Patientengeschichte: Im Schockraum

Die Notärztin der Rega übergibt Noah Schmid und die relevanten Informationen über seinen Zustand und das Unfallgeschehen an das Schockraum-Team. Der Patient wird sorgfältig umgelagert, entkleidet, mit Wärmetüchern zugedeckt und eingehend untersucht: «Body Check».

Kontrolle der Beatmung und Sauerstoffsättigung

Gleichzeitig erfolgen die Kontrolle der Beatmung und der Sauerstoffsättigung, das Abhören der Lunge, die Kreislaufüberwachung mit Blutdruck und Puls sowie Blutentnahmen für die Labordiagnostik. Das Basis-Team im Schockraum besteht aus Ärzten der Chirurgie und der Anästhesie, Pflegenden der Anästhesie und des Interdisziplinären Notfallzentrums.

Ein Reserve-Team mit weiteren Fachspezialisten steht im Hintergrund bereit. Seitens der Chirurgie ist heute Dr. med. Henning Fischer, Leitender Arzt Interdisziplinäres Notfallzentrum, als Teamleiter verantwortlich. Aus der Abteilung Anästhesie ist die Oberärztin Dr. med. Andrea Kyburz zuständig. Die beiden Ärzte sind durch ihre roten Westen als Leader gekennzeichnet.

Stabilisierung des Kreislaufs

Henning Fischer untersucht mittels Ultraschall allfällige innere Blutungen. Andrea Kyburz prüft die Reaktion der Pupillen. Sie stabilisiert den Kreislauf des Patienten mit Infusionen und Medikamenten, überwacht seinen Zustand und die Sauerstoffversorgung, verabreicht Schmerz- und Narkosemittel und legt weitere venöse Zugänge.

Die Abläufe im Schockraum sind gemäss strengen Richtlinien standardisiert. Diese gelten von der Übergabe des Patienten durch die Rega bis zu seiner Verlegung in den Operationssaal oder auf die Intensivstation. Der Kreislauf von Noah Schmid ist stabil. Nach 15 Minuten folgt die Computertomografie.

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