnen und Patienten eine optimale medizinische Betreuung bei allen akuten und chronischen Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefässe. Die fachübergreifende Zusammenarbeit mit meinen Kollegen aus der Gefässchirurgie − Dr. med. Robert Seelos − und der interventionellen Radiologie − Dr. med. Ruben Lopez Benitez − funktioniert sehr gut und bringt grosse Vorteile, insbesondere bei der Behandlung von komplexen Gefässerkrankungen», erklärt Dr. med. Thomas Bieri, Chefarzt der Angiologie am Luzerner Kantonspital.

Zertifizierung durch die USGG

Das neue Gefässzentrum gewährleistet während 365 Tagen im Jahr die 24-Stunden-Verfügbarkeit eines interdisziplinären Teams von Gefässspezialisten. Der Patient kann somit Tag und Nacht auf eine kompetente Beurteilung – im Bedarfsfall durch mehrere Spezialisten – zählen. Die Zuweisung an das Gefässzentrum am LUKS erfolgt direkt oder wahlweise über einen der drei beteiligten Fachbereiche des Zentrums. Das neu geschaffene Gefässzentrum am LUKS wurde im Juli 2019 erstmals durch die USGG (Union Schweizerischer Gesellschaften für Gefässkrankheiten) zertifiziert. Es ist damit eines von zwölf Zentren in der Schweiz, das über eine solche Akkreditierung verfügt.

Kontakt

Luzerner Kantonsspital
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